Planet Fellowship (de)
Monday, 14 May 2012
Und plötzlich war ich Lobbyist
stehmann's blog | 08:54, Monday, 14 May 2012
Die FSFE versucht – mit wachsendem Erfolg -, allen demokratischen Parteien ihre Vorstellungen und Ansichten nahezubringen und um deren Unterstützung für ihr Anliegen zu werben. Daher hat sich beispielsweise Michael Kesper gerne bereiterklärt, vor den Mitgliedern des AK Netz- und Medienpolitik der Jungen Union NRW am Document Freedom Day 2012 in Düsseldorf einen Vortrag zu halten, und ich hätte mich gefreut, mit ihnen gemeinsam mit der hiesigen Fellowshipgruppe anschließend zu diskutieren. Auch Matthias und Karsten betreiben für die FSFE Lobbyarbeit, die alle demokratischen Parteien zur Zielgruppe hat.
Am Sonntag, den 13.05.2012, war Lantagswahl in NRW. Da die Landeswahlparty der Piraten in dem Stadtviertel stattfand, in dem wir wohnen, und wir auch davon ausgehen konnte, dort Bekannte zu treffen, gingen meine Frau umd ich ins Zakk, um den Wahlsonntag ein wenig ausklingen zu lassen. Natürlich waren wir als Fellows erkennbar. Wir trafen dort auch einen weiteren Fellow, der uns erklärte, ihm sei schon berichtet worden, dass da noch mehr Leute (gemeint waren wohl meine Frau und ich) mit dem Fellowshiplogo herumliefen. Man (er)kennt die FSFE dort also wohl schon.
Von einigen Piratinnen und Piraten wissen wir ja, dass sie unserem Anliegen aufgeschlossen gegenüberstehen und unsere Ziele unterstützen; es gibt da auch personelle Schnittmengen; bei Teilen dieser Partei erscheint es jedoch weiterhin sinnvoll, sie mit unseren Vorstellungen und Anliegen vertraut zu machen.
Nachdem die ersten Hochrechnungen den Kreis der designierten Landtagsabgeordneten ein wenig eingegrenzt hatten, wurden diese auf die Bühne gerufen.
Wir waren ehrlich erstaunt, dass da auf der Bühne ein designierter Lantagsabgeordneter mit einem T-Shirt stand, auf dem mit weißer Schrift auf rotem Grund (oder wie die Modedesigner diese Farbe auch immer nennen) zu lesen war: “Free Software Free Society”. Da stand also einer im Rampenlicht mit unserem T-Shirt! Den kannten wir noch nicht.
Als er sich wieder von der Bühne begab, wurde er natürlich von uns abgefangen. Es stellte sich dann im Gespräch heraus, dass er aus dem östlichen Ruhrgebiet kam, das T-Shirt auf der OpenRheinRuhr in Oberhausen erworben hatte und auch schon überlegt hatte, mal am Düsseldorfer Fellowshiptreffen teilzunehmen, davon aber wegen der Entfernung bislang abgesehen hat. Nun: er wurde von mir darauf hingewiesen, dass er ja jetzt öfter dienstlich in Düsseldorf zu tun haben werde. Ferner versuchte ich ihm natürlich einen Beitritt zur Fellowship zur Unterstützung unserer Sache nahezulegen.
Und plötzlich ging uns auf: er wurde nun in seiner Rolle als Politiker angesprochen, und ich war plötzlich Lobbyist für Freie Software.
Gut, dass zu erwarten ist, dass der Landtag nun eine volle Legislaturperiode absolvieren wird, denn nun haben wir noch etwas Zeit. Es wäre doch schön, am Wahlabend zu den Partys aller demokratischen Parteien jeweils eine kleine Fellowshipgruppe zwecks Lobbyarbeit schicken zu können. Vielleicht kriegen wir das ja irgendwie hin. Noch schöner wären natürlich (fraktionsübergreifende) Fellowshipgruppen in jedem Parlament – man wird ja noch (tag)träumen dürfen.
Sunday, 13 May 2012
Grazer LinuxTage 2012
Mäh? | 13:23, Sunday, 13 May 2012
I have to admit: I love to be an engineer, to dive into issues and forget the time and everything around me until a problem is solved. This is good for the people having the technical problems which I solve then.Now I learned why this is not good for organizing booths for free software events - alone. Not getting around to order posters or rollups for a booth in time lead to a strange presence of Fedora on Grazer Linuxtage. :)
You most likely know the sticker I used to improve the Austrian Tux. I had just those small things like buttons, stickers and DVDs with me in Graz, so I had to be a bit more creative...
The booth, however, was small but fine and quite well visited. I didn't expect that much of visitors before. The stories I heard of the event did let me think this will be a small event, so it was an awesome experience to see that I didn't had any of the Fedora Media, Christoph sent me, around, already at the half of the day. The other half didn't get boring because of that though. There still were a lot of Fedora Fanboys taking stickers and buttons with them and visitors asking the "usual" questions about the relationships between Fedora and RedHat and when the next release will come up and so on. Not to forget the jokers, who were asking for the pretended confusion between the Fedora and Facebook logos, of course...
A tip for any other Fedora Ambassador who is going to supervise a booth on an event some time: I think one reason that I had that much visitors at the booth without having big posters and such stuff around was, that I actually was *standing* next to or before the booth without a notebook. It is important to show that you are there for answering questions, not for hacking.
It was a good decision to get into an airplane for the second time in my life, to travel Hamburg-Frankfurt-Graz-Munich-Hamburg on just one weekend, even if I'd expected that there are Austrian Fedora Ambassadors as well who maybe are interested in supporting a Fedora Booth in Graz.
The weather in Graz was just great! 27°C, blue sky and sunshine all around.I got riled about myself because I missed to ask for vacation for the Monday after. The Tuesday after was a holiday in Germany anyway, so this could have gotten a really long weekend in Graz.
Beneath a quite nice view to the Alps from above when getting there, it was also a pleasure to meet the free software family again after a long time as well as a lot of new free software contributors and interesting people on the event.
It also was interesting to learn about the Austrian organizations who care about political issues concerning free software and data retention stuff and so on. Now I understand a bit better what it means that a lot of these topics are European topics.
Since I already arrived there on Friday afternoon and was flying back on Sunday, there was a lot of time around the actual event on Saturday to get in touch with the people. On Friday I was helping out with preparations for the event and was lucky to see that the organizators had table cloth for *every*
project booth (thanks for your efforts anyway, gnokii ;) ).
Saturday morning when I went to the event I already met Michael, who was taking care of the LPI booth which was right between the boothes of Debian and Fedora. To the left of the Fedora booth there were the guys of Gentoo and one distribution I didn't knew of before: OpenArtist is intended to be used by musicians and graphic designers. Interesting that the whole distro is chiefly maintained by just one person.
On Saturday evening a social event took place where exhibitors and organizators where invited. You have to know that the creators of GRML are member of the organization team and Zsh
geeks as well. You can imagine this was a very nice evening if you're a bit nerdy. ;)
On the sunday morning after we met again for a brunch with the people who organized the event. The restaurant had a really big backyard, so we could enjoy the coffee out of the doors in the green with the nice weather. A bummer that I had to leave that early to get my flight back to Hamburg with
a longer stop in Munich because the captain pilot was in the cantine and forgot that he already should sit in an airplane...
P.S. For the same reason I was introducing this post with, this report actually took almost two more weeks to actually get written down. ;)
Thursday, 10 May 2012
Auch das noch: Das Internet wird langsamer!
| 09:23, Thursday, 10 May 2012
Laut „State of the Internet“, dem Vierteljahrs-Bericht des US-amerikanischen Providers Akamai Technologies Inc., hat der weltweite Datendurchsatz im Internet im Vergleich zum vorherigen Quartal um 14% abgenommen. Langsamere mobile Netzverbindungen wurden dabei herausgerechnet und scheiden somit als Begründung aus. Nun denkt die Fachwelt über Ursachen und Lösungen nach. KNN nennt die seriösten Vorschläge.
- Facebook abschalten.
- Porn free day einführen.
- Bufferbloatman und seine Megaupload-Waffe zum Einsatz bringen.
- Youtube-Regelungen: Bei youtube darf (ansprechende Qualität vorausgesetzt), das gleiche Video/der gleiche Song nur EINMAL hochgeladen werden. Das Verfassen von Kommentaren zu bzw. über Justin Bieber wird weltweit mit mindestens zwei Jahren Gefängnis bestraft.
- Alle Daumen-hoch/runter- und Gefällt-mir-Buttons abschaffen.
- Auch wenn es Bürgerkriege gibt: WoW und FIFA 12 abschalten. Und Skype.
- Den Netzführerschein einführen: Surfen darf nur noch, wer Grundkenntnisse nachweisen und z.B. NoScript anwenden kann.
