Planet Fellowship (de)

Sunday, 25 January 2015

Freie Software – Ressourcen schonen durch Teilen

Don't Panic » Deutscher Planet | 15:58, Sunday, 25 January 2015

Ende November wurde ich zu einem Fachgespräch „Nachhaltige Software“ eingeladen, veranstaltet durch das Öko-Institut e.V. sowie das Umweltbundesamt. Es handelte sich um eine Auftaktveranstaltung zur Forschungsfrage „Was ist Nachhaltige Software?“ beziehungsweise zu der Frage, welche Kriterien zur Bestimmung von Nachhaltigkeit von Software und dessen Entwicklung in Betracht gezogen werden können.
Ich wurde gebeten die Bedeutung Freier Software in Bezug auf Nachhaltigkeit zu beleuchten. Selbst sehe ich die besondere Bedeutung Freier Software für eine Digitale Nachhaltigkeit – den Veranstaltern war verständlicherweise jedoch die ökologische Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen. Und auch dazu kann Freie Software einen bedeutenden Beitrag leisten. Ich habe versucht in meinen Ausführungen beiden Ansprüchen gerecht zu werden.
Im Anschluss an die Veranstaltung entstand der folgende Artikel, der demnächst in die öffentliche Dokumentation des Umweltbundesamtes aufgenommen wird. Bis das soweit ist gibt es hier eine Vorabversion (auch als PDF verfügbar).

Zusammenfassung:
Dieser Artikel widmet sich den nachhaltigen Aspekten Freier Software und offener Entwicklungsmodelle. Dazu wird zuerst in das Verständnis von Nachhaltigkeit und in die Nachhaltigkeit digitaler Ressourcen eingeführt. Es folgt eine Erklärung Freier Software und schließlich wird skizziert, welche direkten positiven ökologischen Auswirkungen durch die Entwicklung und Verwendung Freier Software erzielt werden können.

Inhaltsverszeichnis

1. Software im Kontext der Nachhaltigkeit

Je mehr unsere alltäglichen Interaktionen durch die Verwendung digital-technischer Geräte geprägt werden, desto mehr rückt die Ökobilanz dieser technischen Geräte in den Fokus der Aufmerksamkeit. Elektroschrott, Recycling, „Green-IT“, Ökostrom, Halbwertszeit von Hardware und verwandte Aspekte gewinnen an Bedeutung. Über die „Nachhaltigkeit“ der verwendeten Software wird hingegen kaum gesprochen. Was könnte man darunter verstehen, was ist nachhaltig und welche Anforderungen müsste Software erfüllen um nachhaltig zu sein?

1.1 Zum Begriff „Nachhaltigkeit“

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat im letzten Jahrzehnt eine nahezu inflationäre Verwendung gefunden [1], insbesondere in Politik und Wirtschaft. Als eine Folge daraus wurde in unterschiedlichsten Kontexten von Nachhaltigkeit gesprochen, so dass der Begriff weiter an Unschärfe gewonnen hat. Deshalb wird den weiteren Ausführungen dieses Artikels folgende Definition zu Grunde gelegt:

„Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Dieses Zitat ist einer der zentralen und meist zitierten Leitsätze des Brundtland-Berichts „Unsere gemeinsame Zukunft“ [2]. Durch die darin enthaltene intertemporale Dimension wird in Kurzform auch von „Generationengerechtigkeit“ gesprochen.
Bei Betrachtung endlicher Ressourcen, die eines Tage erschöpft sein könnten, wäre unter der Generationengerechtigkeit ein Konsum zu verstehen, der die vorhandenen Ressourcen auf eine Art und Weise schont, dass auch zukünftige Generationen noch von der gleichen Ressource zehren können. Bei Software gilt es, diese Aspekte der Ressourcenschonung beim Energieverbrauch der Software zu bedenken, sowie im Rohstoffverbrauch bei der für den Betrieb der Software notwendigen Hardware. Betrachten wir hingegen Software selbst als Ressource, ergeben sich andere Bedingungen der Generationengerechtigkeit. Denn Software ist digital und damit immateriell – und für den Erhalt digitaler Ressourcen gelten andere Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung.

1.2 Nachhaltigkeit digitaler Ressourcen

In der Digitalen Gesellschaft werden unser Arbeitsalltag, unsere Kommunikation und ein großer Teil unserer Infrastruktur inzwischen von Software gesteuert oder vereinfacht. Heute in Deutschland Heranwachsende ohne Zugang zu jeglichem Computer aufzuziehen wäre geradezu verantwortungslos, da es einem sozialen und gesellschaftlichen Ausschluss gleichkäme. Je mehr kritische Infrastruktur von Software gestellt wird, desto wichtiger werden auch der Erhalt, das Verständnis und der Zugang zu dieser Software. Software wird zu einem Fundament, dessen eigene Existenz zum Erhalt unser digital gewachsenen Infrastruktur notwendig ist; ebenso wie das Wissen um die Bedienung der Software. Es ist an der Zeit, Software als Informations- und Wissensressource zu verstehen.

