Planet Fellowship (de)

Monday, 27 June 2016

Treffen der FSFE-Gruppe Franken am 20. Mai 2016

Florian Snows Blog » de | 18:39, Monday, 27 June 2016

Am 20. Mai fand wieder ein Treffen der FSFE-Gruppe Franken statt. Dieses Mal waren wir zum ersten Mal im nürnberger Hackerspace K4CG. Es kamen einige Altbekannte wieder zum Treffen und wir konnten einen neuen Teilnehmer kennenlernen.

Wir sprachen ausgiebig über den FSFE-Summit im Herbst und über Chris Ideen für den Vortrag zu seinem LED-Plussy, den er für den Summit eingereicht hat.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem LED-Plussy ging es um Codehosting-Plattformen, die sich der Freiheit verpflichtet sehen. Es ist gar nicht so leicht, hier eine gute Plattform zu finden. Github ist sicher die bekannteste und bietet viel Komfort, aber in der Welt der Freien Software haben wir uns gerade dem Prinzip verschworen unsere Freiheit nicht für etwas mehr Komfort zu verschenken. Github gibt Nutzern leider schlechte Ratschläge für Lizenzen und ist selbst unfrei. Als Alternative kann beispielsweise NotABug.org verwendet werden. Die Plattform läuft mit Freier Software und auch das ausgelieferte Javascript ist frei, wird aber aktuell noch nicht korrekt gekennzeichnet, so dass LibreJS hier noch meckert. Ich stehe aktuell mit den Betreibern in Kontakt und sie würden das Problem gerne beheben. Chris hat sich aus Sicht der Freiheit für eine der besten Varianten entschieden und verwaltet das die Plussy-Software nun auf GNU Savannah.

Außerdem sprachen wir über eine satirische Seite zu Überwachung, die von einem unserer Teilnehmer erstellt wurde. Dr. Spitzel ist eine schön aufgemachte Website, auf der für ein Fake-Produkt geworben wird, das die Gesundheit verbessert und einen im Gegenzug ausspioniert. Spitzel ist übrigens deswegen der Name des Produkts, weil im Oberpfälzischen das auf der Seite abgebildete Gebäckstück Spitzel heißt.

Dr. Spitzel erinnert sehr an einige Ideen, die während des FSFE-Kampagnen-Workshops aufkamen, weswegen wir einige Videos zu Fluchthelfer, JavaZone, Writing Bad und zu einer Fake-Werbung für Mercedes ansahen. Vorsicht: Die roten Links gehen zu Youtube, also am besten über TOR und per Youtube-DL abrufen, um der Überwachung zu entgehen und ein Videoformat zu erhalten, das gut für Freie Software ist.

Insgesamt war das Treffen recht erfolgreich, auch wenn wir unbedingt mal wieder ein Planungstreffen für zukünftige Aktivitäten brauchen, zu dem dann auch mehr Teilnehmer kommen müssten.

Das Juni-Treffen musste leider trotz zahlreicher Versuche des Koordinators den Termin noch irgendwie freizuschaufeln leider ausfallen. Deswegen findet das nächste Treffen am statt.

Monday, 20 June 2016

VHS-Kurs in Offenburg: “Kreativ mit Scribus und Gimp”

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 09:49, Monday, 20 June 2016

Am vergangenen Wochenende (Freitag/Samstag) hielt ich einen Kurs an der Offenburger VHS zum Thema “Eigener Flyer mit Scribus und Gimp”.

Mit etwas Glück kam der Kurs überhaupt erst zustande, da bis 1 woche zuvor noch zuwenige Teilnehmer (Minimum war 5) angemeldet waren.

Nach einigem Hickhack fand er trotz nur 4 Teilnehmern kulanterweise doch noch statt.

In den ersten drei Stunden am Freitag Abend stellte ich zunächst die Community vor und referierte ein wenig über das Grundkonzept von Freier Software und der Gemeinschaft darum.

Und daß es eben dieser Gemeinschaft und dem philosophischen Konzept “Free as in Freedom” zu verdanken ist, daß solche tollen, ausgereiften Programme für DTP und Bildbearbeitung jedermann zur Verfügung stehen.

Der Kursinhalt an sich begann dann mit der “Installation” der portablen Versionen von Scribus und Gimp und einer kurzen Übersicht der Bedienung/Konzepte dieser Programme.

Am folgenden Samstag lernten die Teilnehmer, wie man auf recht einfache Weise ein Bild mit Gimp freistellt und exportiert.

Ein Ausflug in das Konzept der Ebenen, welches in Scribus und Gimp zur Anwendung kommt wurde ebenfalls noch eingeschoben.

Letztendlich fertigten wir über die 6 Samstags-Stunden einen rudimentären Flyer an, den die Teilnehmer mit dem erworbenen wissen noch weiter ausbauen können.

Natürlich habe ich immer mal wieder bei passenden Gelegenheiten Freie Software Themen eingeflochten, wie beispielsweise offene Formate, Creative Commons (wegen der Bilder für den Flyer) oder GNU/Linux.

Da die Teilnehmer relativ großes Interesse an letzterem Thema zeigten, und wir mit dem “Hauptthema” sehr gut durchgekommen sind, nutzte ich die letzten 20 Minuten noch für eine kurze Live-Vorstellung einer GNU/Linux Distribution.

Alles in Allem denke ich, haben die Teilnhemer einiges mitnehmen können, und zwar nicht “nur” das Wissen, wie man ein Bild freistellt und mit Scribus einen Flyer erstellt, sondern einen generellen Überblick über Freie Software und die Communities.

Ich hoffe, daß sich der eine oder andere beim nächsten Treffen sehen lässt…

Monday, 13 June 2016

Erster Corso Leopold 2016: Die FSFE war dabei

fsfe – softmetzbetrieb | 21:18, Monday, 13 June 2016

Am vergangenen Wochenende wurde die Leopoldstraße im Münchner Stadtteil Schwabing wie jedes Jahr um diese Zeit für ein ganzes Wochenende gesperrt, um Platz für eines der größten Straßenfeste der Welt, den Corso Leopold, zu machen. Auch die Free Software Foundation Europe war wieder mit von der Partie.

Kaum aufgebaut, gab es schon die ersten Gespräche

Kaum aufgebaut, gab es schon die ersten Gespräche

An den beiden Tagen führten wir viele interessante Gespräche, händigten massenweise Flyer zu Freier Software und Offenen Standards aus und luden besonders interessierte Menschen zum monatlichen Open-Source-Treffen ein, in dessen Rahmen sich auch unsere FSFE-Gruppe trifft.

Ein besonderes Highlight für uns waren die druckfrischen Flyer „Acht Freie Computerprogramme, die Deine Rechte als Nutzer/-in respektieren und schützen.“. In mittlerweile sieben verschiedenen Serien stellen wir thematisch sortiert jeweils acht Freie Software-Programme vor. Die meisten dieser Programme laufen auch auf proprietären Betriebssystem und wir hoffen damit den Interessierten einen sicheren und niederschwelligen Einstieg in die Freie Software-Community zu ermöglichen  Neben einem verbesserten Layout gibt es nun auch die korrespondierende Webseite https://mehr-freiheit.org.

Viele Angesprochene wussten bereits, was Freie Software ist. Da es eines unserer Kernanliegen ist, Freie Software in der breiten Bevölkerung bekannt zu machen, finden wir diese Entwicklung natürlich richtig prima und sind hoch motiviert, auch in Zukunft mit dieser Arbeit weiter zu machen.

Als wir vor ein paar Jahren unseren ersten Stand beim Corso Leopold hatten, waren wir unsern digitalen Themen noch eher Außenseiter. Inzwischen hat sich ein mit jedem Mal größer werdendes Netzwerk von Ständen, welche Themen rund um digitale Selbstbestimmung haben, gebildet. Neben dem Münchner Wikimedia-Stammtisch und den Münchner Freifunkern fanden wir uns diesmal in der Gesellschaft von Serlo und Kiron, zwei Anbietern von offenen Lernplattformen bzw. freien Lehrmitteln, wieder. Beide haben einen starken Fokus auf die Bildung von Geflüchteten und nutzen dabei in großen Teilen auch Freie Software.

In unserem direkten Umfeld fanden sich außerdem noch mehrere Stände von Geflüchteten- und Hilfsorganisationen wie dem Heimatstern e.V., der Intereuropean Human Aid Association sowie der German Alliance for Civilian Assistance e.V. (Achtung: Leider Facebook!) Im Gespräch mit Aktivist*innen dieser Organisationen kam das Gespräch auch auf den Einsatz Freier Software aber auch die Notwendigkeit für Silo-Dienste wie Facebook um das Netzwerk der Helfenden zu koordinieren und neue Aktive zu gewinnen. Dieses Dilemma wird durchaus gesehen, allerdings stellen die proprietären Dienste einen unverzichtbaren Kanal für deren Arbeit dar. Wir helfen aber gerne mit, Freie Software zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Helfenden einzusetzen und haben erste Kontakte aufgenommen.

Etwas überschattet wurde der diesjährige Corso durch den Versuch der rechtspopulistischen AfD, sich in die Veranstaltung einzuklagen. Nachdem auch das nicht geklappt hatte, stellten sich die Ewiggestrigen direkt neben den Corso Leopold an der Münchner Freiheit. Leider fanden sich in einigen Luftballon-Sträußen auch der ein oder andere blaue-braune. Aber da München bunt ist, wurden am Sonntag viele schöne Farben im nächsten Umfeld der Störer vom rechten Rand auf der Straße verteilt.

Bunt statt AfD von @annewild_muc (https://twitter.com/annewild_muc/status/741995701928890368/photo/1).

Bunt statt AfD von @annewild_muc (https://twitter.com/annewild_muc/status/741995701928890368/photo/1).

 

Alles in Allem war der Corso für uns ein riesiger Erfolg. Insbesondere auch, weil lange nicht feststand, ob wir überhaupt einen Stand auf die Beine gestellt bekommen, war die Freude große als dann richtig gut geklappt hat. Auch die prognostizierten Gewitter und Regenschauer blieben weitestgehend aus, ja sogar die Sonne ließ sich zeitweise blicken.

Wir danken den vielen Menschen, die uns an diesem Wochenende ihre Zeit geschenkt haben, natürlich dem Orga-Team des Corso-Leopolds das aktiv die „Insel der digitalen Selbstbestimmung“ immer weiter wachsen lässt, den anderen Ausstellenden die München und den Corso mit ihrer Arbeit bereichern sowie dem Cafe Netzwerk, mit dessen Mitteln wir unsere Flyer drucken konnten.

Wir freuen uns schon auf den 10./11. September 2016, wenn der Corso zum zweiten Mal in diesem Jahr die Autos aus Schwabing verdrängt.

Linuxwochen Linz 2016

gegenstrom. - Planet FSFE | 10:56, Monday, 13 June 2016

Hallo Planet!

Zum vierten Mal jähren sich die Linuxwochen Linz im Wissensturm. Etwas besonderes war sicher, dass die Veranstaltung von der Linzer Fellowship-Gruppe der FSFE Freizeichen organisiert wurde.

Simon Hornbacher, Koordinator der Linzer Fellowship-Gruppe Freizeichen und Mitglied im österreichischen Team der FSFE, eröffnete die Linuxwochen Linz mit seinem bereits aus den Linuxwochen Wien bekannten, aber leicht angepassten Vortrag zum Thema Copyleft for the Rest of Us.

Simon im Vortrag "Copyleft for the rest of us"
Simon bei der Keynote für die Linuxwochen Linz 2016

“Copyleft software licenses, such as the GNU GPL family, try to protect and ensure the users’ software freedom by requiring developers to “share alike”. But what does that even mean? There are a lot of fears and misconceptions surrounding copyleft licenses and copylefted code.”

Folien: Copyright for the rest of us

Franz Theisen, Vertriebsmitarbeiter für Österreich bei Red Hat, war in privater Mission unterwegs und legte uns dar, wie man Schmutzkampagnen, auch FUD (Fear, Uncertainity and Doubt) genannt, gegen Freie Software respektive Open Source begegnen kann.

Franz Theisen beim Vortrag "Combat the FUD"
Franz Theisen begegnet FUD

Franz Theisen beim Vortrag "Combat the FUD"
Wir sehen die Vielfalt einer Schmutzkampagne

Wir lernen die Vielfalt einer Schmutzkampagne kennen und sehen was schlussendlich beim oberflächlichen Lesen diverser FUD-Schlagzeilen hängen bleibt. Sogleich widerspricht und entkräftet der Vortragende mit spannenden Beispielen die vermeintlichen Argumente, zeigt die Fallstricke auf und gibt uns Möglichkeiten an die Hand, um so manchem FUD in Gesprächen zu begegnen.

Folien: Combat the FUD

Weitere Themen aus dem Programm der Linuxwochen Linz waren unter anderem ein Beitrag zum Zeichen- und Malprogramm Krita (Folien), der sich mit grundsätzlichen Fragen zu dem bekannten Programm beschäftigte, wie auch eine Einführung zu Cross-Compiling (Folien) war im Programm zu finden.

Mehr Ausdauer wurde im 90-minütigen Vortrag zum Thema Mailsystem(e) unter Linux von @MacLemon gefordert.

“Mailservices unter Linux – Das bedeutet viel Arbeit. Für einen „ordentlichen“ und zeitgemäßen Mailserver sind zahlreiche zusätzliche Komponenten und Konfigurationen notwendig, um ihn sicher und interoperabel zu machen. In dieser “Tour de Force” versuchen wir Euch die wichtigsten Themen rund um das Aufsetzten und Betreiben von Mailservices näher zu bringen.”

Folien: Mailsystem(e) unter Linux

Abschließend gab es noch einige spannende Blitz-Vorträge – aber schaut am besten selbst auf der Programmseite nach.

Ich freue mich schon auf die LiWoLi 2017!

Saturday, 11 June 2016

FairPlanet 2016

Hacking Linz » FSFE | 19:54, Saturday, 11 June 2016

Heute vor einer Woche fand die FairPlanet im Linzer Volksgarten statt.

Ein genauerer Bericht ist schon auf Chris’ Blog zu finden, der eigens aus Wien angereist war. Deshalb gibt’s von mir nur mehr ein paar Fotos vom Stand:

Unser Standplatz

Der fertige Stand

Infomaterial

Ankündigung: Projekt Turtlestich zu Gast

gegenstrom. - Planet FSFE | 04:16, Saturday, 11 June 2016

Hallo Planet!