- Überwachungs-, Protokollier- und Filtermaßnahmen nur noch von Piraten programmieren lassen…
- Kostenpflicht für Streaming-Späße.
- Windige Firmen wie Akamai verstaatlichen.
- Internetzugang nur noch für Erstweltländer und dort nur für Akademiker und deren Kinder.
- Ein kleiner, grünbemützter Junge führt einen Kaltstart des Hauptrouters durch.
- Die Links in diesem Artikel nicht anklicken.
Tuesday, 08 May 2012
Nordrhein-Westfalen: Softwarepatente – Nein! Offene Standards – Ja!
I love it here » Deutsch | 08:17, Tuesday, 08 May 2012
Die Free Software Foundation Europe veröffentlichte heute ihre Freie-Software-Wahlprüfsteine für die Wahl zum Landtag Nordrhein-Westfalens am 13. Mai 2012. Alle hier aufgeführten Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die Umsetzung Offener Standards, den Einsatz Freier Software in der Bildung, Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung, Probleme der Herstellerabhängigkeit, Kontrolle über mobile Endgeräte, Softwarepatente und die generelle Förderung Freier Software.
FDP, Grünen, Piraten und SPD erklärten ihre Positionen. Im Gegensatz zu anderen Landesverbänden kamen trotz Nachfrage leider keine Antworten von CDU und Die Linke. Besonders erfreulich sind die konkreten und fundierten Aussagen der Piratenpartei, die sich damit deutlich vor den anderen Piraten-Landesverbänden positionieren. Konsens bei allen teilnehmenden Parteien ist die Abschaffung von Softwarepatenten und die klare Positionierung für Offene Standards in der Verwaltung. Doch unterscheiden sich die Vorstellungen der Parteien, ob und wie genau Freie Software gefördert und eingesetzt werden soll. Die FSFE wird kontinuierlich beobachten, welche der Versprechen die Parteien nach den Wahlen wirklich umsetzen.
Einige Ergebnisse der Befragung
Die FDP in Nordrhein-Westfalen sieht Softwarepatente weiterhin als Gefahr für kleine und mittlere Unternehmen. Sie schreiben, dass “freie auch gleichzeitig sichere Software ist” und wollen die kommenden Ergebnisse zu Freier Software und Interoperabilität aus der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags in ihre zukünftige Arbeit einbeziehen. Kritisch sieht die FSFE die Antwort der FDP bei der Bildungspolitik: So lobt die FDP in NRW “gute Beispiele bürgerschaftlichen und wirtschaftlichen Engagements, z.B. die Beteiligung von Firmen, die Schulen Hardware zur Verfügung stellen” und sieht “unter Einbindung von Stiftungen, Software-Produzenten, aber auch Software-Anbietern für Schulen Chancen, Software kostenlos zu erhalten”. Die FSFE sieht die Gefahr, dass Schulen — durch von Unternehmen bereitgestellte Soft- und Hardware — ihre Schüler nur an spezifischen Produkten ausbildet und sie dadurch in ihrem späteren Leben stärker von einzelnen Herstellern abhängig sein werden.
Die NRW-Grünen wollen hingegen, dass Kinder und Jugendliche schon “frühzeitig in Kontakt mit offenen Formaten, offenen Standards und freien Lizenzen” kommen, damit sie “erkennen, welchen Mehrwert diese bringen können”. Sie möchten den Einsatz Offener Standards in der Landesverwaltung, insbesondere bei der Beschaffung, stärken und schrittweise auf Freie Software umstellen, “um Folge-Abhängigkeiten (Dienstleistungsmonopole) zu überwinden”. Daneben sehen sie Freie Software als Querschnittsaufgabe, welche sie in den verschiedenen Bereichen der Landespolitik vorantreiben wollen. Den Herausforderungen durch einen Kontrollverlust bei mobilen Computern wollen sich die Grünen, zusammen mit anderen Akteuren, bundesweit stellen. Softwarepatente lehnen die Grünen ab, wie alle Parteien in NRW, die geantwortet haben.
Die Piraten in Nordrhein-Westfalen wollen “den Einsatz von Freier Software in öffentlichen Einrichtungen vorschreiben und in anderen Bereichen fördern”. Dabei schreiben sie, der Umstieg auf Freie Software erfordert zwar einen längeren Prozess, doch mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteilen. Die Piraten fordern zudem: “[d]er Dokumentenaustausch zwischen und mit staatlichen Stellen muss auf Grundlage offener Standards geschehen”, damit niemand zur Nutzung bestimmter Software gezwungen wird. Außerdem fordern die Piraten den Einsatz “offener Hardware”, in der Verwaltung, um den Einsatz Freier Software nicht hardwareseitig zu verhindern. In der Bildungspolitik wollen sie “verhindern, dass die Abgabe von Arbeitsergebnissen in proprietären Formaten verlangt wird” und fordern, dass in Schulen “Betriebssystem und Software immer unter einer Freien Lizenz stehen” müssen. Bei mobilen Geräten will die Piratenpartei, dass “Informationen nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung des Besitzers erhoben oder weitergegeben werden” und dem Anwender die volle Kontrolle über sein Gerät geben, “auch was das Aufspielen alternativer Firmware angeht”. Des Weiteren soll die “Verwaltung [...] keine Geschäftsmodelle von Unternehmen bewerben” und Softwarepatente möchten sie in Zusammenarbeit mit anderen Piratenparteien aus Deutschland und Europa weltweit abschaffen.
Die SPD in Nordrhein-Westfalen sieht in Freier Software eine Möglichkeit, allen die “digitale Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen”. Sie führen an, dass in der Landesverwaltung bereits viel Freie Software verwendet wird und lehnen Softwarepatente ab. Allerdings bestehen bei der SPD einige Missverständnisse zu Freier Software: So sprechen sie einmal von “kostenfreier Software” und an anderer Stelle von unterschiedlichen Geschäftsmodellen bei unfeier und bei Freier Software. Die FSFE empfiehlt, klar zwischen Software- und Geschäftmodellen zu unterschieden, wie bei Georg Greve: “Was macht ein Freies Software Unternehmen aus?” nachgelesen werden kann.
Verweise
- Die FSFE Wahlprüfsteine der Wahl zum Landtag Nordrhein-Westfalens
- Wahlprüfsteine vergangener Wahlen:
Update: Wikimedia Deutschland hat vor einer Stunde die Antworten der Parteien auf ihre Wahlprüfsteine veröffentlicht. Darin Fragen zu Bildungspolitik; Freie Bildungsinhalte; §53 UrhG und dessen Durchsetzung an Schulen; Zugang zu Wissen und kulturellem Erbe; Gebührenfinanzierten Inhalten; Staatliche Werke und offene Regierungsdaten; Offene Innovationskultur; Netzsperren und Netzpolitik im Land.
—
Matthias Kirschner
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Saturday, 05 May 2012
Fellowshiptreffen in Neuss
stehmann's blog | 12:24, Saturday, 05 May 2012
Am 25.04.2012 fand das “Düsseldorfer” Fellowshiptreffen in Neuss statt. Wir trafen uns in der dem Fnordeingang “nahegelegenen” Gaststätte Im neuen Marienbildchen. Im dortigen Obergeschoss waren wir ungestört und konnten das Vortragsprogramm in Ruhe abwickeln.
Auf verwunderte Nachfrage erfuhren wir von den anwesenden Neussern, dass “nahegelegen” auf dieser Rheinseite durchaus 1 1/2 bis 2 Kilometer Entfernung bedeuten kann.
Zunächst erläuterte vor allem Chrissie was der Fnordeingang ist (ein Hackerspace), wie er sich finanziert, wie er gegründet wurde, welche Schwierigkeiten der Trägerverein noch mit der Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit hat und welche Aktivitäten im Hackerspace entfaltet wurden und werden. Die rheinischen Freifunker haben beispielsweise dort eine Basis gefunden. Auch hat der Fnordeingang als Hackerspace bereits in der c’t Erwähnung gefunden
Sodann erzählte der Chronist von der FSFE und ihrer Fellowship und begann: “Im Anfang war alle Software frei. …” Die mitgebrachten Informationsmaterialien fanden Interesse; was übrig blieb, wurde ich den etwa 1,5 km entfernten Fnordeingang gebracht, um dort ausgelegt zu werden.
Nach Speis’ und Trank und den Vorträgen begaben sich ist fast alle in den Fnordeingang, in dem weitere Mitglieder desselben warteten. Die Besichtigung gestaltete sich recht übersichtlich. Der Fnordeingang ist klein aber fein.