Betrachten wir Software als eine Ressource, unterscheidet sich diese grundlegend von natürlichen, endlichen Ressourcen. Software – sowie digitale Information jeglicher Art – ist eine immaterielle Ressource und unterliegt damit ähnlichen Bedingungen wie Wissens- und Kulturgüter. Für digitale Ressourcen gilt, dass trotz exzessiver Anwendung, Gebrauch und miteinander Teilen kein Verzehr der Güter stattfindet. Jeder kann von derselben Ressource profitieren ohne dabei die Ressource für andere Konsumenten zu schmälern.
Beispiel: Betrachten wir ein einzelnes Computerprogramm als eine Ressourcen-Einheit der Menge Eins, dann kann diese Einheit prinzipiell unendlich oft verwendet, kopiert und getauscht werden ohne dass sich dadurch die Ursprungsressource jemals verbrauchen würde. Im Gegenteil: Mit jeder Kopie des Computerprogramms steigt die Menge der zur Verfügung stehenden Ressourcen-Einheiten. Betrachtet man eine spezifische Form digitaler Information – zum Beispiel ein einzelnes Computerprogramm – als besonders schützenswert und möchte diese Ressource für zukünftige Generationen erhalten, dann ist eine erfolgversprechende Strategie, möglichst viele Kopien davon (= Einheiten) möglichst weit zu verbreiten.
Zusammenfassend gilt, dass Software dann zu einer nachhaltigen Ressource wird, wenn sie frei kopiert und angepasst werden kann. Diese Möglichkeiten müssen jedoch explizit eingeräumt werden. Denn obwohl Software sich durch die Erstellung von Kopien nicht erschöpfen kann, können digitale Ressourcen durchaus ausschließbare Güter sein: Durch Anwendung von Immaterialgüterrechten, geschlossenem Code und Kopierschutzmaßnahmen werden digitale Ressourcen künstlich verknappt und damit vom Teilen, dem freien Gebrauch und der freien Weiterentwicklung ausgeschlossen. Die künstliche Verknappung des Angebots soll Markt erschaffend wirken; allerdings liegt gerade in der künstlichen Verknappung digitaler Ressourcen die Gefahr des unwiderruflichen Ressourcen- und damit Wissensverlustes. Denn mit der Nicht-Veröffentlichung des dem Programm zu Grunde liegenden Codes wird das Wissen um die Herstellung und Funktionsweise der Software privatisiert. Das sorgt für einen unmündigen Kunden, der vom Support und dem Gutdünken des Herstellers abhängig ist. In unserem Zusammenhang ist es darüber hinaus vor allem eine Gefahr für den Erhalt der Software als zukünftige Ressource.
Durch das Verschließen des Codes liegt das Wissen um die Funktion sowie das Recht der Kopie und der Verbreitung dieser Information in den Händen einer geschlossenen Gruppe, beispielsweise eines Unternehmens. Verschwindet dieses Unternehmen eines Tages vom Markt, dann ist die Gefahr groß, dass damit auch für immer das Wissen um die Software verloren geht. Gleiches gilt für verschlossene Dateiformate. Daten, die in proprietären Formaten gespeichert werden, können nicht als zukunftssicher gelten, denn es sind nur ganz spezielle, verschlossene Computerprogramme fähig, diese Daten auszulesen. Mehr noch: Proprietäre Dateiformate erschaffen und gestalten Insellösungen und Inkompatibilität. Dadurch sollen Kunden an den Hersteller gebunden werden. Geht jedoch dem Hersteller das Wissen um seine proprietären Formate verloren, ist es damit zugleich den zukünftigen Generationen verloren gegangen. Das ist eine der wenigen Gefahren, wie sich eine digitale Ressource in der Tat erschöpfen kann.

Dieser Gefahr entgegen wirken Freie Software [3] und Offene Standards [4]. Beide stehen der Öffentlichkeit dank ihrer offenen Lizenzbestimmungen frei zur Verfügung. Durch öffentliche Dokumentation sowie das explizite Recht, die Software zu kopieren und anzupassen, bilden sie das Fundament, um digitale Information und Software als eine nachhaltige Ressource für zukünftige Generationen zu erhalten. So lange es Computer gibt, werden diese in der Lage sein Freie Software zu verstehen und zu verwenden. Das erfüllt nicht nur den Anspruch der Generationengerechtigkeit, sondern auch einen weiteren Leitsatz des Brundtland-Berichts:

“Im wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozeß, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.“ [5]

Verfolgen wir also eine Entwicklung, welche „die Nutzung von Ressourcen“ auf eine Weise ermöglicht, „das derzeitige und künftige Potential [zu] vergrößern“, dann müssen wir auf Freie Software und Offene Standards setzen. Nur diese können die Ressource Software nachhaltig sichern und deren Potenzial auch für die Zukunft vergrößern. Es ist an der Zeit für die Digitale Gesellschaft eine Digitale Nachhaltigkeit [6] zu fördern.