Am 17.06.2016 findet das regelmäßige Fellowship-Treffen der Wiener Ortsgruppe in den Räumlichkeiten der Österreichischen Computer Gesellschaft (Wollzeile 1, 1010 Wien) statt.

Turtlestitch
Bild mit freundlicher Genehmigung von turtlestitch.org

Andrea Mayr-Stalder ist zu Gast und stellt ab 18:30 Uhr das Projekt Turtlestitch vor, eine auf Freier Software basierende Plattform zum Erstellen von Stickmustern zur Ausgabe an Stickmaschinen.

Wir werden erfahren, was Sticken und Programmieren gemeinsam haben, und den Prozess von der Erstellung der Vorlage bis hin zum tatsächlichen Sticken begleiten. Anschließend erläutert Andrea die Herausforderungen und Probleme in Bezug auf Freie Formate und Freie Software.

Ein anderes, vergangenes Projekt mit Andrea Mayr-Stalder war die Linux-Distribution “JUX” für Kinder – und so ist auch das Projekt Turtlestitch wieder ein Bildungsprojekt geworden, baut es doch auf Snap! auf, einer visuellen, drag-and-drop-Programiersprache, die auch Nicht-Entwicklern ein Werkzeug an die Hand gibt. Die enge Verwandtschaft zu Scratch ist natürlich ebenfalls kein Zufall.

Zum Eintrag der Veranstaltung auf Seiten der FSFE

Monday, 06 June 2016

Informationsstand zu Freier Software und den Communities in Offenburg

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 13:23, Monday, 06 June 2016

Nachdem ich freundlich darauf aufmerksam gemacht wurde, daß man mich schon für tot hielt (Danke, Matthias!) ;-)

versuche ich wieder ein wenig mehr “Dokumentation” unseres kleinen Beitrags zur freie-Softzware-Gemeinde beizutragen.

Anfangen möchte ich damit, daß unser regelmäßiges Communitytreffen immer noch rege besucht wird (im Schnitt 8-12 Teilnehmer) und es durch gestigenen Bedarf mittlerweile sogar einen “Ableger” in Haslach gibt. Die KiLUG (Kinzigtäler Linux User Group, www.kilug.de) trifft sich ebenfalls monatlich und deckt den Bereich zwischen Freiburg und Offenburg ab.

Unsere Themen sind gut durchmischt, mal geht’s um spezifische Anwendungen, mal mehr um Technik (letztes mal zeigte ich, wie man selbst Programme kompiliert), dann wieder mal um Freifunk oder den RaspberryPi…

Ich werde nach jedem Treffen ab jetzt wieder ein paar Worte hier im Blog schreiben.

Gestern hatte ich mal wieder einen Infostand am verkaufsoffenen Sonntag.

Das Wetter spielte anfangs nicht so ganz mit, ab 14:00 Uhr wurde es dann jedoch richtig sonnig und heiss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dementsprechend waren auch die Besucherzahlen insgesamt recht hoch.

Interesse an Freier Software und den Communities war nicht gerade überwältigend, dennoch habe ich fast alle Flyer losbekommen und auch noch dem einen oder anderen die Infos zur Mailverschlüsselung mitgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich seit 18 Jahren im Marketing arbeite, weiss ich ja, daß Präsenz einen guten Teil der Öffentlichkeitsarbeit ausmacht.

Viele haben meine Auslage und die Plakate “aus der Ferne” betrachtet/gelesen, hielten kurz inne und gingen dann weiter.

Das muss ja nicht Desinteresse bedeuten. Vielmehr sehe ich es so, daß diejenigen nun wissen, “Ah, da gibts was dazu in Offenburg”…

In diesem Sinne mach’ ich weiter wie bisher…

Sunday, 05 June 2016

Fair Planet 2016 in Linz

gegenstrom. - Planet FSFE | 14:35, Sunday, 05 June 2016

Hallo Planet!

Das Motto von Fair Planet ist „Ein Fest verändert“ – wir vernetzen Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz gemeinsam in einem Sommerfest. Ähnlich wie auch auf der Veganmania in Wien, standen kulinarische Köstlichkeiten (regional/ökologisch nachhaltig/fair…) im Zentrum des Festes. Und doch machte das Fest auch vor diversen Handwerkswaren, Kleidung, Schuhen und anderen dem Gemeinwohl verschriebenen Projekten wie der Bank für Gemeinwohl nicht halt.

In Linz traf ich auf ein hoch motiviertes und engagiertes 5-köpfiges Team um die Fellows des Linzer Freizeichen und da ich erstens hoffnungslos zu früh vor Ort und zweitens zwischen Aufbau und Beginn noch viel Zeit war, waren wir gezwungen die Lücke mit einem ausgiebigen Brunch zu füllen (ohhh…. :-).

FSFE Infostand in Linz auf der Fair Planet
Beim Aufbau packte jeder an

FSFE Infostand in Linz auf der Fair Planet
Freizeichen erklärt Freie Software

Auch die Fair Planet zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass wir von der FSFE und dem Fellowship über den Tellerrand hinaus blicken. Informationsstände und Vorträge müssen durch uns in die anderen Gemeinschaften hineingetragen werden und nicht anders herum. Ich wünsche mir mehr mutige Ausflüge!

Leider hatte ich nur begrenzt Zeit und musste bald wieder zurück nach Wien, da noch Vorbereitungen für den Socializing Sunday anstanden.

Danke das ich dabei sein durfte, liebes Freizeichen!

Veganmania 2016 in Wien [1]

gegenstrom. - Planet FSFE | 06:36, Sunday, 05 June 2016

Hallo Planet!

Die Veganmania hat vermutlich schon vor Jahren den Status einer Institution erreicht. Seit nunmehr 19 Jahren findet sie in Wien statt und gibt Interessierten die Möglichkeit, vor dem berühmten Museumsquartier in der Wiener Innenstadt, eine ganze Fülle an neuen Eindrücken aufzunehmen. Neben vielen kulinarischen Fragen, standen natürlich vor allem Tier- und Menschenrechte im Zentrum der Veranstaltung. Besonders spannend dabei ist die schiere Vielfalt der Besucher – vom alternativen Geist, über die Mama von Nebenan, bis hin zum überzeugten Tech-Verweigerer – traf man auf alles und jeden.

Interessant also, dort mit einem Stand vertreten zu sein, sind doch viele der Besucher traditionell eher dazu geneigt lang vertraute Vorstellungen erneut in Frage zu stellen.

FSFE Infostand in Wien auf der Veganmania
Franz erklärt die Prinzipien der Freien Software

FSFE Infostand in Wien auf der Veganmania
Martin hatte alle Hände voll zu tun

Eine oft gehörte Frage an dem Stand war: “Was habt ihr denn bitte auf der Veganmania zu suchen?”. Ha! Kann es eine bessere Vorlage geben, um in das Gespräch über Freie Software und ihre ethischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekte einzusteigen? Und so habe ich auch meist tiefes Verständnis in den Gesichtern der Gegenüber lesen können, nachdem der Zusammenhang offenbar wurde.

Jedenfalls möchte ich den treuen Standhelfern, allen voran natürlich Franz, der die Organisation und hauptsächliche Betreuung wie jedes Jahr ganz selbstverständlich übernahm, danken. Ich glaube, dass dort viele Menschen erreicht werden konnten. Danke!

Saturday, 04 June 2016

Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften – weitere Unterstützung

Do-FOSS | 16:55, Saturday, 04 June 2016

Tagesordnungspunkt zu Ausschreibungsverfahren von Software im Ausschuss für Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

Verschiedene Aspekte zu städtischen Softwareausschreibungen und -vergaben, waren am Mittwoch, den 25.05.2016 im Dortmunder Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften (AFBL) Thema. Die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN hat hierzu einen entsprechenden Tagesordnungspunkt in Form einer Anfrage eingebracht. DIE LINKE&PIRATEN unterstützt auch hiermit die von Do-FOSS mit Schreiben vom 10.04.2016 an Frau Stadträtin Diane Jägers gerichteten Fragen zu städtischen Softwarevergaben.

Die politische Anfrage von DIE LINKE&PIRATEN wurde gemeinsam mit Do-FOSS erarbeitet. Hierfür bedanken wir uns.

Ebenfalls interessant ist in diesem Zusammenhang das von der Stadt Dortmund im letzten Jahr eingeführte Präqualifizierungsverfahren für Software (s. PM 1285 vom 25.8.2015). Mit diesem Verfahren hat die Verwaltung u.a. die Voraussetzungen geschaffen, um Softwarevergaben auch tatsächlich wettbewerbsneutral leisten zu können. Wie weit die Umsetzung hierfür ist, ist öffentlich allerdings noch nicht klar.

Anfrage der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN im Wortlaut

[…]

zum oben genannten TOP bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Führt die Stadt Dortmund ihre Softwarevergaben wettbewerbs- und produktneutral durch?
  • Wie lautet das Verhältnis von Softwarevergaben nach dem Grundsatz
    • der produktneutralen Vergabe und
    • den Vergaben nach Alleinstellungsmerkmalen?
  • Welche Definition legt die Stadt Dortmund für Alleinstellungsmerkmale bei der Softwarevergabe zugrunde?
  • Sind die Ausschreibungen vergaberechtlich typoffene Ausschreibungen zur Ermöglichung der Koexistenz von Freier und proprietärer Software? Wenn ja, wie wird diese typoffenheit im Vergabeverfahren realisiert?
  • Nutzt die Stadt Dortmund die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) für Softwareausschreibungen?

Begründung:

Im Rahmen der Beratung des Ausschusses für Personal und Organisation vom 27.11.2015 wurde entschieden, den Themenkomplex „Einsatz von Freier Software“ im von der Verwaltung angekündigten Masterplan „Digitales Dortmund“ aufzugreifen.
Im Zusammenhang mit den hierfür stattfindenden verwaltungsweiten Beratungen, betrachten wir den mitunter wettbewerbsschwierigen Softwarevergabeprozess, welcher in einem Umfeld von weitgehend monopolistischen Marktstrukturen stattfindet. Wie das Bundesverwaltungsamt bereits erarbeitet hat, kann Freie Software in dieser Hinsicht die folgenden Auswirkungen auf Marktstrukturen haben:

  • Vermeidung von Monopolbildungen:
    Der Einsatz von Freier Software fördert keine monopolistischen / oligopolistischen Markt strukturen im Softwaresektor. Die zunehmende Verbreitung von Freier Software beeinflusst die (Preis-)Politik der bestehenden Anbieter positiv für die Verbraucherinnen und
    Verbraucher.
  • Berücksichtigung kleinerer und mittlerer sowie regionaler Unternehmen:
    Unternehmen die nicht die Kapazität zur Entwicklung eines eigenen Produkts (z.B. einer Office-Suite) haben, können eine solche Lösung als Freies Software Produkt mit entsprechenden Services (z.B. Customizing und Support) anbieten.
  • Stärkung der Verhandlungsbasis gegenüber Anbietern proprietärer Software:
    Freie-Software ermöglicht eine gestärkte Verhandlungsbasis gegenüber Anbietern proprietärer Software.
  • Mehr Wettbewerb:
    Auf Grund der Tatsache, dass unterschiedliche Anbieter Dienstleistungen wie die Weiterentwicklung oder Anpassung der selben Freien Software anbieten können, besteht in diesem Markt mehr Wettbewerb als bei proprietärer Software. Für Anwenderinnen und Anwender bedeutet dies grundsätzlich eine dauerhaft bessere Wirtschaftlichkeit der Software.

[…]

Die Originalanfrage vom 18.05.2016 kann hier heruntergeladen werden.

Ausblick

Die Niederschrift der Sitzung wird voraussichtlich in der AFBL-Sitzung am 30.06.2016 genehmigt werden. Do-FOSS wird den entsprechenden Auszug aus der genehmigten Niederschrift ebenfalls veröffentlichen und sich mit der politischen Diskussion weiter auseinandersetzten.

CC0
Soweit im gesetzlichen Rahmen möglich verzichtet der Autor auf alle Urheber- und damit verwandten Rechte an diesem Werk.
Es kann beliebig genutzt, kopiert, verändert und veröffentlicht werden.
Für weitere Informationen zur Lizenz, siehe hier.

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Ausschuss für Personal und Organisation – Zentrales Softwareverzeichnis hinterfragt

Do-FOSS | 16:40, Saturday, 04 June 2016

Erneute Unterstützung für Do-FOSS im Ausschuss für Personal und Organisation

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

Die Stadt Dortmund nutzt aufgrund ihrer Aufgabenvielfalt sehr viele unterschiedliche Softwareprodukte. Diese Produkte werden von der Stadtverwaltung im Zentralen Softwareverzeichnis (ZSV) geführt (Präsentation des Dortmunder Systemhauses zum ZSV). Nun war das ZSV am Donnerstag, den 12.05.2016 im Dortmunder Ausschuss für Personal und Organisation (APO) Thema. Die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN hat hierzu einen entsprechenden Tagesordnungspunkt in Form einer Anfrage eingebracht. DIE LINKE&PIRATEN unterstützt damit u.a. die von Do-FOSS mit Schreiben vom 10.04.2016 an Frau Stadträtin Diane Jägers gerichtete Frage Ziel des Zentralen Softwareverzeichnisses verfehlt?.

Die politische Anfrage von DIE LINKE&PIRATEN wurde gemeinsam mit Do-FOSS erarbeitet. Hierfür bedanken wir uns.

Anfrage der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN im Wortlaut

[…]
zum oben genannten TOP bitten wir um die Beantwortung folgender Frage:

  • Wie trägt das Zentrale Softwareverzeichnis (ZSV) zur Optimierung des Haushalts bei und wie wirkt es ungeplanten Beschaffungsaktionen entgegen?
  • Welche Eigenschaften einer Software werden im ZSV erfasst? Insbesondere: Welche Lizenzmerkmale lassen sich anhand des ZSV ablesen bzw. ableiten? Gibt es ggf. andere Datenbanken in denen diese Informationen erfasst werden?
  • In welchem anteiligen Verhältnis werden Freie und proprietäre Software bei der Stadt Dortmund eingesetzt?