Es lag wohl zum Einen an den Wahlkampfaktivitäten mancher Interessierter und zum Anderen an dem Umstand, dass das Treffen in der Nachbarstadt auf der anderen Rheinseite stattfand, dass den Vorträgen nur fünfzehn Teilnehmer lauschten. Allerdings war die Frauenquote mit einem Drittel rekordverdächtig.
Das nächste Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 30.05.2012 ab 19:30 Uhr wieder im Chaosdorf statt.
Thursday, 03 May 2012
Reguläres Treffen der Community “FreieSoftwareOG”
Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 12:19, Thursday, 03 May 2012
Gestern fand wieder das reguläre Treffen der Offenburger Communities “FreieSoftwareOG” und “LugOG” statt.
Wir waren zum 2. mal im “Keller”, der genug Platz für gut 20 Leute bietet (leider waren gestern “nur” 8 Personen da). Die Möglichkeit mit Beamer und Leinwand zu arbeiten ist natürlich genial.
Thema war dieses mal ein Überblick über Creative Commons, welcher zu der einen oder anderen Diskussion führte, wie diese Lizenzmodelle mit deutschem bzw. europäischem Recht vereinbar sind, bzw. was die unterschiedlichen Rechte (und Pflichten) für den einzelnen Künstler und “Konsumenten” bedeuten.
Das verunglückte Upgrade eines mitgebrachten Notebooks von Ubuntu 11.04 auf 11.10 forderte dann noch die Techniker unter den Anwesenden heraus und rundete den Abend sozusagen ab.
Das nächste Treffen findet wie gewohnt am 2. Mittwoch des Monats, somit also am 06.06. statt.
Brutaler Datenschützer triumphiert über Polizisten – Deutschland auf dem Weg in den Unrechtsstaat?
| 08:40, Thursday, 03 May 2012
Zwei Polizeibeamte, die sich im September 2009 auf der Datenschützer-Demo „Freiheit statt Angst“ heldenhaft gegen einen bewaffneten Berserker zur Wehr setzten, sind nun von einem Berliner Gericht zu je 6000 Euro Bußgeld verurteilt worden. Zwar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, aber es steht zu befürchten, dass auch in unserem Rechtsstaat ukrainische Verhältnisse salonfähig werden. Mutige Politiker bekennen Flagge.
„Von deutschem Boden darf nie wieder eine EM ausgehen“, donnert Menschenrechtler Sigmar Gabriel (SPD), als er von dem Justizskandal erfährt. Im Amtsgericht Berlin-Tiergarten hatte am Montag eine offensichtlich von der Datenschutzmafia geschmierte Richterin zwei unschuldige Polizeibeamte zu hohen Geldstrafen verdonnert. Christian Lindner (FDP) stimmt seinem politischen Rivalen zu: „Zwar ist das Urteil nicht so drastisch wie im kommunistischen Unrechtssystem Ukraine, aber die Signalwirkung dürfen wir nicht unterschätzen.“ Auch Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) hatte zu den Vorfällen schneller eine Meinung als ein gewöhnlicher Mensch einen klaren Gedanken fassen kann: „Jetzt sind wir alle ein bisschen Ukraine!“
Anders als im Falle der adretten Milliardärin Julia Timoschenko dokumentiert die per Mobiltelefon gefilmte Auseinandersetzung eindrücklich das Geschehen am 12. September 2009: Ein blaugewandter Demo-Hüne nähert sich einem versprengten Haufen bibbernder Beamter mit einer unförmigen Stahlwaffe, an der zwei bedrohliche Räder kreisen. Als die Aufmerksamkeit des heimtückischen Datenschützers kurz nachlässt, greift ein Polizist mutig ein und zerrt den Aggressor zur Seite, wo er zufällig in die nervös zuckende Faust eines anderen Polizisten fällt und zu Boden geht. Sofort scharen sich hilfsbereite Polizeibeamte um den Liegenden, wollen ihm aufhelfen, was aber nicht gelingen will, weil der ungeschickte Berserker immer wieder gegen irgendwelche fremden Körperteile stößt. Den Polizisten hier aufgrund einer „gemeinschaftlichen Begehungsweise“ eine schwere Körperverletzung anzuhängen, wäre absurd. Genau das aber hat die Anklage versucht. Zwar ist sie damit gescheitert, doch die von der Dauer des Verfahrens schwer traumatisierten Polizisten, die der verstockten Richterin bis zum Schluss die Richtigkeit ihres Verhaltens und die Täterschaft des Waffen-Hünen begreiflich machen wollten, wurden immerhin für eine „einfache Körperverletzung im Amt“ verurteilt.
„Quo vadis Rechtsstaat?“, fragen sich nun gestandene Freiheitskämpfer wie Bundespräsident Gauck. Und: „Müssen wir uns jetzt selbst boykottieren?“, räsoniert Außenminister Guido Westerwelle und fügt nachdenklich hinzu: „Wenn Polizisten das Gewaltmonopol des Staates nicht mehr voll ausschöpfen können – was kommt als nächstes? Dass eine schöne Frau, die sich friedlich auf Kosten der Bevölkerung bereichert, ins Gefängnis muss? In ein Gefängnis, in dem man sie mit Hungerstreik und dem Gestümper eines Arztes von der berüchtigten Berliner Charité foltert?”
Klare Kante in beiden Fällen zeigt US-Außenpräsidentin Hystery Clinton: „Eine Frau, der medizinische Hilfe verweigert wird, indem man sie zum Krankenhausbesuch zwingen will, braucht wirklich jede Unterstützung. Und den verurteilten deutschen Demohelden biete ich Jobs in einem unserer Black Site – Gefängnisse an. Da wird solide Polizeiarbeit noch gewürdigt.“
Wednesday, 02 May 2012
Schleswig-Holstein – Positive Signale für Freie Software
I love it here » Deutsch | 06:40, Wednesday, 02 May 2012
Die Free Software Foundation Europe veröffentlicht heute ihre Freie-Software-Wahlprüfsteine für die Wahl zum Landtag Schleswig-Holsteins am 6. Mai 2012. Alle hier aufgeführten Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software, Offene Standards, dem Einsatz von Freier Software in der Bildung, Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung sowie zu Softwarepatenten.
Nach den teilweise überraschenden Antworten aus dem Saarland, senden die Parteien aus Schleswig-Holstein wieder deutlich positivere Signale für die Entwicklung und Förderung Freier Software. Insbesondere die Linke Schleswig-Holstein antwortet fachlich fundiert und mit konkreten Vorschlägen pro Freie Software. Die Positionen des nur in Schleswig-Holstein wählbaren Südschleswigschen Wählerverbands hingegen sind die enttäuschendsten Antworten aller bisherigen FSFE-Wahlprüfsteine.
Die CDU Schleswig-Holsteins geht von allen bisher befragten Landesverbänden der CDU am stärksten auf die Fragen ein. Laut CDU werden in der parteiinternen Arbeit bereits heute die Distributionen OpenSUSE und Ubuntu, OpenOffice sowie Offene Formate eingesetzt. Sie wollen die "Koordinierung und Steuerung der Entwicklung von Freier Software" durch die 16 bildungsnahen Technologiezentren in Schleswig-Holstein unterstützen. Beim Thema Softwarepatenten schweift die CDU zu Urheberrecht, Internetsperren und Netzneutralität ab, ist sonst aber ein gutes Vorbild für andere Landesverbände.
Die FDP zeichnet sich wie bei den anderen Landtagswahlen durch eine fundierte und konsequente Ablehnung von Softwarepatenten aus. Produktwerbung auf offiziellen Behördenseiten hält die FDP für unangebracht und spricht sich für eine selbstverantwortliche Entfernung von unfreier-Software-Werbung durch die Behörden aus.
Der Landesverband Schleswig-Holstein Die Grünen antwortet im Vergleich zu den Landesverbänden vergangener Wahlen knapp und oberflächlich. Sie sprechen sich dafür aus, dass die Ausschreibungs-Bedingungen in der öffentlichen Verwaltung für Freie Software verbessert werden. Ansonsten ist die Position dieses Grünen Landesverbandes freundlicher gegenüber Freier Software als die offen abweisende Position der Grünen in Baden-Württemberg, jedoch oberflächlicher als die Antworten der anderen Landesverbände.
Mit detaillierten und sachlich fundierten Antworten pro Freie Software hebt sich Die Linke hervor. Nur bei ihrer Ablehnung von Softwarepatenten, könnte Die Linke ihre Argumentation fundierter aufbauen. Dafür sprechen sie sich für den konsequenten Einsatz Offener Standards in der öffentlichen Verwaltung aus, sind für die Aufnahme Freier Software in die Lehrpläne und ins Angebot der Volkshochschulen. Geht es nach der Linken sollen Schulen ausschließlich Freie Software verwenden. Sie fordern den Einsatz Freier Software in Politik und Verwaltung und schreiben dazu:
Die Ausrede „dafür gibt es aber keine Programme für unser Fachgebiet“, lassen wir allenfalls kurzfristig gelten. Solche Programme werden entwickelt werden, wenn die öffentliche Hand als Nachfrager zur Verfügung steht.
Diesen Punkt hatten wir bereits in der Vergangenheit hervorgehoben (siehe unter "Angebot und Nachfrage¨). Wir würde uns freuen, wenn sich diese Haltung parteiübergreifend durchsetzt.
Nach der enttäuschenden Antwort der Piraten im Saarland, positioniert sich der Landesverband Schleswig-Holstein klar für Freie Software. Die Punkte zu Freier Software aus dem Grundsatzprogramm wurden hier im eigenen Wahlprogramm verfestigt. Darin werden zahlreiche Vorteile Freier Software – darunter der Kostenaspekt, die Unabhängigkeit, Investitionssicherheit und Standortförderung – hervorgehoben. Softwarepatente lehnen sie klar ab und versprechen sich davon ein Vorteil für die deutsche Wirtschaft. Des Weiteren fordern sie eine vollständige Umstellung der Verwaltung auf Offene Standards und wollen konkrete Anträge einbringen, um Werbung für proprietäre PDF-Betrachter auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung zu entfernen.
Schwer einzuordnen sind die Antworten der SPD Schleswig-Holsteins. Zusammenfassend lässt sich aus den Antworten der SPD weder eine negative noch eine unterstützende Position gegenüber der Förderung Freier Software ablesen. Teilweise spricht die SPD Schleswig-Holstein nur über den Einsatz in der eigenen Fraktion anstatt über politische Ziele für das Bundesland.
Im Gegensatz zu allen anderen Parteien, beantwortete der Südschleswigsche Wählerverband fast alle unserer Fragen in nur einem Satz: "Die [...] müssen selbst entscheiden, welche Software sie nutzen möchten." Diese Partei fungiert als offizielle Vertretung der dänischen Minderheit und ist damit von der 5%-Klausel ausgenommen, zieht also garantiert in den Landtag ein. Insbesondere bei ihrer Antwort zu Softwarepatenten zeigt sich wieder, wie der Begriff "geistiges Eigentum" eine sachliche Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen im digitalen Zeitalter verhindert. (Siehe auch "Hoeren: “Geistiges Eigentum ist ein dummer Begriff”.)
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Matthias Kirschner
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Thursday, 26 April 2012
Nerdalarm am Zeitschriftenstand – Yps mit Gimmick kommt zurück
| 09:32, Thursday, 26 April 2012
Zweimal scheiterten die Wiederbelebungsversuche. Nun soll ein dritter gestartet werden: Am 11. Oktober kommt eine neue Ausgabe von Yps mit Gimmick für 5,90 € in den Handel. Chefredakteur Christian Kallenberg, von 2005 bis 2010 verantwortlich für die deutsche Ausgabe des Bubenmagazins „FHM“, will aus YPS eine „Erwachsenenzeitschrift“ machen. Seiner bisherigen Zielgruppe bleibt er damit treu: Frühreife Kinder und zurückgebliebene Erwachsene. KNN traf den Journalisten zum Gespräch.
KNN: Eine Neuauflage von Yps – warum gerade jetzt?
Kallenberg: Über den Facebook-Auftritt von Yps habe ich gemerkt, was das auch heute noch für ein Kult ist. 40.000 Fans zeigen: Da ist echt eine ernst zu nehmende Zielgruppe.
KNN: Sie benutzen seltsame Wörter, Printmann.
Kallenberg: Wie bitte?
KNN: Facebook, Kult, Zielgruppe. Das klingt ungesund.
Kallenberg: Ach Gottchen, Sie sind ja total Retro.
KNN: Und Yps nicht?
Kallenberg: Wir wollen ja was Neues machen, die Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser übertragen. Yps als Lifestyle-Heft für Männer.
KNN: Wie kommt man auf so was? Durch Zielgruppenanalyse?
Kallenberg: Exakt. Die meisten der Facebook-Fans sind Männer zwischen 25 und 44. Yps ist eine positiv besetzte Marke in den Köpfen dieser Zielgruppe.
KNN: Wie müssen wir uns die Inhalte vorstellen?
Kallenberg: Das neue Heft soll Kindheitserinnerungen wecken ohne kindlich zu wirken. Zum Beispiel: „Mit 35 noch Geheimagent werden“ oder „Zauberei – zehn einfache Tricks für die nächste Party.“
KNN: Wow. Das klingt sehr maskulin. Aber uns fallen da noch männlichere Themen ein.
Kallenberg: Echt? Ich bin für jeden Vorschlag dankbar. Mehr als den Zauberer und den Geheimagenten habe ich bisher nicht.
KNN: Wie wär’s mit einer großen Plastiktüte, die man als Zelt, Duschwassertank und Solarzeppelin benutzen kann? So outdoormäßig.
Kallenberg: Cool. Ist notiert.
KNN: Oder Fischfutter, dass man sich selbst züchtet.
Kallenberg: Geil.
KNN: Eine orangefarbene Plastikbox als Survival Kit. Mit einem Hubba Bubba drin, das man auch als Kondom verwenden kann. Eine Maschine, die viereckige Eier macht. Ein total echt aussehender Detektivausweis.
Kallenberg: Langsam, langsam, so schnell komme ich nicht mit. Ist geil, oder? Das neue Heftkonzept bietet so viele Möglichkeiten, die Themen, die uns damals bewegt haben, aus einer neuen, spannenden Perspektive zu beleuchten.
KNN: Genau. Superthemen! Super neue Perspektiven! Geniale Gimmicks wären doch auch „Das Schwallometer“ oder „Die Maschine, die dir voll ins Hirn scheißt“.
Kallenberg: Hmm. Meinen Sie? Da denke ich mal drüber nach.
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Die kursiv gesetzten Passagen im fiktiven Interview sind Originalzitate.
Tuesday, 24 April 2012
Digitale Rechteminderung und “das gute Recht”
I love it here » Deutsch | 08:11, Tuesday, 24 April 2012
Gestern hat Dradio Wissen mich zu Digitaler Rechteminderung (DRM) interviewt. Es geht darum, was DRM ist, warum Unternehmen DRM einführen, warum DRM nur funktioniert, wenn der Kunde als Feind betrachtet wird und welche anderen Möglichkeiten neben DRM bestehen (Audio/MP3 07:52 Minuten). Ich habe am Ende des Interviews versucht, ein paar Punkte zu viel reinzubringen, was in der kurzen Zeit dann doch schlecht möglich war. Aber hier soll es um etwas anderes gehen.

Bei Diskussionen zu Freier Software, DRM, Antifeatures, etc. höre oder lese immer wieder von klugen, kritisch denkenden Menschen, dass es ja das gute Recht der Hersteller ist, über ihre Produkte zu verfügen oder Kontrolle auszuüben. Woher kommt das? Wären diese Einschränkungen in "der analogen Welt" auch akzeptabel? Ist es das gute Recht eines Verlags, dass er mir verbieten kann, das Buch vorzulesen, Freunden auszuleihen, oder weiterzuverkaufen? Ich habe immer wieder Büchern zweckentfremdet: im Moment ersetzen z.B. drei Bücher den vorderen Fuß meines kaputten Sofas. Wäre es ok, wenn der Verlag oder der Autor mir so etwas verbieten darf? Akzeptieren mehr Menschen solche Einschränkungen bei Software und Daten, und wenn ja, warum? Kommt das daher, dass bei der Diskussion mit der Bezeichnung "Digitales Rechte-Management", von vornherein den Herstellern ein Recht zugestanden wird?
Ich würde gerne von Euch wissen, wie ihr selbst das seht und wie das Bekannte, Freunde und Kollegen von Euch sehen. Ist es das gute Recht von Herstellern, uns einzuschränken? Schreibt gerne auf fsfe-de@fsfeurope.org, oder direkt an mich. Dankeschön.
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Matthias Kirschner
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Monday, 23 April 2012
Vorletzte Woche verschickt: Wahlprüfsteine an Parteien in NRW
I love it here » Deutsch | 11:00, Monday, 23 April 2012
Wie bereits schon bei anderen Wahlen haben wir vor zwei Wochen auch zur Wahl in Nordrhein-Westfalen wieder Wahlprüfsteine verschickt. Wir werden die Antworten wieder vor der Wahl veröffentlichen. Hier die Fragen:
- Eine konsequente Umsetzung Offener Standards in der öffentlichen Verwaltung ermöglicht einen Wettbewerb unter Software-Unternehmen. Treten Sie für die Verwendung Offener Standards in der Verwaltung ein und wenn ja: Wie wollen Sie vorgehen? Stimmen Sie dabei der Definition Offener Standards zu?