Begründung:

Das ZSV geht auf einen Beschluss des APO vom 31.01.2013 zurück. Laut der Begründung des Beschlusses des APO, dient das ZSV dazu, den Haushalt zu optimieren und ungeplanten Beschaffungsaktionen entgegenzuwirken.
Diesen Zielen steht die nicht beschlusskonforme Ausführung entgegen, wie Frau Stadträtin Jägers der Bürgerinitiative Do-FOSS mit Schreiben vom 11.03.2016 mitteilte:

„Das ZSV ist kein Hilfsmittel im Rahmen des Beschaffungsvorgangs einer Software, sondern unterstützt die Produktverantwortlichen in ihrer Dokumentationsverpflichtung für eine betriebssichere und ordnungsgemäße Nutzung der Anwendung.“

Eine Protokollierung der Art der Softwarelizenz bzw. der Softwarenutzungsrechte im ZSV erscheint essentiell, um die erwarteten Kosten für den Betrieb einer Softwarelösung zu beziffern. Aus diesem Grund ist u.a. erwartbar, dass der Freie- sowie der Proprietäre-
Software-Anteil bezogen auf Fach- und Standardanwendungen aus dem ZSV herauszulesen ist, so wie es auch der APO-Beschluss nahelegt.

Die Originalanfrage vom 09.05.2016 kann hier heruntergeladen werden.

Informationsfreiheitsanfrage zum Zentralen Softwareverzeichnis

Um die Softwarebedürfnisse der Dortmunder Stadtverwaltung anhand ihrer eingesetzten Softwareprodukte besser verstehen zu können, hat Do-FOSS ergänzend zur politischen Anfrage gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz NRW eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, mit der eine digitale Kopie des Zentralen Softwareverzeichnisses der Stadt Dortmund erbeten wird. Diese Informationsfreiheitsanfrage ist seit dem 03.05.2016 bei FragDenStaat.de öffentlich einsehbar und muss bis zum 10.06.2016 von der Verwaltung beantwortet sein.

Eine grundsätzliche Auseinandersetzung von Do-FOSS mit Informationsfreiheit findet sich im gleichnamigen Blogbeitrag vom 02.11.2014.

Ausblick

Die Niederschrift der Sitzung wird voraussichtlich in der APO-Sitzung am 09.06.2016 genehmigt werden. Do-FOSS wird den entsprechenden Auszug aus der genehmigten Niederschrift ebenfalls veröffentlichen und sich mit der politischen Diskussion weiter auseinandersetzten. Ebenso mit der Antwort auf die Informationsfreiheitsanfrage.

CC0
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Wednesday, 01 June 2016

Fragen zur Softwarevergabe: erneut unbeantwortet von Frau Stadträtin Diane Jägers

Do-FOSS | 21:00, Wednesday, 01 June 2016

Schreiben von Frau Stadträtin Diane Jägers an Do-FOSS

Do-FOSS Einkaufswagen

Bild: Freie Softwarevergabe

Auf unser Schreiben an Frau Stadträtin Diane Jägers vom 10.04.2016 hat Frau Stadträtin Jägers mit Schreiben vom 09.05.2016 reagiert. Neue Antworten sind leider nicht enthalten. Lediglich Verweise auf zuvor geäußerte Ansichten, die bereits weiteren Diskussionsbedarf erforderlich gemacht hatten. Es kann festgestellt werden, dass die Diskussion von der Verwaltung momentan nur noch in Zirkelbezügen bewegt wird. Überdies schließt Frau Stadträtin Jägers ihr Schreiben mit:

Weitere Einlassungen, welche im Zusammenhang zum Thema „Einsatz von freier Software“
eingebracht werden, führen keine Veränderung der derzeitigen Positionen herbei.

Die Frage, deren Antwort Do-FOSS versucht herauszuarbeiten, ist ja gerade welche Positionen, die Stadt Dortmund zu Freier Software vertritt. So hatte Do-FOSS z.B. gefragt, ob die Softwareausschreibungen der Stadt vergaberechtlich typoffene Ausschreibungen zur Ermöglichung der Koexistenz von Freier und proprietärer Software sind. Zudem wollte Do-FOSS wissen wie die Ausschreibungen im Detail ausgestaltet sind. Die Antwort von Frau Stadträtin Jägers lautete darauf lediglich wiederholt, dass die Ausschreibungen nach gültigem Vergaberecht stattfänden. Nach der Rechtmäßigkeit der Ausschreibungen hatte Do-FOSS an dieser Stelle aber nicht gefragt, sondern nach der konkreten Ausgestaltung der Softwareausschreibungen.
Do-FOSS sieht in dieser Anwendung von Rückbezügen eine Blockadehaltung zur Vermeidung einer inhaltlichen Diskussion. Bislang waren die Aussagen der Stadtverwaltung zudem von verschiedenen Widersprüchen geprägt. Do-FOSS sieht daher weiteren Dialog- und Aufklärungsbedarf.


Bevor wir die Verweigerungshaltung und die Zirkelschlüsse von Frau Stadträtin Jägers im Wortlaut anführen, möchten wir ihr Schreiben in Kontext der Widersprüche setzen, die Do-FOSS jüngst seitens der Stadt Dortmund erlebt hat.

Jüngste Widersprüche der Stadt Dortmund zu ihrem Softwarekonzept

Verweigerungshaltung und Zirkelschlüsse von Frau Stadträtin Diane Jägers im Wortlaut

[…]
auf Ihre Schreiben im Zusammenhang zum Thema „Einsatz von Software“ nehme ich Bezug.

Ihre Schreiben, hier insbesondere „Fragen zur Softwarevergabe: unbeantwortet“, wurden abschließend geprüft und bewertet.

Sie wurden umfassend darüber informiert, dass freie (Open-Source) Software-Produkte in der städtischen IT-Infrastruktur eingesetzt werden. Das Angebot an entsprechender freier Fachsoftware, die in der Stadtverwaltung Dortmund benötigt wird, ist am Markt nicht vollumfänglich verfügbar.

Ebenso wurde Ihnen mitgeteilt, dass die Auswahl eines Software-Produktes im Rahmen eines ordnungsgemäßen Softwareeinführungsprozesses erfolgt. Softwareausschreibungen sind Teil dieses Prozesses und werden nach dem gültigen Vergaberecht durchgeführt.

Die grundsätzliche Aufgabe des Zentralen Softwareverzeichnis (ZSV) wurde Ihnen ebenfalls dargestellt. Mit dem ZSV wird der Einsatz von gleichartigen Software-Produkten vermieden.

Im Rahmen der Beratung des Ausschusses für Personal und Organisation vom 27.11.2015 wurde zudem mit dem Tagesordnungspunkt „Software-Einsatz““ entschieden, den Themenkomplex „Einsatz von freier Software“ im Masterplan „Digitales Dortmund“ aufzugreifen. Den Ergebnissen dieser verwaltungsweiten Beratungen möchte ich nicht vorgreifen.

[…]

Fazit

Im Verlauf der bisherigen Gremiendiskussion zum Softwareeinsatz der Stadt Dortmund und dem folgenden Schriftverkehr mit der Verwaltung hat sich gezeigt, dass die vielschichtigen Aspekte des städtischen Softwareeinsatzes eines anderen Dialogformats bedürfen, als die Stadt bislang anbietet. Auch im Ausschuss für Personal und Organisation wurde angezweifelt, ob der Ausschuss Pro und Kontra des Themas insgesamt fachlich abschließend beurteilen könne. Einen abschließenden komplexitätsbedingten politischen Rückzug hielte Do-FOSS jedoch insofern für bedenklich, als dass die Entscheidungen des Ausschuss richtungsweisend für die Menschen in Dortmund sind.

Aus Sicht von Do-FOSS ist die Stadt Dortmund aufgefordert sich in ihrer digitalen Ausrichtung nicht bürgerfern zu entwickeln und politisch klar darstellbare Verwaltungsentscheidungen herbeizuführen. In diesem Zusammenhang sieht Do-FOSS die Entwicklung behördlicher Ausstiegsszenarien aus ihrem Händlereinschluss weiterhin als notwendig an, um eine kommunale Souveränität über Software – in der Eigenschaft einer prägenden Schlüsseltechnologie unserer Zeit – zu erlangen. Die Ankündigung der Stadt Dortmund den Themenkomplex Einsatz von Freier Software im Masterplan „Digitales Dortmund“ aufzugreifen, sieht Do-FOSS als Chance um die bisherigen Widersprüche der Verwaltung aufzulösen und den uns als Dortmunderinnnen und Dortmundern gemeinsam vorliegenden digitalen Herausforderungen mithilfe eines offenen und bürgerorientierten Dialogs zu begegnen.

Dokumente zum herunterladen

Das Schreiben von Frau Stadträtin Diane Jägers vom 09.05.2016 kann hier, die Erwiderung von Do-FOSS an Frau Stadträtin Jägers vom 02.06.2016 kann hier und die Pressemitteilung von Do-FOSS zum Thema kann hier heruntergeladen werden.

CC0
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Friday, 27 May 2016

Ausschuss für Personal und Organisation – Protokoll der Sitzung vom 27.11.2015

Do-FOSS | 20:56, Friday, 27 May 2016

Diskussion um Softwareausrichtung der Stadt

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

In Anlehnung an Fragen von Do-FOSS ließen sich die Mitglieder des Ausschusses für Personal und Organisation (APO) in ihrer Sitzung vom 27.11.2015 mittels einer Anfrage der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN mündlich Bericht des Dortmunder Systemhauses (dosys.) erstatten. In dem Blogbeitrag Ausschuss für Personal und Organisation beantwortet Fragen zum IT-Arbeitsprogramm 2015 setzte sich Do-FOSS bereits mit einer an Do-FOSS gerichteten Antwort des APO-Vorsitzenden, Herrn Norbert Schilff, auseinander. Später arbeitete Do-FOSS heraus, dass sich die Antworten an den APO und an Do-FOSS als Bürgerinitiative grundlegend unterscheiden und insbesondere die Frage nach der Herstellerabhängigkeit der Stadt Dortmund Do-FOSS mit Ja und den APO-Mitgliedern mit Nein beantwortet wurde.

Dieser Blogbeitrag setzt sich nun noch ein mal vollständig mit dem Protokoll der APO-Sitzung vom 27.11.2015 auseinander – welches erst Anfang April veröffentlicht wurde – und stellt weitere Widersprüche fest. Im Rahmen der Beratung des APO vom 27.11.2015 wurde mit dem Tagesordnungspunkt „Software-Einsatz“ entschieden, den Themenkomplex Einsatz von Freier Software im Masterplan Digitales Dortmund aufzugreifen.

Kommentierter Protokollauszug der APO-Sitzung vom 27.11.2015

zu TOP 4.1.1
25. Software-Einsatz
Vorschlag zur TO (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN)
(Drucksache Nr.: 03083-15)

  • Stellungnahme zum TOP (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN) (Drucksache Nr.: 03083-15-E2)

Folgender Vorschlag zur Tagesordnung der Fraktion Die Linke & Piraten vom 09.11.2015 (Drucksache Nr.: 03083-15) liegt dem Ausschuss für Personal und Organisation vor:

„… wir bitten um die Berücksichtigung des o.g. TOP und die Beantwortung folgender Fragen:

  • Gibt es eine Möglichkeit für herstellerneutralen und plattformübergreifenden Dokumentenaustausch in veränderbaren Formaten für Personen, die keine Arbeitsgeräte der Stadt Dortmund gestellt bekommen?
  • Kann die Verwaltung einen Dokumentenaustausch im Freien OpenDocument-Format (ODF) anbieten?
  • Ist es möglich, die Unterlagen zur Vorlage zu erhalten, welche zu der Einschätzung geführt haben, dass SAP und diverse Fachanwendungen außschließlich mit Microsoft Office gekoppelt werden können?
  • Ist es möglich, die benannte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (WiBe 21) zur Vorlage zu erhalten?“

Zudem hat der Ausschuss nachfolgende Stellungnahme zum Tagesordnungspunkt der Fraktion Die Linke & Piraten vom 18.11.2015 (Drucksache Nr.: 03083-15-E2) erhalten:

„… zum oben genannten TOP bitten wir ergänzend um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche (Sicherheits-) Risiken sind für die Stadt Dortmund in der Zeit seit April 2014 bis heute durch den Einsatz der nicht mehr gewarteten Software Microsoft Office 2003 entstanden und welche werden bis zum voraussichtlichen Projektende der vollständigen Migration von Microsoft Office 2003 nach Microsoft Office 2013 am 31.12.2015 weiterhin bestehen?
  • Wie hätte es sich auf den Betrieb der Stadtverwaltung ausgewirkt, wenn die Parallelinstallation von Microsoft Office 2003 und Microsoft Office 2013 nicht realisiert worden wäre?
  • Welchen Einfluss hat die Stadt Dortmund auf die Gestaltung der Schnittstellen zur Anwendungskopplung der von ihr eingesetzten Programme?
  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von der Firma Microsoft dauerhaft abhängig?
  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von Firmen abhängig, deren Produkte auf die Anwendungskopplung mit den Büroanwendungen des Officepakets der Firma Microsoft angewiesen sind?“

Herr Bartel [Fachbereichsleiter des dosys. – Anm. d. Verf.] beantwortet mündlich die Fragen der Fraktion Die Linke & Piraten vom 09.11.2015 wie folgt:

  • Gibt es eine Möglichkeit für herstellerneutralen und plattformübergreifenden Dokumentenaustausch in veränderbaren Formaten für Personen, die keine Arbeitsgeräte der Stadt Dortmund gestellt bekommen?
Es gibt 2 Möglichkeiten:

  • PDF-Format (dies eignet sich nur begrenzt zur Weiterverarbeitung)
  • Strict Open XML-Dokument (XML: Extensible Markup Language) – dieses Format ist nach ISO und ECMA zertifiziert –

Beide Möglichkeiten werden unter MS-Office 2013 unterstützt.

Do-FOSS verweist an dieser Stelle auf den Blogbeitrag Antwort der Stadt Dortmund zu Bezirksvertretungsanfragen nach Offenen Standards in dem Do-FOSS erläutert, warum das OOXML-Format den Anforderungen an ein offenes Dokumentenaustauschformat nicht entspricht. Interessant ist, dass das dosys. gegenüber den APO-Mitgliedern nicht mehr allgemein von dem DOCX-Format spricht, sondern von dem Strict Open XML-Dokument-Format, was eine Begriffsschärfung innerhalb der Verwaltung vermuten lässt.

  • Kann die Verwaltung einen Dokumentenaustausch im Freien OpenDocument-Format (ODF) anbieten?
Die Verwaltung kann das ODT-Format (auch RTF-Format) unter MS-Office 2013 anbieten.