- Freie Software und Offene Standards ermöglichen eine herstellerunabhängige Grundlagenschulung in der Bildung. Planen Sie in der Bildungspolitik eine herstellerunabhängige Grundlagenschulung zu fördern und diese auch im Lehrplan umzusetzen? Wenn ja, wie?
- Viele Behörden machen auf ihren Webseiten Werbung für unfreie Software, z.B. in Form von Adobe Reader obwohl es mehrere Alternativen gibt. Der Migrationsleitfaden der Bundesregierung empfiehlt nicht mehr ausschließlich auf Adobe Reader zu verweisen und beispielsweise unsere Textbausteine zu verwenden. Was ist Ihre Meinung zu dieser Form von Werbung für unfreie Software und was werden Sie diesbezüglich unternehmen?
- Bei unfreier Software bestimmt allein der Anbieter, wer die Software verändern darf. Besitzern von Geräten wird die Möglichkeit genommen, selbst zu bestimmen, wer ihre Geräte genauer überprüfen oder weiter anpassen darf. Dadurch werden Anbieterabhängigkeiten verstärkt und es entstehen Dienstleistungsmonopole. Planen Sie, etwas gegen die Monopolisierung von Dienstleistungen im Softwarebereich zu unternehmen?
- Mobile Geräte (Mobiltelefone, Tablets, Netbooks, …) sind kleine Computer, die wir ständig mit uns herum tragen. Sie haben Mikrofone und Kameras, kennen unseren Aufenthaltsort, enthalten private Daten und Kommunikationsvorgänge. Sie sind mächtige Werkzeuge, die Risiken für die Privatsphäre bergen, aber uns in vielen Bereichen das Leben erleichtern können. Wie wollen Sie sicherstellen, dass in unserer Gesellschaft diese neuen Werkzeuge im Sinne der Anwender arbeiten?
- Software fällt in Deutschland unter das Urheberrecht und wird, wie Literatur auch, vom Patentrecht ausgeschlossen. Trotzdem werden weiterhin Softwarepatente von Patentämtern erteilt und Patentstreitigkeiten auch in Deutschland vor Gericht gebracht. Was ist Ihre Position zu Software-Patenten und wie planen Sie diese durchsetzen?
- Haben Sie darüber hinaus vor, in anderen Bereichen Freie Software zu fördern? Wenn ja: wie?
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Matthias Kirschner
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Friday, 20 April 2012
Thursday, 19 April 2012
Die Sache mit dem geistigen Eigentum
leena.de » deutsch | 14:48, Thursday, 19 April 2012
Die Sache mit dem geistigen Eigentum
Ich gerate mit dem Begriff des “geistigen Eigentums” immer wieder aneinander. Dabei stößt er mir sowohl politisch, als auch sprachphilosophisch unangenehm auf.
In der Enquête-Kommission digitale Gesellschaft habe ich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff angetreten. Doch die Kompromissmaschine hat da natürlich auch wieder vieles weichgespült.
Hier meine unverblümte Einstellung zu dem Thema:
Zunächst: Ich unterscheide zwischen einer sprachphilosophischen und einer inhaltlichen Kritik des Begriffs. Denn Wittgenstein hat sehr schön gezeigt, wie viele Probleme allein dadurch entstehen, dass ein Begriff nicht klar differenziert wurde und man somit quasi aneinander vorbeiredet.
Den Koalitionspolitikern in der Enquete habe ich das wie folgt erklärt:
Anne und Jutta wollen ein Haus bauen. Anne findet, dass Bretter ein gutes Material dafür sind, Jutta bevorzugt Steine. Anne schlägt Jutta vor, das Haus aus “Stöckchen” zu bauen, wobei sie damit Holzbretter meint. Jutta erscheint das absurd und schlägt “Kiesel” vor, wobei sie große Backsteine vor Augen hat. Die beiden streiten sich sehr lange denn für jede erscheint das vorgeschlagene Material als absurd. Würden sie ihre Begriffe klären und einander erklären, was sie unter dem Begriff verstehen, könnten sie sich möglicherweise darauf einigen, dass beide Materialien in Kombination vielleicht noch besser wären. Da sie jedoch aneinander vorbei reden, haben sie nie eine Chance das Problem zu lösen.
Der Begriff des “geistigen Eigentums” ist mit so vielen unterschiedlichen Bedeutungen besetzt, dass er es von vorne herein unmöglich macht, auf diesem Gebiet auf eine Einigung zu kommen. Seine Nähe zum stofflichen Eigentum erweckt sofort Assoziationen, die auf stofflose Güter gar nicht passen. Die einen (auch solche, die ihn erhalten und stärken möchten) grenzen ihn deshalb klar vom stofflichen Eigentum ab, die anderen leiten genau von dort Eigenschaften ab, die sie mit dem Namen begründen.
Allein deshalb ist der Begriff bereits abzulehnen. Er selbst produziert die Schwierigkeiten, die wir haben, zu einem gerechten Urheberrecht zu kommen. Und er ist es, der Menschen den Eindruck vermittelt, ihre Freunde wären ihre Feinde.

Ich habe auch einen inhaltlichen Grund, weshalb ich diesem Begriff so kritisch gegenüber stehe. Ich befürchte, dass wir uns hier mehr und mehr unsere eigene (langfristige) Entwicklung verbauen. Während das Urheberrecht einst eingeführt wurde, um Kreativität zu belohnen, wirkt es heute geradezu kreativitätsverhindernd.
Ich bin zwischenzeitlich zu der Haltung gekommen, dass es “geistiges Eigentum” doch geben kann. Nur ist das, was ich damit bezeichne etwas anderes, als das was allgemein darunter verstanden wird.
Eine Freundin erklärte mir einmal, dass sie einen Roman, den sie geschrieben hat (und der mich sehr bewegte) nicht veröffentlichen wolle, weil ihr die Charaktere zu sehr ans Herz gewachsen sind, als dass sie sie der Öffentlichkeit übergeben wolle. Und das konnte ich nachvollziehen. Sie wollte es für sich behalten und das ist ihr gutes Recht. Denn das ist das, was passiert, wenn ich ein Werk oder eine Idee veröffentliche. Ich löse damit unvermittelt Gefühle und neue Ideen aus. Diese sind jedoch Teil eines anderen Menschen und ich könnte nicht behaupten, dass diese mir “gehören”. In dem Moment, da ich eine Idee mit einem anderen Menschen teile, gebe ich sie ein Stück weit auf. Und das ist der Moment, indem die Vergleichbarkeit mit Eigentum aufhört. Denn die Tatsache, dass ich einen Tisch besitze wirkt sich nicht darauf aus, dass ein anderer Mensch auf einmal einen weiterentwickelten Tisch besitzt. Bei Ideen geht das. Das lässt sich sogar nicht verhindern. Kann man es denn dann verbieten?
Solange ich eine Idee mit keinem Menschen geteilt habe darf ich sie als mein “geistiges Eigentum” bezeichnen. Doch sobald ich jemandem davon erzähle, gebe ich dieses Eigentum auf. Die Idee und ihre Mutationen existieren dann auch in einem anderen Kopf. Ich kann sie nicht mehr zerstören (eine der wichtigsten Definitionen von stofflichen Eigentum), und ich habe keine Kontrolle mehr darüber.
Der Verlust des “geistigen Eigentums” ist für Künstler, Schriftstellerinnen usw. also Berufsrisiko, bzw. Berufsvoraussetzung. Denn wenn eine Idee in mir nichts bewirken darf, warum sollte ich sie mir dann anhören oder dafür Geld bezahlen? Das Teilen ist wichtigster Bestandteil von Ideen. Wenn ich sie für mich alleine haben möchte, dann muss ich eben auf diesen Bestandteil verzichten und sie für mich behalten. Ideen zu veröffentlichen und zu erwarten, dass sie sich nicht weiterentwickeln ist absurd.
Nun sehen wir alle ein, dass es nicht fair wäre, wenn man Musik oder Literatur oder Ideen einfach übernehmen und als “seins” ausgeben würde. Das geht nach meiner Definition auch gar nicht, denn um es zu “meinem” zu erklären, müsste ich es für mich behalten und könnte es daher gar nicht öffentlich als “meins” bezeichnen.
Durch eine grundlegende gesellschaftliche Übereinkunft, dass man an Ideen keinen Eigentumsanspruch erheben kann, könnte es schlichtweg nicht dazu kommen, dass sich jemand eine Idee aneignet, die ihm nicht “gehört”.
Und dennoch muss das Teilen von Ideen gefördert werden. Wenn ein Mensch viel Mühe in etwas gesteckt hat ist es nachvollziehbar dass er sich betrogen fühlt, wenn ein anderer das aufgreift und damit Geld verdient. (Als “seins” ausgeben, kann er es ja auch nicht.) Wenn das ginge (so eine verständliche Befürchtung), würde ja keiner mehr seine Ideen mit anderen teilen. Dass Ideen sich fortentwickeln, sobald sie geäußert werden ist sozusagen ein Naturgesetz. Wenn wir darin eine Ungerechtigkeit sehen, müssen wir sie mit einem Gesellschaftsvertrag wieder ausgleichen. Das bedeutet: wir treffen eine Verabredung, die es lohnend macht, Ideen mit anderen zu teilen. Zum Beispiel erteilen wir so etwas wie ein Monopol, das gewährleistet, dass man durch das Teilen einer Idee (und der damit verbundenen Aufgabe des Eigentums daran) im finanziellen Vorteil bleibt.
Anders als “Eigentum” ist bei dem Wort “Monopol” sehr deutlich, dass es Teil einer gesellschaftlichen Vereinbarung ist. Das Ablaufen des Verwertungsrechts 70 Jahre nach dem Tod würde im ersten Fall einer “geistigen” Enteignung gleichkommen. Im zweiten Fall läge die Einsicht, dass dies eine viel zu lange Zeitspanne ist, viel näher. Denn ein Monopol dient dem Entwicklungsanreiz und darf daher nicht zu lange gelten. Mir ist bewusst, dass auch bei Monopolen maßlos übertrieben wird und ich möchte hier nicht das Prinzip des Monopols verteidigen. Ich möchte nur, dass wir das Kind beim Namen nennen. Denn das was wir als geistiges “Eigentum” bezeichnen, ist in Wirklichkeit ein Monopol. Egal ob man Monopole jetzt gut findet, oder nicht.
Wenn wir anfangen würden, statt vom “geistigen Eigentum” vom “geistigen Monopol” zu sprechen, könnten wir endlich in eine zielführende Debatte eintreten. Wer längere Schutzfristen fordert, der soll sie fordern, wer Monopole gänzlich ablehnt, soll das tun. Vielleicht trifft man sich irgendwo in der Mitte (was immer noch weit unter den 70 Jahren nach dem Tod liegen müsste). Wichtig ist, dass wir uns bewusst sind, was wir fordern, wenn wir über die Schutzfristen sprechen. Und dabei fordern wir nicht eine Verzögerung (oder gar Aufhebung) der Enteignung, sondern eine Verlängerung des ausgleichenden Eingriffs. So können ganz neue Fragen aufkommen: Wie lange ist ein Eingriff nötig, um ausreichend auszugleichen? Was ist notwendig um diesen zu rechtfertigen?
Wir würden das Pferd von der anderen Seite besteigen. Von der Seite, die die langfristige Fortentwicklung und den Bestand unserer Gesellschaft im Auge hat (anstelle von kurzfristigen Gewinnaussichten).
Doch solange wir behaupten, man könne Eigentumsansprüche an Ideen erheben, kommen wir nicht weiter. Denn dann verschwenden wir unsere Zeit mit juristischen Spitzfindigkeiten, anstatt kreativ zu sein. Die Fronten verhärten sich und wir stehen uns letztlich selbst im Weg.
Missglückte Nachahmung
Mimi und Eunice - IP | 14:34, Thursday, 19 April 2012
Original: Failed Imitation
Vor der Landtagswahl: Wikimedia stellt wieder Fragen an NRW Parteien
| 09:30, Thursday, 19 April 2012
Die CDU bietet ihren „Dialog über Deutschland“, die SPD ihren „Zukunftsdialog“, die Piraten hoffen auf die direkte Online-Demokratie [a.k.a. Schwarmintelligenz]. Selbst das verschlafene Städtchen Bonn am Rhein fragt unter „Bonn packt’s an“ nach den Meinungen auch minderbemittelster Bürgerinnen und Bürger. Nun sollen aber nicht nur die Regierten den Regierenden ihre Meinung sagen, sondern auch die Politikerinnen und Politiker dem einfachen Volk. Wie schon zur NRW-Wahl 2010 hat Wikimedia zur kommenden Wahl am 13. Mai „Prüfsteine“ aufgestellt: 18 Fragen an die kandidierenden Parteien zu Themen wie Netz- Bildungs- oder Urheberrechtspolitik. Lobenswert ist dabei einmal mehr, wie offen die Fragen gestellt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die Befragten zu bestimmten Äußerungen gedrängt werden.
Wie schwer es ist, Fragenkataloge aufzustellen, die zu validen Ergebnissen führen, davon kann manche Soziologin ein Lied singen. Ob quantitativ oder qualitativ ausgerichtete Verfahren – immer ist es wichtig die eigene Geisteshaltung zu reflektieren und jedwede manipulative Einflussnahme durch die Fragestellung zu vermeiden. Obwohl Politiker in der Regel genau das sagen, was sie meinen und was sie später umzusetzen gedenken, kann vor einer mit Spannung erwarteten Wahl ein wenig Vorsicht nicht schaden. Nicht, dass am Ende die Volksvertreter nur das äußern, was viele offenbar hören wollen. Wikimedia hat dieses Problem erkannt und vorbildlich gelöst. So gibt es zu jedem Fragenkomplex einen kleinen Einleitungstext, der den Befragten die Orientierung erleichtert. So heißt es zum Thema Netzsperren „Seitdem herrscht ein weitgehender Konsens über die Gefährlichkeit und Unsinnigkeit von Netzsperren.“ Im Anschluss daran wird gefragt, ob man Gesetzesvorhaben für Netzsperren plane. Noch liegen die Antworten der Parteien nicht vor, aber die Spannung steigt bereits jetzt ins Unermessliche, was sie wohl antworten werden. Auch das Thema „Bildungspolitik“ wird ganz unverkrampft angegangen. Nehmen wir Frage 2: „Sehen Sie Chancen dafür, die Schulen technologisch besser auszustatten und Kindern und Jugendlichen einen kompetenten Umgang mit Neuen Medien zu vermitteln?“ Spannend, spannend! Was werden die Parteien wohl antworten? So vieles scheint möglich: Von einem entschlossenen „Ja“, über ein besonnenes „Vielleicht“ bis hin zu einem trotzigen „Nein“. Oder Frage 18: „Werden Sie – wie in Berlin – die Netzpolitik zu einem eigenständigen Politikfeld mit entsprechenden Kompetenzen innerhalb der Landesregierung aufwerten?“ Tja, gute Frage, bei deren Beantwortung der völlig neutrale Einleitungstext zu „Netzpolitik“ keinerlei Anhaltspunkt liefert: „Auch auf landespolitischer Ebene erscheint eine Bündelung der Kompetenzen zu Folgewirkungen der Digitalisierung dringend erforderlich.“
Wenn man sieht, wie sich die „Dialog“-Portale der CDU oder SPD mit den meinungsfreudigen Monologen arbeitsloser Neonazis und demenzerkrankter Rentner füllen, tut es gut, dass Wikimedia nicht auch noch als Fragen maskierte Meinungen ins Netz schleudert. Einfach mal fragen, was der Andere wirklich denkt, ohne schon wieder alles besser zu wissen – das wirkt Wunder in Beziehungen, und das wirkt sicher auch Wunder in der Politik.
Wednesday, 18 April 2012
Verrammelte Technik
Mimi und Eunice - IP | 15:06, Wednesday, 18 April 2012
Original: Locked Up Technology
Monday, 16 April 2012
Eingetragene Spiritualität
Mimi und Eunice - IP | 16:33, Monday, 16 April 2012
Original: Trademarked Spirituality
Thursday, 12 April 2012
Samba-Sicherheitslücke kostet Admins Nerven
| 09:21, Thursday, 12 April 2012
Die laut Samba-Team „schwerst mögliche Lücke in einem Programm“ macht all jene Systeme angreifbar, die auf die verbreitete Open-Source-Software setzen. Die Sicherheitslücke ist durch einen mangelhaften Code-Generator für Remote Procedure Calls entstanden und betrifft alle Samba-Versionen ab 3.0.25 bis 3.6.3. Admins werden nun aufgefordert, ihre Server mit aktuellen Updates zu sichern. Darunter genervte Kollegen wie Torsten Frickler (29).