Do-FOSS freut, dass die Stadt Dortmund ihren Dokumentenaustausch in einem Offenen Format ermöglicht. Diese neue Leistung der Verwaltung, geht auf die Arbeit des Großteils der Dortmunder Bezirksvertretungen zurück, über deren Engagement Do-FOSS zuletzt im Blogbeitrag Erfolg der Bezirksvertretungen: Offenes Format für den Dokumentenaustausch berichtet hat.
Verwunderlich ist allerdings, dass das dosys. in seiner Antwort ebenfalls das proprietäre RTF-Format scheinbar gleichrangig neben das ODT-Format stellt. Zwar ist das RTF-Format technisch niederschwellig zu implementieren, aber es stellt kein Offenes Format dar, nach dem hier gefragt wurde. Das Begriffsverständnis der Verwaltung eines Offenen Formats erscheint an dieser Stelle leider unscharf.

  • Ist es möglich, die Unterlagen zur Vorlage zu erhalten, welche zu der Einschätzung geführt haben, dass SAP und diverse Fachanwendungen ausschließlich mit Microsoft Office gekoppelt werden können?
Auf die damalige Ratsvorlage v. 15.05.14, „Einsatzentscheidung Ablösung Office 2003“, Drucksache Nr.: 12002-14, wird verwiesen.
  • Ist es möglich, die benannte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (WiBe 21) zur Vorlage zu erhalten?
Siehe Frage 3):
Verweis auf die Anlage „Wirtschaftlichkeitsberechnung / WiBe 21“ durch Ratsvorlage.

Die damalige Ratsvorlage vom 15.05.2014, „Einsatzentscheidung Ablösung Office 2003“ und die dazugehörige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind, wie Recherchen in den Sitzungsunterlagen der politischen Gremien gezeigt haben, nichtöffentliche Verwaltungsdokumente. Do-FOSS bedauert diese Erschwerung des öffentlichen Diskurses über die, von der Verwaltung alltäglich verwendeten, Softwareprodukte und die intransparente Verwendung von kommunalen Steuergeldern. Insbesondere ist bedenklich, dass die Bezirksvertretungen dieselbe Antwort erhalten haben, obwohl die Bezirksvertreterinnen und -vertreter keinen Zugriff auf diese Verwaltungsdokumente haben.

Die Fragen der Fraktion Die Linke & Piraten vom 18.11.2015 werden wie folgt mündlich beantwortet:

  • Welche (Sicherheits-) Risiken sind für die Stadt Dortmund in der Zeit seit April 2014 bis heute durch den Einsatz der nicht mehr gewarteten Software Microsoft Office 2003 entstanden und welche werden bis zum voraussichtlichen Projektende der vollständigen Migration von Microsoft Office 2003 nach Microsoft 2013 am 31.12.2015 weiterhin bestehen?
Das Produkt Office 2003 wird seit April 2014 nicht mehr durch Microsoft unterstützt. Das bedeutet, dass die Fa. Microsoft keine Sicherheitslücken mehr bekannt gibt.
Im übertragenen Sinne gilt diese Aussage für alle Softwareprodukte/Anwendungen (auch OpenSource-Anwendungen).
Risiken: Durch fehlende Softwareupdates besteht kein Virenschutz und z.B. die Gefahr der „Fremdübernahme der PC-Steuerung“.
In der städtischen IT-Infrastruktur ist seit 04/2014 kein derartiger Sicherheitsvorfall aufgetreten.

Für einen sicheren Betrieb der kommunalen Softwarelandschaft ist ein Zusammenspiel zwischen der Stadt und entsprechenden Supportanbietern – d.h. Dienstleistern, welche Sicherheitslücken identifizieren und schließen – erforderlich. Wie Do-FOSS bereits in der Dikussion um Herstellerabhängigkeit mit Schreiben an den APO herausgestellt hat, sind die Supportleistungen bei proprietären Softwareprodukten an den jeweiligen Hersteller gebunden. Zwar werden im Unternehmenseinsatz auch für Open Source / Freie Software Supportleistungen benötigt, jedoch sind diese nicht an den Hersteller gebunden. Freie Software kann herstellerunabhängig gewartet werden und zwar ohne dass ein allgemeines Enddatum des Supportzeitraums durch einen einzelnen Hersteller festgelegt werden kann. Insofern gilt die übertragene Aussage des dosys. nicht, dass Supportleistungen für proprietäre und für Open Source / Freie Software denselben Rahmenbedingungen unterliegen.

  • Wie hätte es sich auf den Betrieb der Stadtverwaltung ausgewirkt, wenn die Parallelinstallation von Microsoft 2003 und Microsoft 2013 nicht realisiert worden wäre?
Die Parallelinstallation war Bestandteil des Entscheidungsprozesses und im Rahmen der Mitbestimmung eine zentrale Forderung des Personalrats.
  • Welchen Einfluss hat die Stadt Dortmund auf die Gestaltung der Schnittstellen zur Anwendungskopplung der von ihr eingesetzten Programme?
Die Stadt Dortmund hat keinen Einfluss auf die Schnittstellen der Anwendungen. Die Sicht auf die umfangreich im Einsatz befindlichen speziellen Fachanwendungen (z.B. Einwohnermelde- oder Ordnungswidrigkeits-Anwendung) zeigt, dass der Einfluss auf die Schnittstellen nicht gegeben ist.

Die Antwort des dosys. an den APO unterscheidet sich erneut von der Antwort des dosys. an Do-FOSS. Mit Schreiben vom 16.09.2015 wurde Do-FOSS vom dosys. geantwortet:

Der Einfluss ist sehr gering über

  • die Ebene der interkommunalen IT-Dienstleister
  • ein Bewertungskriterium im Vergabeverfahren
  • die Arbeitskreise der Hersteller

Diese Antwort erschien Do-FOSS zunächst nachvollziehbar und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Die Einschlätzung, dass diese Einflussmöglichkeiten nur sehr gering seien teilt Do-FOSS jedoch nicht und hält eine weitergehende Diskussion der Einflussmöglichkeiten für angebracht. Das dem APO diese Einflußmöglichkeiten zur Gestaltung von Schnittstellen vorenthalten wurden, befremdet Do-FOSS.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich das dosys. dem APO gegenüber strategisch unkooperativ verhält. Es scheint, dass trotz der Rechenschaftspflicht des dosys. gegenüber dem APO, politische Entscheidungsspielräume bewusst verschwiegen werden, um das eigene Verwaltungshandeln politischen Beschlüssen zu entziehen.

  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von der Fa. Microsoft dauerhaft abhängig?
Die städtische IT-Infrastruktur ist dauerhaft nicht [Hervorhebung im Original – Anm. d. Verf.] von der Fa. Microsoft abhängig.
Im Bereich der Office-Anwendungen hat es in der Vergangenheit viele Produktwechsel gegeben (z.B. PC-Text, AmiiPro). Der nächste Produktwechsel im Bereich der Office-Anwendungen ist geplant für das Jahr 2023 (Vorlauf für Entscheidungsvorbereitung erforderlich).
Geht die Fa. Microsoft in Insolvenz, wird ein anderer Softwareanbieter diesen Marktstandard besetzen.
  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von Firmen abhängig, deren Produkte auf die Anwendungskopplung mit den Büroanwendungen des Officepakets der Fa. Microsoft angewiesen sind?
Die städtische IT-Infrastruktur ist gegenwärtig nicht von Firmen abhängig, Beispiel:
Einwohnermelde-Anwendung ok.Ewo (Softwareanbieter AKDB).
Folgende Alternativen sind am Markt: 1. Meso, 2. Lösung der Landeszentrale Baden-Württemberg. Derzeitig soll nicht gewechselt werden.

Do-FOSS wurde im Gegensatz zum APO eine vielseitige Herstellerabhängigkeit bestätigt. Da dieser eklatante Widerspruch für die Diskussion um die städtische Herstellerabhängigkeit zentral ist, hat Do-FOSS zur Aufklärung dieses Widerspruchs bereits den Blogbeitrag Protokoll belegt widersprüchliche Antworten an Do-FOSS und die Mitglieder des APO verfasst.

Herr sB Gurowietz (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) spricht den Einsatz von Open Source-Software und das am 27.08.2015 im Zusammenhang mit Ausschussreisen avisierte Expertengespräch an. Im Rahmen dessen könnten Pro und Kontra der Position deutlich werden.

Frau StR’in Jägers gibt an, dass in der Stadtverwaltung derzeitig an einer Reihe von Masterplänen gearbeitet werde, u. a. an einem Masterplan „Digitale Stadt“. In 2016 werde dieser vorgestellt werden. Im Moment werde erarbeitet, was Inhalt eines derartigen Masterplanes sein könne und wo seine Grenzen liegen. Zunächst finden interne Arbeitsworkshops statt. Das Thema müsse zwingend eingegrenzt werden, um es in den Griff zu bekommen. Im Rahmen dieses Masterplans werde auch das Thema Open-Source-Software eine Rolle spielen und es werde überlegt, mit welchem Format man sich dem Thema nähern könnte. Hier könnten andere Städte beteiligt werden, die bereits Erfahrungen gesammelt haben. Auch könnten IT-Häuser von außerhalb der Stadtverwaltung Dortmund herangezogen werden, Bürger(-innen)beteiligung und die Beteiligung der Wirtschaft sind weitere Themen.
Wenn eine Grobgliederung vorhanden ist, komme die Verwaltung mit einer Vorlage in die Politik. Es sei das Mandat des Rates notwendig, damit sich die Verwaltung mit der Thematik auseinandersetzen könne.
Der Masterplan könne einen Rahmen für ganz unterschiedliche Projekte bieten, die sich aus dem Masterplan weiterentwickeln. Es wird gemeinsam mit der Politik zu entscheiden sein, wie mit einem Thema umgegangen wird, z. B. ob es aus dem Masterplan ausgekoppelt oder ein eigenes Projekt wird.
Die Planungen finden im Frühjahr nächsten Jahres statt. Es bleibt zunächst die Genehmigung des Haushaltes 2016 abzuwarten. Dann wird zu entscheiden sein, mit welchem Aufwand ein solcher Masterplan erstellt werde, wie er finanziert werde etc.. Das Thema sei keinesfalls in Vergessenheit geraten.

Do-FOSS begrüßt die Überlegungen der Verwaltung den Masterplan Digitales Dortmund mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern gemeinsam auszuarbeiten. Da der Haushalt 2016 inzwischen am 27.04.2016 genehmigt wurde, sieht Do-FOSS der weiteren Entwicklung und der Ankündigung zur Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung gespannt entgegen. In dem Blogbeitrag APO greift Freie Software im Masterplan Digitales Dortmund auf berichtete Do-FOSS bereits, dass die Befassung mit Freier Software im Masterplan Digitales Dortmund inzwischen zugesagt wurde.

Herr Rm Tölch (SPD-Fraktion) könne nachvollziehen, dass man mit Markt beherrschenden Unternehmen Probleme habe und kritisch damit umgehe, was die Kosten betrifft, beispielhaft nennt er Microsoft. Microsoft hätte die erfolgreichste Vermarktungsstrategie gehabt und sich dadurch durchgesetzt. Auf die heutige Situation bezogen, wisse er nicht, ob der Ausschuss bei einer Anhörung von Pro und Kontra das Thema insgesamt fachlich abschließend beurteilen könne. Herr Rm Tölch stellt fest, dass das von Frau StR’in Jägers beschriebene Vorgehen zielführend sei und die Stadtverwaltung sich mit dem Thema auseinandersetzen müsse. Das beste Produkt müsse ausgesucht werden. Es entstehe ein großer Aufwand, wenn ein Produkt verändert werde. Dass keine Risiken eingegangen werden sollen, könne er verstehen. Mit einem neuen Produkt hängen danach wiederum Schulungsaufwände zusammen.
Herr Rm Tölch hält abschließend fest, dass er ein Expertenhearing nicht für sinnvoll erachte.

Do-FOSS begrüßt die Auffassung innerhalb der SPD-Fraktion, dass marktbeherrschende Stellungen negative Auswirkungen auf Kostenstrukturen der Stadt haben können. Auch die Komplexität der Fragestellungen um Software kann Do-FOSS nachvollziehen. Do-FOSS ist jedoch davon überzeugt, dass die Politik auf diesem Gebiet ihre Gestaltungsspielräume nutzen sollte. Da sich die Vermarktungsstrategien in der proprietären Softwarewelt eben nicht nur auf ein gutes Marketing beschränken, sondern technische Hürden gezielt eingesetzt werden, um weitere Marktteilnehmer zu verdrängen. Es ist eine Frage für die Politik, wie z.B. ein vergaberechtlicher Rahmen beschaffen sein könnte, in dem sich das für die Verwaltung beste Produkt durchsetzen kann.

Fazit

Do-FOSS ist durch die unterschiedlichen Darstellungen des dosys. an die Mitglieder des APO und an Do-FOSS irritiert. Wird dieser Umgang eines Fachamtes mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Dortmund befürwortet? Um dieser Frage nachzugehen, übersendet Do-FOSS diesen Blogbeitrag an die Geschäftsführung des APO mit der Bitte um Weiterleitung und hofft auf eine Klärung des Verwaltungsverständnisses.

CC0
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Thursday, 19 May 2016

Veranstaltungen Österreich 2016

gegenstrom. - Planet FSFE | 06:47, Thursday, 19 May 2016

Hier geht es zur aktuellen und gepflegten Übersicht für 2016

Hallo Planet!

Hier gibt es einen Überblick der kommenden Veranstaltungen, auf denen das österreichische Fellowship mit Informationsständen und mehr vertreten ist.

Wenn du wissen möchtest wie du heute, oder in Zukunft die jeweiligen Teams an den Infoständen unterstützen kannst, schreib mir doch eine kurze E-Mail – ich melde mich umgehend bei dir.

Wie immer freuen wir uns riesig auf Besuche aus dem Fellowship an unseren Ständen!

Kommende Veranstaltungen

Linuxwochen Linz – 11.-12. Juni

Linuxwochen Linz 2016 Wie schon die letzten zwei Jahre sind auch die diesjährigen “Linuxwochen” Linz ein zweitägiges Event rund um das thema “Freiheit in der Informationstechnologie”. Zu erwarten sind spannende Vorträge am Samstag den 11. Juni im Wissensturm (gleich beim Linzer Bahnhof, sehr gut zu erreichen für Besucher von außerhalb Linz).
Und 2-3 Workshops am Sonntag den 12. Juni im Hackerspace /dev/lol.

Socializing Sunday 2016 in Wien – 31. Juli

Fellowship of FSFE Der Socializing Sunday soll Gelegenheit bieten sich auch einmal außerhalb der gewohnten Arbeitstreffen oder den Standbetreuungen kennen zu lernen. So gibt es keine Agenda, keine Ziele die zu erreichen wären und natürlich keine Formalitäten!

Jeder ist eingeladen, der sich der FSFE und/oder den Fellowships verbunden fühlt. Ganz besonders würden wir uns auch über die Familien und Freunde der Fellows freuen. Der Socializing Sunday findet dieses Jahr am 31.07.2016 in Wien statt (der genaue Ort wird vorher noch angekündigt).

FSFE Summit 2016 in Berlin – 02.-04. September

FSFE Summit 2016 Wir feiern dieses Jahr 15 Jahre Existenz und wir widmen unser Treffen Euch, unserer Gemeinschaft in ganz Europa. Ihr seid diejenigen die uns stark gemacht haben. Der Summit wird kostenlos sein und partizipativ, um Freie Software Enthusiasten aus ganz Europa zu ermöglichen ihr Können und Wissen über Freie Software zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern – gemeinsam.

Der Summit wird ganztags am Wochenende des 3. und 4. September stattfinden. Ein Tag zuvor, am Freitag, veranstaltet die FSFE außerdem einen ganzen Tag über “Running successful business with Free Software”.

WearFair in Linz – 23. – 25. September

WearFair 2016 Von 23. – 25. September 2016 wird die WearFair & mehr, Österreichs größte Messe für einen nachhaltigen Lebensstil, in der Tabakfabrik Linz über die Bühne gehen. Bereits zum neunten Mal präsentieren mehr als 150 AusstellerInnen aus ganz Europa eine bunte Vielfalt an öko-fairen Alternativen und beweisen aufs Neue, wie modisch, genussvoll und innovativ Nachhaltigkeit sein kann.

Linuxday Dornbirn – ~November

Linuxday Dornbirn 2016 Der LinuxDay in Vorarlberg ist im 4 Ländereck von Deutschland, Schweiz, Liechtenstein und Österreich mit bis zu 500 Besuchern die größte Veranstaltung zu Linux und Freier Software und wird von der Linux User Group Vorarlberg in Zusammenarbeit mit der HTL Dornbirn organisiert.

Abgeschlossene Veranstaltungen

Linuxwochen Wien – 28.-30. April

Linuxwochen Wien Die Linuxwochen Wien finden vom 28.-30. April 2016 am FH Technikum Wien statt. Wie schon in den letzten 16 Jahren gehen die Linuxwochen Wien weit über Linux hinaus und repräsentieren den Open Source Gedanken in all seinen Facetten. Die Themenvielfalt reicht dabei von Open Source Saatgut bis zum passenden Open Hardware Rasenmäher-Roboter, oder von Open Source Mikrochip-Design bis zum 3D Druck für das Gehäuse.

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Grazer Linuxtage – 29.-30. April

Grazer Linuxtage 2016 Interessierte sind auch heuer wieder eingeladen, sich auf den Grazer Linuxtagen rund um freie Software zu informieren. Die Non-Profit-Veranstaltung findet zweitägig, am 29.–30. April 2016, bei freiem Eintritt an der FH Joanneum Graz statt. Freitag nachmittags finden die Workshops statt, am Samstag können alle, die freie Software anwenden, administrieren oder entwickeln, ihren Wissensdurst bei mehreren parallelen Vortragsreihen und Infoständen stillen.

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Veganmania in Wien – 25.-28. Mai

Veganmania Wien 2016 Das viertägige vegane Sommerfestival Veganmania Wien findet dieses Jahr bereits zum 19. Mal statt! Vom 25. bis 28. Mai feiern wieder täglich 12.000 Gäste direkt vor dem MuseumsQuartier das größte vegane Sommerfest Europas!

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Fair Planet in Linz – 04. Juni

Fair Planet 2016 Das Motto von Fair Planet ist „Ein Fest verändert“ – wir vernetzen Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz gemeinsam in einem Sommerfest. Heuer findet es am Samstag, 4.Juni 2016 im Linzer Volksgarten statt und lädt zahlreiche Organisationen und Betriebe ein, die für eine faire Welt einstehen.

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Tuesday, 10 May 2016

Freie Software im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg

Deutsch – Björn Schießle's Weblog | 19:30, Tuesday, 10 May 2016

Landeswappen Baden-Württemberg

Am 13. März wurde in Baden-Württemberg der neue Landtag gewählt. Die nächsten 5 Jahre werden politisch von einer Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und der CDU gestaltet. Am letzten Wochenende wurde hierfür der Koalitionsvertrag von beiden Parteien bestätigt. Ich nahm diese Gelegenheit zum Anlass, um mir den Koalitionsvertrag genauer anzusehen, insbesondere mit Blick auf Freie Software. Dabei wurde ich an mehreren Stellen fündig.

So heißt es im Abschnitt “Chance zur Entbürokratisierung”:

Wir werden die E-Government-Richtlinien und das Beschaffungswesen des Landes bei der IT-Beschaffung in Richtung Open Source weiterentwickeln.

Dies ist sehr zu begrüßen. Unter anderem fordern Organisationen wie die Free Software Foundation Europe (FSFE) oder die Open Source Business Alliance (OSBA) schon seit längerem, dass durch die Öffentlichkeit finanzierte Software unter einer Freie-Software-Lizenz veröffentlicht werden soll und dass bei Ausschreibungen Freie Software stärker beachtet wird. Gerade in diesem Jahr möchten beide Organisationen hierzu auch verstärkt aktiv werden.

Weiter heißt es im selben Abschnitt:

Auch die Bereitstellung freier Software und offener Bildungsressourcen (OER) durch das Landesmedienzentrum begrüßen und unterstützen wir.

Gerade Schulen, in denen die nächste Generation mit Software und Bildungsressourcen zum ersten Mal systematisch in Kontakt kommt, ist es von großer Bedeutung, dass von Anfang an ein Verständnis dafür entwickelt wird, wie man im Informationszeitalter nachhaltig Wissen und Information erarbeitet und veröffentlicht. Wie könnte dies besser geschehen als durch den praktischen Einsatz von Freier Software und freien Lerninhalten?

Im Abschnitt “Allianz Wirtschaft 4.0 für die Digitalisierung im Mittelstand” ist sogar ein ganzer Abschnitt Freier Software gewidmet. So heißt es dort:

Kleine und mittlere IT-Unternehmen im Land sind besonders aktiv in der Entwicklung von freier, quelloffener Software (Open Source) und in den damit verbundenen Dienstleistungen. Open Source bietet ebenso wie freie Standards und offene Formate große Chancen für ein herstellerunabhängiges Software-Ökosystem. Diese Ansätze wollen wir unterstützen.

Hier wird zurecht der Vorteil Freier Software zur Stärkung des Standorts gewürdigt. Freie Software ermöglicht es, lokale Unternehmen zu fördern und sowohl Wissen als auch Wirtschaftsleistung im Land zu halten. Darüber hinaus wird auf die Wichtigkeit eines herstellerunabhängigen Software-Ökosystems hingewiesen. Man darf gespannt sein, wie die konkrete Unterstützung und Förderung in den nächsten Jahren aussehen wird.

Der Abschnitt “DIGITAL@BW: Schulen mit Digitalisierung und Medienkompetenz” wird noch einmal ausführlicher auf die Rolle von Freier Software und Open Education Resources (OER) eingegangen:

Wir werden die pädagogisch begleitete Nutzung von E-Learning-Programmen im Unterricht vorantreiben und ihr Potenzial hin zu einer genau auf den einzelnen Schüler abgestimmten individuellen Förderung erschließen. Digitale Medien sind fächerübergreifend ebenso wie im Fachunterricht hilfreich. Entscheidend ist weniger die Technik als vielmehr das pädagogische Konzept. Wir setzen uns dafür ein, dass an den Schulen verstärkt freie Lern- und Lehrmaterialien (Open Educational Resources und Freie Software) genutzt werden können.

Gerade bei der fortschreitenden Digitalisierung der Schulen besteht die Gefahr, dass mit dem Einsatz von proprietärer Software frühzeitig Produktschulung betrieben wird, anstelle dass Konzepte gelehrt werden. Des Weiteren kann es schnell passieren, dass der Unterricht mehr oder weniger direkt zur Werbung für einzelne Unternehmen und Produkte genutzt wird. Auch darf der Lock-In Effekt nicht unterschätzt werden. Haben Schüler über viele Jahre hinweg gelernt, mit einer bestimmten Software zu arbeiten und viele Dokumente in proprietären Formaten erstellt, wird ein späterer Wechsel viel schwieriger. Dieses Risiko kann gemindert werden, indem die Schulen darauf achten, dass Dokumente in offen standardisierten Formaten erstellt und bereitgestellt werden.

Es ist zu begrüßen, wenn durch den Einsatz von Freier Software und Offenen Standards eine Bindung an einzelne Programme oder Unternehmen verhindert oder zumindest reduziert wird. Dies gelingt natürlich nur, wenn der Unterricht auch entsprechend aufgebaut ist. Die Wahl von freien Werkzeugen und offen Bildungsressourcen sorgen aber schon einmal für gute Grundvoraussetzungen.

Die Bekundungen zu Freier Software, Offenen Standards und offenen Bildungsressourcen hören sich durchweg positiv an. Wie man aus vergangenen Koalitionsverträgen weiß, bedeutet das aber nicht immer, dass auch alles entsprechend umgesetzt wird. Von daher bleibt es spannend zu beobachten was in den nächsten fünf Jahren in Baden-Württemberg im Bezug auf Freie Software passiert. Ich werde es mit großem Interesse verfolgen und freue mich, wenn ich im Laufe dieser Zeit über konkrete Umsetzungen berichten kann.

Friday, 06 May 2016

Veranstaltung “Linux im Alltag” im Rahmen des Linux-Presentation-Day am 30.4.2016 in Mülheim an der Ruhr

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 09:17, Friday, 06 May 2016

Veranstaltung “Linux im Alltag” im Rahmen des Linux-Presentation-Day am 30.4.2016 in der Volkshochschule in Mülheim an der Ruhr

Auch diese Aktion – wir haben sie “Linux im Alltag” genannt, da manche Besucherinnen und Besucher des Englischen nicht mächtig sind, war wieder recht gut besucht. Mit 32 Besuchern wohl weniger als in 2015, die Gespräche waren jedoch ähnlich interessant.

Fünf der Besucher werden beim nächsten Repair Café sein, um ihren Laptop auf Linux umarbeiten zu lassen.

Der Eingangsvortrag zu Ökobilanz von Rechnern und zur Klärung der Frage, was denn Freie Software sei und wie sich Betriebssystem zu Anwendungen verhält, legte eine gute Basis für weitere Gespräche.

Die Demonstration einer Installation weckte bei mehreren den Wunsch, in Zukunft mit Linux zu arbeiten.

Ein Fragebogen (natürlich ohne Erhebung der persönlichen Daten) bot die Möglichkeit, einiges zu erfahren. Die Auswertung findet sich hinter diesem Link: Evaluation: http://netzwerk-bildung.net/kurse-termine/EvaLiA-ergebnis.pdf

Projekt “nachhaltige Nutzung auch älterer Laptops mit Linux und Freier Software” erhält den RWE-Nachhaltigkeitspreis

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 08:00, Friday, 06 May 2016

Am 4.5.2016 ist dem Projekt “nachhaltige Nutzung auch älterer Laptops mit Linux und Freier Software” in Mülheim an der Ruhr der RWE-Nachhaltigkeitspreis zugesprochen worden.

In dem Projekt, das ganz wesentlich unserem Fellow Wolf-Dieter Zimmermann zu verdanken ist, werden Rechner von einem Datenstaubsauger” befreit, danach werden die Leute mit Informationen dabei unterstützt (im Repair Café, im Styrumer Treff und bei Linuxumrüstungen), wie sie ihren Rechner ein kleines bisschen sicherer und vor allem mit hervorragender Freier Software betreiben können.

Es ist zu hoffen, daß sich noch bei manchen die Einsicht durchsetzt, dass wir von Ressourcen zehren, die wir von den nächsten Generationen nehmen.

Weitere Informationen gibt es auf

netzwerk-bildung

Wednesday, 04 May 2016

Linuxwochen Wien & Grazer Linuxtage 2016

gegenstrom. - Planet FSFE | 12:52, Wednesday, 04 May 2016

Hallo Planet!

Vorbei sind sie nun, die Linuxwochen in Wien und die Grazer Linuxtage. Spannend, vielfältig und gut organisiert, boten sie allen Interessierten eine Plattform für den Austausch und spannende Kontakte. Eine breite Palette an Vorträgen und Workshops stand zur Auswahl.

Natürlich war das österreichische Fellowship auch dieses Jahr mit einem Team aus 10 Fellows präsent. Unermüdlich wurden informative Gespräche geführt, hunderte Flyer und Aufkleber verteilt, sowie der komplette Bestand an T-Shirts (40 Stück) verkauft.

Die neuen No-Cloud T-Shirts entpuppten sich als wahre Standmagneten und schafften es sogar in die Futurezone – Chapeau an den oder die geistige/n Schöpfer/in!

FSFE Infostand in Graz
Der FSFE-Stand in Graz

Mehr Impressionen (v.a. von der MiniDebConf) gibt es zum Beispiel bei Horst Jens.

An dieser Stelle möchte ich noch auf zwei Vorträge aus dem österreichischen Fellowship von Simon zum Thema Understanding Copyleft und Franz Historie zum Thema Trigger Rally (Folien) hinweisen.

Understandung Copyleft
Simon beim Vortrag “Understanding Copyleft”

Vielen Dank an alle Helfer, den Infostand-Teams und die Vortragenden!

Die nächsten Stationen

Wednesday, 20 April 2016

Neues GNU/Linux-Unterstüzungsangebot in Mülheim an der Ruhr Styrum

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 07:57, Wednesday, 20 April 2016

Vom kommenden Samstag an wird es ein neues Unterstützungsangebot für Leute, die auf ein Freies Betriebssystem umsteigen wollen oder dabei Unterstützung bei der Einarbeitung oder der Lösung von Problemen haben wollen, geben. Das Angebot erfogt an jedem vierten Samstag im Monat in der Katholischen Arbeiter Bildung (KAB) im “Styrumer Treff” (Rosenkamp 3 in Styrum) von 10.00 bis 12.30 Uhr.