Ein ganz normaler Morgen bei Blubb & Laber: Während die Angestellten, Freelancer, Praktikanten und Trainees hektisch durch die Gänge und Räume der Werbeagentur wuseln und den nächsten pitch vorbereiten, sitzt Admin Frickler in seiner Abstellkammer und hasst sich an der Google-Chrome Werbung fest. Immer, wenn er gemütlich seine Privatmails gecheckt hat, taucht entweder die Fresse von Martin Willroth auf, der seiner Tochter seit ihrer Geburt Mails schreibt, oder wahlweise der pfiffige Ralf Krauthausen, „ein Mann, der eine Idee für 1,6 Millionen hat“. Frickler hasst die beiden ihm aufgedrängten Männer jeden Tag mehr. Und was am meisten nervt: Man kann die Werbung trotz Schließen-Kreuzchen nicht schließen. Normalerweise sind das die größten Probleme seines Arbeitsalltags. Außer ihm hat keiner Ahnung von IT, und was er da in seinem Kabuff macht, interessiert niemanden, solange alle ihre Powerpointpräsentationen ordentlich ausdrucken können. In seinen Wochenbericht schreibt er, was Blubb und Laber gerne lesen: „bug fixing“, „hang- and workaround“, „onplaying of premium patches“ oder „optimizing of workflow-efficiency through supernew IT-update“. Die Firmengründer reden nicht nur selbst täglich Quatsch, sie glauben auch den Quatsch der anderen. Solange er nur gut klingt.
Jetzt aber um 10.33 Uhr steht plötzlich Laber in der Tür und hat diese rot glühenden Stressflecken im Gesicht, die nichts Gutes verheißen.
„Wir haben doch einen Mambo-Server“, quäkt der Teil-Geschäfstführer, der hier den CEO, CIO und NLP-Masterpractitioner in Personalunion gibt. Frickler nickt: „Genau.“ Nie dem Laber widersprechen, wenn er gestresst ist.
„Fuck, fuck, doublefuck! Bei Spiegel-Online schreiben die, da gibt es eine Riesensicherheitslücke. Da können andere quasi in unser Dingsda…also Netzwerk eindringen. Wenn jetzt die Arschlöcher von Schwafel & Laber an unsere Pitch-Unterlagen kommen, dann…“
Scheiße, denkt Frickler, Scheiß Spiegel-online. Möglichst unauffällig schiebt er den frisch gedrehten Joint aus dem Blickfeld des vor ihm stehenden Vorgesetzten, lächelt professionell und sagt: „Ich fixe das.“
„Aber fix, aber asap, Top-Prio number one! Ich werde wahnsinnig“, ruft Laber und rauscht in den Flur.
Frickler wird bald bewusst, dass es mit dem Aufspielen der entsprechenden Patches nicht getan ist. Um die üblichen Hänger bei der Unterstützung der ständig druckenden Drucker von Blubb & Laber zu vermeiden und wegen der verflixten Kompatibilität zu Windows 7 hat er die offiziellen Pakete verschiedener Debian-Server mit trickreichen Versionen ersetzt. Nun bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu versuchen, bei Dutzenden Kombinationen von Dutzenden Samba- und Debian-Versionen den Bugfix zu bewerkstelligen ohne neue Bugs einzuführen. Eine absolute Quadratscheiße.
Frickler starrt einige Minuten in die Visage des Mannes, der seiner Tochter seit ihrer Geburt Mails schreibt. Dann beschließt er, zwei, drei Patches herunter zu laden und den Rest so zu lassen, wie er ist. Schließlich kennt er aus einem Minecraft-Forum den einzigen bei Schwafel & Sülz, der Ahnung von IT hat. Und der hat sicher Besseres zu tun, als RPC-Anfragen zu manipulieren. Frickler seufzt, dann geht er in die Zigaretten-Pause.
Friday, 06 April 2012
Thursday, 05 April 2012
Reguläres Treffen der Community “FreieSoftwareOG”
Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 14:43, Thursday, 05 April 2012
Unser gestriges Thema drehte sich um die Verschlüsselung von Mails mit der Freien Software “GnuPG”.
Glücklicherweise haben wir für dieses Treffen den “Keller” im Unico bekommen.
Denn es kamen erfreulicherweise wieder ca. 18 “alte Hasen” und auch einige neue Gesichter.
Ausserdem war es dadurch möglich, einen Beamer mit Leinwand zu verwenden, was es sehr viel bequemer machte dem Vortrag zu folgen. Nach einigen einführenden Folien und Erläuterungen zum Thema Mailverschlüsselung mit GnuPG ging es dann zum “Keysigning”. Nach einem etwas holprigen Anfang ging das Ganze recht flott und unkompliziert von Statten (na,ja. Es waren auch nur 7 Schlüssel zu vergleichen/überprüfen)
Als das geschafft war, konnten sich die interessierten Einsteiger noch an einem Testnotebook selbst davon überzeugen, daß es sehr einfach ist, sich ein Schlüsselpaar zu erstellen und dieses zu verwalten.
Somit ist zu hoffen, daß wir noch sehr viele solche “Keysigning-Parties” veranstalten können.
Selbstverständlich ist es auf jedem unserer Treffen möglich, daß sich einzelne Personen gegenseitig die Schlüssel austauschen/prüfen.
Mac OS X – Anteil der Freizeit-Programmierer nimmt zu
| 10:08, Thursday, 05 April 2012
Während laut einer Studie mittlerweile 75% der Änderungen am Linux-Kernel von bezahlten Entwicklerinnen und Entwicklern durchgeführt werden, setzt Apple bei der Weiterentwicklung seines Betriebssystems verstärkt auf Menschen, die nach Feierabend coden. Laut Apple-Chef Tim Cook soll sich damit die „lässig-liberale Atmosphäre der Linux-Anfangsjahre in einem seriösen Konzern entfalten“.
Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, wo er oder sie oder zumnindest ein Freund oder eine Freundin oder wenigstens eine Bekannte oder ein Bekannter oder – und jetzt reicht es aber auch mal – ein Freund eines Bekannten oder einer Bekannten oder eine Freundin eines Bekannten oder einer Bekannten mit einer Flasche Vitamalz im Kinder- oder Studentenzimmer saß und pfiffige Zeilen zum Linux-Kernel beisteuerte? Oder sogar zum Kern des Kernels oder dem Kernelkern-Kern? Wer dachte da schon an Geld, wo es doch um etwas Größeres ging und Mutti sowieso pünktlich um Mitternacht eine Platte mit Burgern durch den Türspalt schob? Die Aufbruchsstimmung dieser seligen Zeiten möchte Tim Cook nun „ein Stück weit“ für Apple fruchtbar machen.
„In China sind maximal 40 Arbeitsstunden pro Monat erlaubt, plus 36 Überstunden im Monat“, kennt Cook die biederen Landesgesetze seit den neusten Scherereien mit dem Produktionspartner Foxconn. „Wir überlegen daher, einen häuslichen Hobbybereich zu fördern. Apple stellt die Geräte und motivierte Hobbybastler löten daheim iPhones und iPad-Tablets zusammen. Ein Riesen-Fun!“ Spannender als die Freizeit-Fertigung von Hardware sei jedoch das nicht-erwerbsmäßige Programmieren von Software. „Ein ganz neues Lebensgefühl“, weiß auch Wanderprogrammierer Qi Han Tzu (31). „Plötzlich ist man Teil einer großen Familie, der es nicht um Geld geht.“
Das Modell könnte Schule machen. Auch bei Microsoft erwägt man für die neue Version von Windows 8 eine irgendwie „linuxmäßigere Firmenkultur“. „Jeder ist eingeladen, als “free Geek” etwas beizusteuern“, freut sich CEO Steve Ballmer (160/100) auf eine fast schon „hippiemäßig-entspannte“ Zukunft. Das Ziel ist klar: „Kein Servicepartner wird benachteiligt. Alle verdienen gleich viel. Nichts!“
Sunday, 01 April 2012
Saturday, 31 March 2012
DFD 2012 und Fellowshiptreffen in Düsseldorf
stehmann's blog | 10:38, Saturday, 31 March 2012
Am 28.03.2012 war der Abend des regulären Fellowshiptreffens und auch der Document Freedom Day.
Leider wurde die andere Veranstaltung zum DFD in Düsseldorf kurzfristig angesagt, dabei hatten wir uns auf ein Treffen mit Michael Kesper, dem Bonner Fellowshipkoordinator, der dort als Referent vorgesehen war, und eine Diskussion mit den Mitgliedern des AK Netz- und Medienpolitik der Jungen Union NRW. die wir eingeladen hatten, doch nach Michaels Referat ins Chaosdorf vorbeizukommen, gefreut. Aber die kommende Wahl in NRW muss gut vorbereitet werden. Dafür durften wir ein Vorstandsmitglied der örtlichen Frauen-Union begrüßen.
Zunächst wurde, nach kurzen Informationen zum Document Freedom Day, ein Bild von der Verleihung des diesjährigen Document Freedom Award betrachtet und denen, die es nicht wussten, erklärt, wer auf diesem Bild Matthias ist (“der mit dem grünen T-Shirt”). Weitere Informationen zur Preisverleihung finden sich hier.
Zwei Vorträge standen auf dem Programm: Der Chronist sprach über “Freie Software und Offene Standards - ein starkes Team” und erläuterte vor allem die Vorteile Freie Software und Offene Standard für Anwender. Wolf-Dieter Zimmermann sprach dann zum Thema “Nachhaltige Bildungspolitik – nur auf Basis Freier Software und Freier Formate? !”. Dabei lag sein Schwerpunkt auf der schulischen Bildung und der Lehrerausbildung. Lebhaft wurden bereits schon während seines Vortrags die staatlich zu verantwortenden Defizite auf diesen Feldern diskutiert.
Der Einsatz von Wolf-Dieter für Freie Software und Offene Standards in der schulischen Bildung ist außergewöhnlich und vorbildhaft und dauert auch im “Unruhestand” an.
Folien zu den Vorträgen:
DFD2012-FreieSW-OffeneStandards.odp
NetzwerkBildung.odp
Es gab in der Pause zwischen den Vorträgen wieder ein leckeres veganes Essen und nach den Vorträgen noch Diskussionen bis in die frühen Morgenstunden.
Etwa zwanzig Menschen haben an der Düsseldorfer Feier des DFD 2012 teilgenommen, darunter sechs Frauen.
Am 25.04.2012 werden wir als Fellowshiptreffen den Fnordeingang in Neuss besuchen. Die dortigen Aktivitäten sollen uns vorgestellt werden. Wir werden dort die FSFE und ihre Fellowship präsentieren. Der genaue Ort, an dem wir uns treffen, wird noch bekannt gegeben.
Friday, 30 March 2012
Arbeitsverweigerung
Mimi und Eunice - IP | 15:10, Friday, 30 March 2012
Original: Only Work If You’re Paid
Thursday, 29 March 2012
Anreiz des Urheberrechts
Mimi und Eunice - IP | 15:10, Thursday, 29 March 2012
Original: Incentivized Creation
Free Your Android Kampagne
Torsten's FSFE blog » deutsch | 13:10, Thursday, 29 March 2012
In den letzten Monaten war ich sehr mit der Free Your Android Kampagne beschäftigt. Sie hat überraschend starken Widerhall in den Medien gefunden. Unter anderem bin ich von der TAZ interviewt worden. Da das Interview gekürzt abgedruckt wurde, veröffentliche ich hier mal den fehlenden Teil, der sich unmittelbar am Ende anschließt:
Bei Android nehmen Netzbetreiber eine wichtige Rolle ein – diesen erlaubt Google beispielsweise, bestimmte Anwendungen zu sperren oder Standardprogramme vorzuinstallieren, die man nicht so leicht los wird. Spielt hier auch die Frage der Netzneutralität hinein?
Auch wenn direkte Eingriffe in den Datenverkehr einen schwerwiegenderen Verstoß darstellen, so verletzt ein Netzbetreiber in gewisser Weise auch die Netzneutralität, wenn er vorschreibt mit welchen Endgeräten man sein Netz benutzen und welche Software darauf laufen darf. Als Anbieter von mobilem Internet haben die Netzbetreiber einen Interessenkonflikt. Einerseits wollen sie Internetflatrates verkaufen, aber andererseits auch Geld mit SMS und Telefonaten verdienen. Beides geht über das Internet aber sehr viel billiger.Zu Beginn des Breitband-Internets durfte man z.B. seinen Anschluss nur mit einem Computer nutzen. Die Provider mussten bald einsehen, dass diese Einschränkung nicht haltbar war. Auf eine ähnliche Einsicht der Mobilfunkprovider warten wir leider immer noch. Bis dahin müssen die Anwender von unerwünschten Programmen mit der Gefahr leben, dass ihnen ihr Vertrag gekündigt wird.
Es gab bereits Versuche, offene Mobilfunkbetriebssysteme zu etablieren. Bislang sind diese gescheitert. Wird dieser Ansatz eine Nische bleiben, ähnlich wie Linux bislang noch immer im Vergleich zu Windows deutlich
zurückliegt?Zuerst muss man feststellen, dass Betriebsysteme auf Basis von Linux in vielen Bereichen keine Nische sind. Die meisten Internet-Server laufen mit GNU/Linux und auch die Zahl der PC-Nutzer von GNU/Linux Varianten steigt immer weiter an. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Android weitgehend Freie Software ist und ebenfalls Linux enthält. Es ist das am häufigsten verwendete Smartphone-System. So gesehen ist das ein großer Sieg für die Freiheit der Nutzer. Wir arbeiten daran, eine vollständig freie Variante von Android inklusive der wichtigsten Apps
anzubieten, um auch noch die letzten Probleme zu beheben und den Nutzern die volle Kontrolle über ihre Geräte zu geben.Wir danken für das Gespräch.
Außerdem planen wir Phone Liberation Workshops, um Leuten zu Helfen, mehr Freie Software auf ihren Telefonen zu installieren und das Wissen darüber auf mehrere Personen zu verteilen. Einen ersten Workshop habe ich in Bielefeld beim FoeBuD gemacht.
Überraschende Zahlen aus München: Linux tatsächlich robuster und preiswerter als Windows?
| 09:46, Thursday, 29 March 2012
Computer- und Wirtschaftsexperten in aller Welt staunen über Zahlen, die seit dem 19. März in der Münchner Rathaus-Umschau zu lesen sind. Ihnen zufolge ist für die bayerische Landeshauptstadt der Umstieg auf Linux rund 4 Millionen Euro günstiger als eine fortgestezte Nutzung der seit 2005 bestehenden Windows-Infrastruktur. Gesparte Lizenzkosten von ähnlicher Höhe sind dabei noch nicht mitgerechnet. Nun fragen sich einige Querdenker, ob wir tatsächlich umlernen müssen.
Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) ist stolz. Anhand von kaum frisierten Zahlen kann er der anfragenden CSU-Stadtratsfraktion belegen, was viele kaum für möglich hielten: Sein immer wieder scharf kritisiertes LiMux-Projekt kommt günstiger als Windows. Obendrein wird gemunkelt, dass dank offenem Quellcode bei Linux Anpassungen durch eigene Entwickler niederschwellig möglich seien. Und damit nicht genug: Münchner Administratoren verblüffen mit der Behauptung, die Zahl der Fehlermeldung sei trotz typischer Umstellungsprobleme um etwa ein Drittel zurück gegangen. Besonders erstaunt zeigt sich die CSU darüber, dass beim LiMux-Projekt offenbar keine Lizenzkosten anfallen und somit das investierte Geld komplett im eigenen Land bleibt. Laut CSU-Politiker Willibald Hopfimoser (78) seien das schon fast „Pro-Argumente für dieses Linux“. Er höre aber auch immer wieder Klagen von Stadt-Angestellten, zum Beispiel, dass unter Linux kein ordentlicher Moorhuhn-Download mehr möglich sei. Außerdem dürfe man nicht vergessen, was Politikern entgeht, die nicht auf Microsoft setzen: „Da sind zum einen die Wählerstimmen der Microsoft-Angestellten in Unterschleißheim. Zum anderen natürlich…ach, nee, das sag ich jetzt doch nicht.“
Ausgehend von den sensationellen Zahlen aus München beginnen mittlerweile besonders progressive Denker wie der „digitale Liberale“ Philipp Rösler (FDP) zu mutmaßen, dass freie Software und Linux einen größeren volkswirtschaftlichen Nutzen haben könnten, als die Bindung an einen US-Konzern. Allerdings äußert Rösler (39, doch wirklich!) auch Bedenken: „Freie Software – das klingt erst einmal so schön. Aber der Begriff „Freiheit“ wird oft total falsch gebraucht. Am Ende wird die Freiheit des Einzelnen, sich rücksichtslos zu verwirklichen, einer breiten Bürgerlobby geopfert. Wehret den Anfängen! Alle miteinander!“
Wednesday, 28 March 2012
Informationsstand zum Document Freedom Day 2012
Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 17:52, Wednesday, 28 March 2012
Am heutigen DFD hat die Community “FreieSoftwareOG” einen Informationsstand in der Stadtbibliothek aufgestellt.
Hier konnten sich die Besucher über die Wichtigkeit von offenen Formaten informieren.
Das Thema Freie Software wurde selbstverständlich ebenfalls angesprochen.
Bereits gestern war ich mit den “Abgesandten” der Free Software Foundation Europe in Karlsruhe, zur Preisübergabe des jährlich zu diesem Anlass vergebenen “Document Freedom Award” an die Firma 1&1 für deren Implementierung des XMPP-Protokolls in Ihre Maildienste (Web.de, GMX.de)
Ein gutes Ansehen macht nicht satt
Mimi und Eunice - IP | 15:10, Wednesday, 28 March 2012
Original: You Can’t Eat Prestige
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