Sunday, 17 April 2016

FSFE Stand auf der FairPlanet 2016

Hacking Linz » FSFE | 13:22, Sunday, 17 April 2016

Update: wegen Schlechtwetter am ursprünglichen Termin wurde die FairPlanet auf den 4. Juni 2016 verschoben!

Am Samstag, dem 14. Mai 2016 findet im Linzer Volksgarten die FairPlanet statt und wir sind dabei!

Unter dem Motte „Ein Fest verändert“ soll dieses Sommerfest Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz zusammenbringen und zeigen, dass die Begriffe „vegan“, „öko“, „fair gehandelt“ und „regional” nichts mit Genussfeindlichkeit zu tun haben.

FairPlanet Logo

Wenn Du uns am Stand besuchen und mit uns über Freie Software und eine Freie Gesellschaft quatschen möchtest, dann schau doch vorbei!

Friday, 15 April 2016

Blog-Streik

stehmann's blog | 20:35, Friday, 15 April 2016

Es wird ernsthaft erwogen, die FSFE-Blogs abzuschaffen

Solange diese Gefahr im Raum steht, wird es an dieser Stelle keine weiteren Berichte mehr geben.

Ich arbeite doch nicht für den Papierkorb!

Ich bitte daher um Verständnis für meinen Blogstreik.

Sollte eine andere als die angekündigte Entscheidung fallen, werde ich dies an dieser Stelle sofort berichten.

Meinen Lesern danke ich für ihre Aufmerksamkeit.

Sunday, 10 April 2016

Stadträtin Diane Jägers – Fragen zur Softwarevergabe: unbeantwortet

Do-FOSS | 21:14, Sunday, 10 April 2016

Antwort von Frau Stadträtin Diane Jägers an Do-FOSS

Do-FOSS Einkaufswagen

Bild: Freie Softwarevergabe

Ein Schreiben von Frau Stadträtin Jägers an den Ausschuss für Personal und Organisation (APO) aus Januar 2016, hatte folgende Fragen für Do-FOSS offen gelassen, die Do-FOSS Frau Stadträtin Jägers mit Schreiben vom 01.03.2016 zukommen lies:

  • Führt die Stadt Dortmund ihre Softwarevergaben wettbewerbs- und produktneutral durch? Sind die Ausschreibungen vergaberechtlich typoffene Ausschreibungen zur Ermöglichung der Koexistenz von Freier und proprietärer Software?
  • Kann das Verhältnis des Mischeinsatzes von Freier und geschlossener Software anhand des kürzlich fertiggestellten zentralen Softwareverzeichnisses (vgl. IT-Arbeitsprogramm 2016) benannt werden?

Auf diese Fragen hat Frau Stadträtin Jägers mit Schreiben vom 11.03.2016 reagiert. Hierfür bedankt sich Do-FOSS. Allerdings lässt das Antwortschreiben in Bezug auf den Vergabe- und Beschaffungsvorgang der Stadt Dortmund von Software grundlegende Fragen unbeantwortet.

Des Weiteren offenbart die Antwort eine Umsetzung des Zentralen Softwareverzeichnisses durch die Stadt Dortmund, welche Do-FOSS fragen lässt, ob der Beschluss des APO zum Einrichten dieses Verzeichnisses wie vorgesehen erfolgt ist.

Daher greift Do-FOSS diese Punkte erneut auf.

Schreiben von Frau Stadträtin Diane Jäges im Wortlaut

[…]
auf Ihr Schreiben vom 01.03.2016, bezüglich der offenen Fragen auf unser Antwortschreiben im Ausschuss für Personal und Organisation vom 04.02.2016, nehme ich Bezug.

Softwareausschreibungen

Gemäß § 7 Abs. 4 der Vergabe und Vertragsordnung für Leistungen Teil A (VOL/A) bzw. § 8 Abs. 7 der Bestimmungen für die Vergabe von Leistungen im Anwendungsbereich der Richtlinie 2004/18/EG (EG VOL/A) gilt der Grundsatz der produktneutralen Ausschreibung. Demnach darf ein Auftraggeber nicht die technischen Spezifikationen und die Beschreibung auf ein bestimmtes Produkt oder auf eine bestimmte Marke verengen.

Dies ist nur ausnahmsweise mit dem Zusatz „oder gleichwertiger Art“ möglich, wenn eine hinreichend genaue Beschreibung durch verkehrsübliche Bezeichnungen nicht möglich ist.

Der Zusatz „oder gleichwertiger Art“ kann entfallen, wenn ein sachlicher Grund die Produktvorgabe rechtfertigt. Ein solcher Grund liegt dann vor, wenn der Auftraggeber Erzeugnisse oder Verfahren mit unterschiedlichen Merkmalen zu bereits bei ihm vorhandenen Erzeugnissen oder Verfahren beschaffen muss und dies mit unverhältnismäßig hohem finanziellen Aufwand oder unverhältnismäßigen Schwierigkeiten bei Integration, Gebrauch, Betrieb oder Wartung verbunden wäre (Alleinstellungsmerkmal).

Zentrales Softwareverzeichnis

Das Zentrale Softwareverzeichnis (ZSV) dokumentiert die bei der Stadtverwaltung eingesetzte Anwendungssoftware. Bei Anwendungssoftware handelt es sich um Computerprogramme, die genutzt werden, um die Verwaltungsprozesse unmittelbar zu unterstützen. Systemsoftware (z. B. Betriebssysteme, Treiber, Firmware) und unterstützende Software (z. B. Editoren, Compiler, Virenscanner und Middleware) werden im ZSV nicht dokumentiert.

Das ZSV ist kein Hilfsmittel im Rahmen des Beschaffungsvorgangs einer Software, sondern unterstützt die Produktverantwortlichen in ihrer Dokumentationsverpflichtung für eine betriebssichere und ordnungsgemäße Nutzung der Anwendung. Eine Unterscheidung nach freier oder geschlossener Software ist im Betriebsprozess nicht maßgeblich und wird im ZSV nicht vorgenommen.
[…]

Stellungnahme von Do-FOSS zu Softwareausschreibungen

Die Antwort von Frau Stadträtin Jägers zur Softwareausschreibung ist hauptsächlich aus den von ihr erwähnten Paragraphen des derzeit noch gültigen Vergaberechts übernommen, die wir hier zum Vergleich aufführen:

§ 7 Abs. 4 der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – Teil (VOL/A) im Wortlaut

(4) Bezeichnungen für bestimmte Erzeugnisse oder Verfahren (z. B. Markennamen) dürfen ausnahmsweise, jedoch nur mit dem Zusatz „oder gleichwertiger Art“, verwendet werden, wenn eine hinreichend genaue Beschreibung durch verkehrsübliche Bezeichnungen nicht möglich ist. Der Zusatz „oder gleichwertiger Art“ kann entfallen, wenn ein sachlicher Grund die Produktvorgabe rechtfertigt. Ein solcher Grund liegt dann vor, wenn die Auftraggeber Erzeugnisse oder Verfahren mit unterschiedlichen Merkmalen zu bereits bei ihnen vorhandenen Erzeugnissen oder Verfahren beschaffen müssten und dies mit unverhältnismäßig hohem finanziellen Aufwand oder unverhältnismäßigen Schwierigkeiten bei Integration, Gebrauch, Betrieb oder Wartung verbunden wäre. Die Gründe sind zu dokumentieren.

§ 8 Abs. 7 der Bestimmungen für die Vergabe von Leistungen im Anwendungsbereich der Richtlinie 2004/18/EG (EG VOL/A) im Wortlaut

(7) Soweit es nicht durch den Auftragsgegenstand gerechtfertigt ist, darf in den technischen Anforderungen nicht auf eine bestimmte Produktion oder Herkunft oder ein besonderes Verfahren oder auf Marken, Patente, Typen, einen bestimmten Ursprung oder eine bestimmte Produktion verwiesen werden, wenn dadurch bestimmte Unternehmen oder bestimmte Produkte begünstigt oder ausgeschlossen werden. Solche Verweise sind jedoch ausnahmsweise zulässig, wenn der Auftragsgegenstand nicht hinreichend genau und allgemein verständlich beschrieben werden kann; solche Verweise sind mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ zu versehen.

Die aktuellen rechtlichen Gegebenheiten lassen sich derart zusammenfassen, dass eine produktgebundene Ausschreibung einen Ausnahmevorgang darstellt, welcher der Begründung eines Alleinstellungsmerkmals bedarf. Do-FOSS hält es darüber hinaus für wichtig darauf hinzuweisen, dass für Gründe bzgl. Entscheidungen nach § 7 Abs. 4 der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – Teil (VOL/A) eine Dokumentationspflicht besteht, welche in dem Schreiben von Frau Stadträtin Jägers unerwähnt bleibt und sich explizit auch über § 20 VOL/A und § 24 EG VOL/A ausdrückt. Hiernach sind Vergabeverfahren von Anbeginn fortlaufend zu dokumentieren, so dass die einzelnen Stufen des Verfahrens, die einzelnen Maßnahmen sowie die Begründung der einzelnen Entscheidungen festgehalten werden. Ausnahmen von der Produktneutralität müssten auf diese Weise nachvollziehbar und vermittelbar sein. Do-FOSS ist auf der Suche nach den Dortmunder Gegebenheiten und fragt sich daher:

  • Wie können die seitens der Stadt Dortmund angelegten Vergabedokumentationen eingesehen werden, um festzustellen, wie mit dem Grundsatz der produktneutralen Softwareausschreibung in der Gesamtschau umgegangen wird? (vgl. z.B. Vorfestlegung auf die Firma Microsoft seitens der Stadt Dortmund)
  • Das Verhältnis von Softwarevergaben nach dem Grundsatz
    • der produktneutralen Vergabe und
    • den Vergaben nach Alleinstellungsmerkmalen,

    lässt sich aus der Antwort von Frau Stadträtin Jägers leider nicht ableiten. Wie lautet dieses Verhältnis?

  • Welche Definition legt die Stadt Dortmund für Alleinstellungsmerkmale bei der Softwarevergabe zugrunde?

Die Probleme der Alleinstellungsmerkmale hat Do-FOSS bereits über die Herstellerabhängigkeit beschrieben. Die Herstellerabhängigkeit wurde der Bürgerinitiative Do-FOSS von Herrn Norbert Schilff, dem Vorsitzendem des APO zwar bestätigt, den Mitgliedern des APO wurde eine Herstellerabhängigkeit in der Sitzung vom 27.11.2015 durch das Dortmunder Systemhauses (dosys.) jedoch verneint (vgl. Unterschiedliche Antworten an Do-FOSS und die Mitglieder des Ausschusses für Personal und Organisation und das Protokoll der APO-Sitzung vom 27.11.2015, TOP 4.1.1).

Gänzlich unbeantwortet ließ Frau Stadträtin Jägers jedoch die Frage, ob die Ausschreibungen vergaberechtlich typoffene Ausschreibungen zur Ermöglichung der Koexistenz von Freier und proprietärer Software sind. Noch im Januar schrieb Frau Stadträtin Jägers den Mitgliedern des APO: „Bei der [Software-]Auswahl sind freie sowie geschlossene Software-Produkte gleichgestellt.“ Daher greift Do-FOSS diese Frage erneut auf und konkretisiert:

Für Softwareausschreibungen sind Ergänzende Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) rechtlich vorgegeben. Diese wurden gemeinsam vom Kooperationsausschuss Automatisierte Datenverarbeitung Bund/Länder/Kommunaler Bereich (KoopA ADV) (heute: IT-Plaungsrat) und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) formuliert. Zu den EVB-IT stellt der Bitkom fest:

Zwar enthalten manche EVB-IT Vertragstypen (etwa EVB-IT System, EVB-IT Systemlieferung) bereits eine Nutzungsrechtsmatrix, die es den öffentlichen Auftraggebern ermöglicht, unterschiedliche Lizenzmodelle und Nutzungsrechtsbeschränkungen im Rahmen einer Ausschreibung zu berücksichtigen. Allerdings werden in den jeweiligen Nutzungsrechtsmatrizen die Besonderheiten von Open-Source-Software [und damit insbesondere auch Freie Software – Anm. d. Verf.], wie zum Beispiel Copyleft-Klauseln und Bearbeitungsrechte, bislang nicht abgebildet. Sofern eine Ausschreibung auf Basis von EVB-IT erfolgt und der Auftraggeber die rechtlichen Besonderheiten der Open-Source-Software nicht in anderer Form berücksichtigt, müssten Angebote mit Open-Source-Softwareanteilen, vor allem in Form von Fremdkomponenten, grundsätzlich von der Wertung ausgeschlossen werden.
Solange die EVB-IT den Besonderheiten der Lizenz- und Nutzungsbedingungen von Open-Source-Software nicht gerecht werden, ist es daher erforderlich, dass die jeweiligen EVB-IT um spezifische Regelungen zu Open-Source-Software ergänzt werden. (vgl. Bitkom Leitfaden zu Open-Source-Software 2.0, S. 88, Bitkom e.V. 2016)

Do-FOSS fragt sich:

  • Wie gestaltet die Stadt Dortmund ihre Softwareausschreibungen, so dass sich sowohl Anbieter von Freier, als auch von proprietärer Software mit ihren Produkten bewerben können?

Von diesen Fragen abgesehen, tritt am 18. April 2016 die Vergaberechtsmodernisierung in Deutschland in Kraft, die das größte vergaberechtliche Gesetz- und Verordnungsgebungsverfahren seit 2004 bedeutet (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Reform des Vergaberechts). Diesbezüglich fragt sich Do-FOSS:

  • Ist es möglich das Antwortschreiben unter den ab nächster Woche veränderten vergaberechtlichen Voraussetzungen erneut zu erhalten?

Stellungnahme von Do-FOSS zum Zentralen Softwareverzeichnis (ZSV)

Die Antwort von Frau Stadträtin Jägers zum Zentralen Softwareverzeichnis (ZSV), welches Ende 2015 fertig gestellt wurde, lässt die Frage des Verhältnisses der Koexistenz von Freier und proprietärer Software bedauerlicherweise unbeantwortet. Do-FOSS fragt sich daher:

  • Welche Möglichkeiten sieht die Stadt Dortmund außerhalb des Zentralen Softwareverzeichnisses ihre Herstellerabhängigkeit zu beschreiben?

Ziel des Zentralen Softwareverzeichnisses verfehlt?

Das Zentrale Softwareverzeichnis geht auf einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 13.12.2012 zurück, der in der Sitzung des APO vom 31.01.2013 beschlossen wurde und worauf sich im Arbeitsauftrag des IT-Arbeitsprogramm 2015 des dosys. gestützt wurde.

Laut der Begründung des Beschlusses des APO, dient das Zentrale Softwareverzeichnis dazu, die Steuerung des Haushalts zu optimieren und ungeplanten Beschaffungsaktionen entgegenzuwirken.

Frau Stadträtin Jägers schreibt hingegen:

Das ZSV ist kein Hilfsmittel im Rahmen des Beschaffungsvorgangs einer Software, sondern unterstützt die Produktverantwortlichen in ihrer Dokumentationsverpflichtung für eine betriebssichere und ordnungsgemäße Nutzung der Anwendung.

Somit bleibt für Do-FOSS fraglich, ob das Zentrale Softwareverzeichnis als Instrument wie vom APO vorgesehen funktioniert. Eine Protokollierung der Art der Softwarelizenz in dem Zentralen Softwareverzeichnis erscheint essentiell, um die erwarteten Kosten für den Betrieb einer Softwarelösung zu beziffern. Aus diesem Grund hätte Do-FOSS erwartet, dass der Freie- sowie der Proprietäre-Software-Anteil bezogen auf Fach- und Standardanwendungen aus dem Softwareverzeichnis herauszulesen sei, so wie es auch der APO-Beschluss nahelegt.

Beschluss des APO zur Erstellung eines Zentralen Softwareverzeichnisses im Wortlaut

Beschluss:
Das Dortmunder Systemhaus (DoSys) wird aufgefordert, in 2013 Transparenz über die eingesetzten Fach- und Standardanwendungen herzustellen und in einem Anwendungskataster möglichst vollständig darzustellen, die Ausstattung mit Hardware differenziert nach den Bereichen der Verwaltung und darüber hinausgehenden Zuständigkeitsbereichen von DoSys zu dokumentieren, die mit Hard- und Software verbunden Kosten darzustellen, die pflichtige und freiwillige Aufgaben von DoSys aufzulisten und den notwendigen Personaleinsatz für die Bewältigung der pflichtigen und der freiwilligen Aufgaben zu beziffern.

Begründung:
Das Dortmunder Systemhaus ist in den Jahren 2011 und 2012 immer wieder mit erheblichen Nachforderungen für Sachaufwendungen und Personal an den Rat herangetreten. Auch der Haushaltsplan für 2013 sieht eine deutliche Steigerung des Budgets von DoSys vor, obwohl bereits überplanmäßige Mittel in 2011 und 2012 bereitgestellt wurden. Differenziert begründet wird dies nicht.

In Zeiten enger und reduzierter öffentlicher Haushalte ist es erforderlich, alle Möglichkeiten der Optimierung zu nutzen und Synergiepotenziale zu heben. Dies kann nur gelingen, wenn DoSys die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen der eingesetzten Anwendungssysteme und Hardware sowie der Aufwand und die Kosten des eingesetzten Personals bekannt sind. Hierfür sind die geforderten Dokumentationen notwendige Voraussetzung. Summarische Etatansätze wie zum Beispiel im vorliegenden Haushaltsentwurf 2013 tragen nicht dazu bei, Bedarfe zu erläutern.

Um der Aufhebung getroffener Haushaltsbeschlüssen entgegen zu wirken und ungeplanten Beschaffungsaktionen vorzubeugen, halten wir die geforderten Dokumentationen für zielführend. DoSys gewinnt bei Führen der geforderten anwendungsbezogenen Übersichten Transparenz über die wirtschaftliche Situation und die wesentlichen Kostentreiber und kann entsprechend agieren und reagieren.

Fazit

Frau Stadträtin Jägers, verweist leider lediglich knapp auf die IT-unspezifischen Vergabe- und Vertragsordnung für nationale und EU-weite Ausschreibungen. Die Fragen von Do-FOSS bleiben größtenteils unbeantwortet. Insbesondere die Frage ob die städtischen Ausschreibungen typoffen sind und damit die Koexistenz von Freier und proprietärer Software ermöglicht wird, ist in keinster Weise aufgegriffen worden. Auch die städtische Umsetzung des Ziels des Zentralen Softwareverzeichnisses steht in Frage.

Do-FOSS sieht die Entwicklung behördlicher Ausstiegsszenarien aus ihrem Händlereinschluss weiterhin als notwendig an, um eine kommunale Souveränität über Software – in der Eigenschaft einer prägenden Schlüsseltechnologie unserer Zeit – zu erlangen.
Die Ankündigung der Stadt Dortmund den Themenkomplex „Einsatz von freier Software“ im Masterplan „Digitales Dortmund“ aufzugreifen, sieht Do-FOSS als Chance um dieser Notwendigkeit zu begegnen und würde sich über einen gemeinsamen Dialog freuen.

Dokumente zum herunterladen

Das Schreiben von Frau Stadträtin Diane Jägers vom 11.03.2016 kann hier, das Schreiben von Do-FOSS an Frau Stadträtin Jägers vom 10.04.2016 kann hier und die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – Teil A (VOL/A) vom 20. November 2009 kann hier heruntergeladen werden.

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Protokoll belegt widersprüchliche Antworten an Do-FOSS und die Mitglieder des APO

Do-FOSS | 20:54, Sunday, 10 April 2016

Offenkundige Widerprüche der Stadt Dortmund bzgl. ihrer kritischen Infrastruktur

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

In Anlehnung an Fragen von Do-FOSS ließen sich die Mitglieder des Ausschusses für Personal und Organisation (APO) in der Sitzung vom 27.11.2015 mittels einer Anfrage der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN mündlich Bericht des Dortmunder Systemhauses (dosys.) erstatten. Do-FOSS wohnte der öffentlichen Sitzung bei und fragt sich in dem Blogbeitrag Ausschuss für Personal und Organisation beantwortet Fragen zum IT-Arbeitsprogramm 2015, warum Do-FOSS als Bürgerinitiative auf dieselben Fragen mit Schreiben vom 16.09.2015 teilweise entgegengesetzte Einschätzungen des dosys. erhalten hat, als die Mitglieder APO. So wurde z.B. auf die Frage, ob die städtische IT-Infrastruktur von der Firma Microsoft dauerhaft abhängig sei, Do-FOSS mit Ja und den APO-Mitgliedern mit Nein geantwortet.

Antwort an Do-FOSS im Wortlaut

  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von der Firma Microsoft dauerhaft abhängig?

Ja, aber es gibt auch weitere Abhängigkeiten zu SAP, IBM, HP, CISCO, AKDB, ADOBE, SuSe, APPLE, ORACLE etc.

  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von Firmen abhängig, deren Produkte auf die Anwendungskopplung mit den Büroanwendungen des Officepakets der Firma Microsoft angewiesen sind?

Ja, 44 von 53 betriebskritischen Anwendungen benötigen zwingend Microsoft Office.

Antwort an den APO im Wortlaut

  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von der Fa. Microsoft dauerhaft abhängig?

Die städtische IT-Infrastruktur ist dauerhaft nicht [Hervorhebung im Original – Anm. d. Verf.] von der Fa. Microsoft abhängig.
Im Bereich der Office-Anwendungen hat es in der Vergangenheit viele Produktwechsel gegeben (z.B. PC-Text, AmiiPro). Der nächste Produktwechsel im Bereich der Office-Anwendungen ist geplant für das Jahr 2023 (Vorlauf für Entscheidungsvorbereitung erforderlich).
Geht die Fa. Microsoft in Insolvenz, wird ein anderer Softwareanbieter diesen Marktstandard besetzen.

  • Ist die gegenwärtige städtische IT-Infrastruktur von Firmen abhängig, deren Produkte auf die Anwendungskopplung mit den Büroanwendungen des Officepakets der Fa. Microsoft angewiesen sind?

Die städtische IT-Infrastruktur ist gegenwärtig nicht von Firmen abhängig, Beispiel:
Einwohnermelde-Anwendung ok.Ewo (Softwareanbieter AKDB).
Folgende Alternativen sind am Markt: 1. Meso, 2. Lösung der Landeszentrale Baden-Württemberg. Derzeitig soll nicht gewechselt werden.

Das Protokoll der APO-Sitzung vom 27.11.2015 ist erst kürzlich veröffentlicht worden. Mit dem Protokoll gibt es nun einen Beleg für die diametral entgegengesetzten Antworten an Do-FOSS und die Mitglieder des Ausschusses für Personal und Organisation. Do-FOSS erwartet, dass die Stadt Dortmund die sich widersprechenden Antworten an Do-FOSS als Bürgerinitiative und an die Mitglieder des Ausschusses für Personal und Organisationen auflöst und Klarheit über die Herstellerabhängigkeit der städtischen Software als Teil ihrer kritischen Infrastruktur schafft. Hierzu hat Frau Stadträtin Jägers bereits angekündigt den Themenkomplex „Einsatz von Freier Software“ im Masterplan „Digitales Dortmund“ aufzugreifen.

Aufgrund der widersprechenden Antworten sieht Do-FOSS insbesondere die Antwort der Stadt Dortmund zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN als nicht zielführend an. Die GRÜNEN griffen Überlegungen zur Herstellerabhängigkeit bzgl. proprietärer Software auf und schlugen eine Risikoanalyse vor. Die Betrachtung von Freier Software wurde als möglicher Ausweg aus dem Risiko der Herstellerabhängigkeit angeregt.

Dass die Herstellerabhängigkeit der Stadt Dortmund auch eine vergaberechtliche Dimension hat, bei der die Stadt Dortmund ebenfalls widersprüchlichen Aussagen getätigt hat, wurde von Do-FOSS bereits in diesen Blogposts aufgearbeitet:

Fazit

Die Stadt Dortmund möchte in diesem Jahr einen Masterplan „Digitale Stadt“ vorstellen. Im Vorfeld bestehen verschiedene inhaltliche Widersprüche. Do-FOSS sieht den Masterplan als Chance diese Widersprüche auflösen.

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Außerordentliches Fellowshiptreffen ohne “Ehrengäste”

stehmann's blog | 19:11, Sunday, 10 April 2016

Am 04.04.2016 fand in Düsseldorf ein außerordentliches Fellowshiptreffen statt.

Es ist Tradition in Düsseldorf, dass der Aufenthalt “Prominenter” aus der FSFE zum Anlass eines außerordentlichen Fellowshiptreffen gemacht wird.

So sollte auch auf Wunsch vieler Teilnehmer des regulären Treffens am 30.03.2016 ein außerordentliches Fellowshiptreffen stattfinden.

Anlass ist der Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf.

Treffen im “wirklichen Leben” fördern bekanntlich den Zusammenhalt und daher entspricht es einer guten Tradition, dass wir zu solchen Anlässen außerordentliche Fellowshiptreffen veranstalten.

Leider musste das Treffen aber trotz rechtzeitiger Einladung ohne die beiden stattfinden. Trotz der vorherigen Information hierüber fanden sich aber immerhin eine zweistellige Zahl von Teilnehmern ein, darunter vier Frauen.

Einige Teilnehmer brachten eingangs ihre Enttäuschung zum Ausdruck, weil sie Jonas gerne einmal kennengelernt hätten.

Nachdem die jüngste Vergangenheit erörtert worden war und ein neues Fellowship-Projekt, über das es demnächst mehr Informationen geben wird, vorgestellt worden war, fand ein Ortswechsel aus der Düsseldorfer Geschäftstelle, wo wir uns zunächst getroffen hatten, in freundliches Düsseldorfer Lokal statt.

Hier ging es vor allem um die Zukunft. Alle Teilnehmer brachten ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich auch künftig intensiv für Freie Software und Offene Standards zu engagieren.

Dabei wollen wir uns besonders für die Verwirklichung der Prinzipien der FSFE einsetzen. Die Verwirklichung von Demokratie, Transparenz, Pluralität, Konsistenz, Integrität und Zielgerichtetheit soll vorangebracht werden. Ideen hierzu wurden erörtert.

An diesem Abend wurden immer wieder die Gläser “auf die Freiheit” erhoben.

Inzwischen gibt es eine lebhafte Diskussion über die Verwirklichung der genannten Prinzipien innerhalb der FSFE und durch deren Führung.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Dezentrale soziale Netzwerke

stehmann's blog | 19:06, Sunday, 10 April 2016

Zu Diaspora, GNU social, MediaGoblin hielt Wolfgang beim Fellowshiptreffen in Düsseldorf am 30.03.2016 einen Vortrag und zwar besonders für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an sozialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen.

Der Titel lautete: “Freie dezentralisierte soziale Netzwerke: (Schon) eine Alternative zu facebook, twitter und Co.?”

Nach der Vortellungsrunde beantwortete Wolfgang diese Frage mit einem klaren “Jein”. Er zeigte auf, was diese Dienste heute schon leisten können, aber auch, wo sie noch Schwächen haben. Dabei war der Vortrag weniger technisch, sondern nutzerorientiert. Demgemäß gab es auch praktische Demonstrationen, denn nichts ist anschaulicher und allgemeinverständlicher als ein praktisches Beispiel.

Wolfgang hat uns sowohl seine Folien, als auch einen Artikel über “Zentrale und verteilte soziale Netzwerke” zur Verfügung gestellt, der die Eigenschaften zentralisierter sozialer Netzwerke und verteilte sozialer Netzwerke darstellt und Beispiele für letztere aufführt.

In der anschließenden Diskussion erklärte sich Birgit bereit, auch unsere Treffen in verteilten sozialen Netzwerken anzukündigen.

Zum Schluss wurde an die Teilnehmer die Frage gestellt, ob es anlässlich des Aufenthalt unseres Präsidenten, Matthias Kirschner, und des Geschäftsführers der FSFE, Jonas Öberg, in Düsseldorf kurzfristig ein außerordentliches Fellowshiptreffen geben solle. Dies wünschten die meisten Teilnehmer und erklärten, sie würden dann kommen.

Die Strukturen und Arbeitsweisen der FSFE sind auch vielen Fellows der FSFE nicht präsent. Daher wurde dieses Thema auf dem Plaungstreffen im Januar gewünscht. Aufgrund aktueller Diskussionen ist es passend, dass wir Werner, der Gründungsmitglied der FSFE ist, dazu gewinnen konnten, uns beim nächsten regulären Fellowshiptreffen zu erläutern, wie die FSFE “funktioniert”.

Das nächste reguläre Treffen findet am 27.04.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Der offizielle Teil des Treffens beginnt um 20:00 Uhr. Wer später kommt, verpasst also etwas.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Chemnitzer Linux-Tage 2016

stehmann's blog | 13:18, Sunday, 10 April 2016

“Wenn einer eine Reise tut, …”

Am 19. und 20. März 2016 fanden in Chemnitz die Linux-Tage statt. Auch in diesem Jahr fuhr wieder unser Bus dort hin. Wie üblich ging es bereits Freitagmittag um 12:15 Uhr auf dem Staufenplatz los. Der Bus machte einen recht ordentlichen Eindruck. Er fiel während der Fahrt auch nicht auseinander, aber … .

Die “Haltestelle” “FSFE-Büro in Bilk” entfiel, sodass es zügig zur Autobahn ging. Weitere Zustiegsmöglichkeiten waren in Essen, Dortmund und auf dem Autohof in Geseke. In Dortmund haben wir die Haltestelle ein wenig verpasst, sodass die dort Zusteigenden ein bisschen hinter dem Bus herlaufen mussten. Da wir in diesem Jahr in einem “Rekordtempo” nach Essen und durch das Ruhrgebiet fuhren, hatte Birgit die erfreuliche Aufgabe, die Zusteigenden zum früheren Eintreffen an den “Haltestellen” zu bewegen.

Da wir nicht vorab zum Standausladen zum Zentralen Hörsaal- und Seminar-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz, sondern direkt zum Hotel fuhren, blieb noch Zeit zum Besuch beim “Griechen”, wo sich auch noch zwei weitere Gruppen eingefunden hatten, sodas wir schon die ersten Bekannten begrüßen konnten.

In der Nacht gab es weder Frost noch Schnee, aber dennoch sprang der Bus nicht an. Da war guter Rat und Hilfsbereitschaft gefragt, denn der Bus hat ein 24-V-System. Die Leistung zweier Pkw und eine sachgerechte Verkabelung ermöglichten dann doch noch eine Fahrt mit dem Bus zum Tagungsgebäude, auch wenn wir dort etwas später als geplant ankamen.

Da es dem herstellergebundenen Supportunternehmen in Chemnitz an diesem Samstag nicht möglich war, eine neue Batterie aufzutreiben, musste dieses Prozedere leider auch am Sonntag morgens und abends wiederholt werden, wobei Birgit die Helfer mit den Pkw organisierte. Die sehr nette Fahrerin durfte natürlich auch während der Ruhepausen den Motor des Busses nicht abstellen.

Eingang zum Tagungsgebaeude

Als wir dann am Tagungsgebäude ankamen, warteten die Standbetreuer der FSFE schon aufgeregt auf uns, denn wir hatten noch einen Karton Textilien aus dem Düsseldorfer Büro mitgebracht

Der Apache-OpenOffice-Stand war dank freundlicher Helfer schnell an Ort und Stelle gebracht und aufgebaut. Er wurde vom bewährten Team betreut. Wir konnten auch in Chemnitz die neue Feder der Apache Software Foundation präsentieren, was einer uns bekannten “Apachin” aus einem anderen Projekt gut gefiel.

Stand von Apache OpenOffice

Unsere Freunde von LibreOffice hatten leider auch in diesem Jahr wieder keinen Stand auf den Chemnitzer Linux-Tagen, sodass wir die üblichen, oft gestellten Fragen beantworten mussten. Nicht nur am Stand gab es gute Gespräche, sondern auch bei unseren gelegentlichen Rundgängen und im “VIP-Raum”, sowie beim samstagabendlichen Event.

Bild eines Rundgangs

Am Sonntagnachmittag wurde dann auch unser Stand von einem Kommitee des Veranstalters, das mit bewusst neutraler Miene die Reihen abschritt, zur Bewertung begutachtet und dokumentiert. Wir hoffen natürlich darauf, auch im nächsten Jahr wieder kommen zu dürfen.

Stand von Apache OpenOffice - von oben

Auch in diesem Jahr hat Birgit wieder alles bestens organisiert und wurde in souveräner Weise auch mit den geschilderten “Katastrophen” fertig. Chemnitz ist in jedem Jahr eine Reise wert, aber ohne “unseren” Bus, der auch in diesem Jahre wieder mit der freundlichen Empfehlung des Düsseldorfer Fellowship fuhr, wäre sie nur halb so schön.

GNU/Linux Unterstützung in Mülheim an der Ruhr

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 09:21, Sunday, 10 April 2016

Am gestrigen Samstag, dem 09. April 2016, fand im Medienhaus wieder das Repair-Cafe in Mülheim an der Ruhr statt, in dem auch Unterstützung bei der Installation und Nutzung von GNU/Linux angeboten wird. Im Vorfeld war es aufbauend auf guten Kontakten gelungen, einen Hinweis in der örtliche Pressen zu platzieren, in dem auch schon auf den kommenden Linux-Presentation-Day hingewiesen wird, der hier unter der Überschrift “Linux im Alltag” angeboten wird.
Im Ergebnis waren so viele Interessenten da, daß wir sie mit vier Leuten nicht alle zeitnah unterstützen konnten. Die Zahl der in den letzten 1,5 Jahren von Windows befreiten Rechner bewegt sich so langsam auf die Einhundert zu. Das Interesse für GNU/Linux ist also durchaus vorhanden. Um es zu bedienen, sind allerdings ein geeignetes Konzept (LInux im Alltag) und längere Vorarbeit nötig.

Friday, 01 April 2016

Treffen der FSFE-Gruppe Franken am 1. April 2016

Florian Snows Blog » de | 18:41, Friday, 01 April 2016

Am 1. April 2016 sollte sich die FSFE-Gruppe Franken eigentlich wieder im Backspace in Bamberg treffen.  Leider saß ich als Koordinator aber dann alleine im Backspace.  Der Co-Koordinator konnte dieses Mal leider nicht, sonst wären wir zumindest wieder zu zweit gewesen.  Er hat aber schon letztes Mal angedeutet, dass er es dieses Mal zum ersten Mal nicht schaffen wird.

Die geringe Teilnahme ist sehr schade, weil wir dadurch natürlich wieder nichts besprechen können.  Im Juni findet in Nürnberg die OpenSUSEConference statt, zu der wir vielleicht einen Stand hätten organisieren können, aber beim nächsten Treffen ist das dann schon etwas knapp.  Veilleicht geht das über die Mailingliste.

Das Traurige ist, dass ich eigentlich nie wollte, dass sich Menschen an- oder abmelden müssen, wenn sie kommen oder eben nicht.  Ich hatte aber (außer beim ersten Treffen), nicht damit gerechnet, dass ich alleine dasitzen würde.  Jetzt überlege ich deswegen, Teilnehmer zu bitten sich kurz an- oder abzukündigen, damit ich nicht wieder allein dasitze.  Immerhin ist das im Backspace passiert und nicht in einem Lokal.

Na gut, damit das jetzt mit einem positiven Ausblick endet:  Falls ihr etwas ändern möchtet, um die Treffen spannender zu machen, dann schreibt mir bitte kurz.  Ich freue mich über jegliche konstruktive Kritik.

Edit:  Nachdem ich Norberts Kommentar gelesen habe, wurde mir klar, dass dieser Bericht missverständlich ist.  Es ist nicht als Beschwerde gemeint, schon gar nicht an die Teilnehmer, die sich überlegen neu dazu zu kommen.  Dieser Beitrag ist in erster Linie eine Überlegung, was wir als Koordinatoren anders machen müssen, damit wir mehr Teilnahme haben.  Ich schätze meine generell etwas negative Stimmung gestern Abend hat das in dem Bericht etwas überdeckt.  Ich hoffe diese Ergänzung klärt das auf.

Monday, 28 March 2016

Getting oldschool, oder: Wie ich uncool wurde

Deutsch – Max's weblog | 13:39, Monday, 28 March 2016

old-manLangsam tritt das ein, von dem ich gehofft habe, es möge mich nicht ereilen: Ich werde alt – zumindest gefühlt. Noch vor fünf bis zehn Jahren glaubte ich mich an der Spitze des neuen Ökosystems: Des Internets. Ich war der Meinung, diese Welt besser zu kennen als der Großteil der Menschheit. Kein Trend war vor mir sicher. Instant Messenger, Tauschbörsen, soziale Netzwerke, Diskussionsformen, Videoportale und all die lustigen und verstörenden Teile dieser neuen, digitalen und immer schneller werdenden Welt. Jedes neue Feature war ein Segen in meinen Augen.

Alter Mann

Und was ist heute? Lese ich von einer neuen tolle App, stöhne ich nur auf. Wird mir vorgeschlagen, Messenger X oder Y zu verwenden, rattern mir schon Ausreden durch den Kopf. Erfahre ich auf Portalen wie dem angesagten bento etwas über die „10 lustigsten Videos“ des letzten Jahres, kenne ich maximal eines davon – und das auch nur, weil im Spiegel oder so etwas darüber stand. Und bei jeder neuen Registrierung für einen Internetdienst, und sei es auch nur ein simpler Onlineshop, zieht mein Puls an.

Stellenanzeigen sind besonders frustrierend für mich. War ich mir früher – überspitzt gesagt – sicher, mit meinen coolen Internetproskillz auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein, auch wenn ich die nächsten zwei Jahre Mathe schwänze, sind mir angesagte Jobs für junge Menschen schon jetzt teilweise zu hoch. Wird etwa für Internetredakteure oder Community-Manager verlangt, sich unter anderem gut in „Instagram, Snapchat, Periscope und flickr“ auszukennen, müsste ich zugeben, auf keinem dieser trendigen Netzwerke überhaupt einen Account zu haben, geschweige denn das geringste Interesse daran.

Am schlimmsten sind jedoch die Berichte in Fachzeitschriften über IT-Konferenzen. Wenn ich nur lese, dass wir in zehn Jahren unseren Alltag über ein Mikrofon steuern können, das unsere Spracheingaben direkt an Google oder Amazon schickt, würde ich am liebsten einen Flug in die hinterste Dritte Welt buchen.

Die Frage nach dem Warum

Der große Unterschied zwischen meinem damaligen und heutigen Ich beschäftigt mich daher schon seit einiger Zeit. Obwohl ich mir vorgenommen habe, etwa nie von meinen zukünftigen Kindern in Sachen Computern und Internet überholt zu werden, graut es mir schon jetzt davor, die dann angesagten Features zumindest verstehen zu müssen. Woran liegt diese über zehn Jahren angewachsene Verdrossenheit gegenüber dem Neuen? Ist dies gar kein spezifisches Phänomen, sondern tatsächlich ein ganz normaler Prozess?

Das fängt irgendwie schon bei dem Generationenunterschied an. Um die Wende herum geborene Kinder wie ich sind meist noch mit Windows 95 aufgewachsen. Zehn Jahre jüngere Menschen wissen teils nicht einmal mehr, wie man einen separaten Bildschirm anmacht. Das ist kein Vorwurf an die heutige Jugend, immerhin habe ich auch nie einen Commodore 64 in den Händen gehalten, trotzdem kann man ihn nicht ignorieren.

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Ein weiterer Grund könnte sein, dass mir die Sinnhaftigkeit heutiger Trends nicht wirklich klar ist. Warum Instagram, wenn man seine Fotos auch auf Facebook (wenn man es denn nutzt) Leuten zeigen kann? Warum muss ich meinen aktuellen Akkustand und das Wetter mit Peach teilen, wenn ich es doch auch einfach per gewöhnlichem Messenger schicken könnte? Gut, ältere Generationen dachte sich wahrscheinlich auch „Warum ICQ benutzen, wenn ich doch einfach telefonieren könnte?“.

Natürlich liegt es auch an der gesteigerten Aufmerksamkeit gegenüber Nachteilen, die mit der Nutzung eines Dienstes einhergehen. Jede neue angesagte App verlangt weitreichenden Zugriff auf meine persönlichen Daten. Und mit rasant gestiegenen technischen Möglichkeiten (Spracherkennung, Virtual Reality, Automatisierung, Drohnen…) steigt auch der Einfluss dieser neuen Technik auf unser Leben. Ich las etwa kürzlich über Visionen in der Möbelbranche: Man könne sein Zuhause einscannen, in ein Möbelcenter fahren und dort die ausgestellten Möbel mit einer VR-Brille in seine Zimmer projizieren (bzw. andersherum). Die logische Konsequenz: IKEA & Co. wissen ab sofort, wie mein Zimmer aussieht, welchen Stil ich bevorzuge, dass mein Schrank aus dem letzten Jahrtausend stammt und welche Möbel ich mir besonders angeschaut habe. Gruselig, zumindest für mein heutiges Ich.

All das zusammen verursacht, so glaube ich, bei mir diesen Trend zum „alt werden“: Sättigungsgefühl, Wertschätzung der gewohnten Werkzeuge, (berechtigte) Paranoia und auch einfach zu wenig Zeit, jedem coolen neuen Ding hinterherzulaufen, obwohl man genau weiß, dass es zu 90% in spätestens zwei Jahren in der Versenkung landet. Und ist das wirklich so schlimm?

Wie ist es bei Euch? Bin ich uncool? Seid Ihr es auch?

Thursday, 24 March 2016

Treffen der FSFE-Gruppe Franken am 24. März 2016

Florian Snows Blog » de | 22:41, Thursday, 24 March 2016

Am 24. März 2016 traf sich die FSFE-Gruppe Franken wieder einmal in Nürnberg um aktuelle Themen rund um Freie Software zu diskutieren.  Dieses Mal war es leider nur eine sehr kleine Runde, aber dafür waren die Gespräche um so intensiver.  Wir sprachen über das Nachbauen von Hardware und darüber, dass Frameworks wie Qt das Programmieren mit C++ erst annehmbar machen.  Auch zukünftige Planungen waren ein Thema, das aber aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht vernünftig besprochen werden konnte.

Dadurch, dass wir auf Teilnehmerwunsch versuchen Samstage für unsere Treffen zu vermeiden, findet das nächste Treffen schon nächste Woche statt.  Dort sind dann hoffentlich wieder mehr Teilnehmer dabei, damit wir weitere Aktionen besprechen können.