1.3 Nachhaltigkeit ‘durch’ aber auch ‘von’ Software

Die bisherigen Ausführungen legen nahe, dass bei der Bestimmung von „nachhaltiger Software“ mindestens zwei Aspekte von Nachhaltigkeit berücksichtigt werden sollten. Zum einen die ökologischen Auswirkungen durch den Betrieb von Software, eine Nachhaltigkeit ‘durch’ Software. Zum andern das Verständnis von Software selbst als eine Ressource, das eine Nachhaltigkeit ‘von’ Software fordert.

Bei der Betrachtung von Nachhaltigkeit durch Software ist in erster Linie der Energieverbrauch ein maßgebender Faktor. Um Prozesse durchzuführen, benötigt Software Energie. Energieerzeugung bringt jedoch häufig massive Umwelt- und Klimaeinflüsse mit sich. Eine logische Ableitung aus diesem Zusammenhang wäre, dass nachhaltige Software eine Software sei, die möglichst effizient und dadurch Energie schonend läuft. Betrachten wir als Beispiel Software A und B, welche exakt dieselbe Leistung erbringen, wobei A jedoch weniger Energie für das gleiche Ergebnis benötigt. Dann wäre A in unserem Sinne als eine Energie schonende und damit nachhaltige Software zu verstehen.
Der Energieverbrauch zum Betrieb der Software ist jedoch nur ein Aspekt. Einen weitaus größeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt die zum Betrieb von Software produzierte Hardware. Ihre Produktion erfordert hohe Mengen an Energie und oft den Einsatz äußerst begrenzter Ressourcen, z.B. sogenannter „seltener Erden“. Software, die zum Betrieb möglichst geringe Anforderungen an Hardware stellt oder gar eine langfristige Verwendung von Hardware garantiert, ist damit im Sinne der Ressourcenschonung definitiv auch als eine nachhaltige Software zu verstehen.

Schließlich müssen Software und digitale Information selbst als Ressource betrachtet werden. Software wird immer mehr zur kritischen Infrastruktur der Digitalen Gesellschaft. Die größte Gefahr für die Nachhaltigkeit von Software besteht – analog zu der Ressource Wissen – darin, die eigentlich unbegrenzte Ressource in einer Weise zu verknappen oder zu verschließen, dass zukünftige Generationen nicht mehr daran teilhaben können. Im Gegenzug können sich insbesondere in der Verwendung von Software als eine gemeinsame Ressource erhebliche Synergieeffekte ergeben, da effiziente Lösungen geteilt und damit potenziert werden [7]. Wie zu sehen sein wird, kann Freie Software zu allen drei Aspekte – Energieeffizienz, Hardwareschonung und Digitale Nachhaltigkeit – einen entscheidenden Beitrag leisten.

2. Freie Software – Definition, Entstehung und heutige Bedeutung

Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde Software weitgehend als ein freies Gut behandelt und inklusive des offenen Quellcodes verbreitet. Computer sind zu dieser Zeit meist im universitären Umfeld zu finden. Es ist üblich, die zugehörige Software auf ihre Eigenschaften und Auswirkungen hin zu untersuchen, diese zu teilen und zu verbessern. Transparenz, sowie die Wiederverwendung oder Wiederholung von Ergebnissen und Erkenntnissen bilden die Grundlagen der elektronischen Informationswissenschaft.
Mit dem Aufkommen des Heimcomputer in den 70er und 80er Jahren beginnen Hardwarehersteller jedoch damit, ihre für den Betrieb der Hardware mitgelieferte Software nur noch in verschlossenen Dateiformaten und damit ohne den zu Grunde liegenden Quellcode auszuliefern. Das Wissen um den Betrieb der Maschine soll verschlossen bleiben. 1974 wird das amerikanische Copyright auch auf Computerprogramme ausgeweitet. Es kommt zur Verbreitung des Personal Computers der Firma International Business Machines Corporation (IBM) und dessen mitgeliefertem Betriebssystem DOS der Firma Microsoft. Damit wird im außeruniversitären Umfeld der Grundstein zur Akzeptanz des Vertriebs proprietärer Software gelegt. Als proprietäre Software wird Software bezeichnet, deren Quellcode nicht ersichtlich ist und für die zudem nur eingeschränkte Nutzungsrechte gelten.

Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, initiiert Richard Stallman – Mitarbeiter im Labor „Künstliche Intelligenz“ des Massachusetts Institute of Technology – 1983 die Entwicklung des GNU-Projektes [8]. Ziel des GNU-Projektes ist, ein komplettes Betriebssystem zu schreiben, dass vollständig aus Freier Software besteht. Damals bis heute wird unter Freier Software jegliche Software verstanden, die allen Nutzenden vier grundsätzliche Rechte (sogenannte „Freiheiten“) einräumt [9]. Diese sind das Recht die Software

  1. zu verwenden (zu jedem Zweck, ohne Einschränkung)
  2. zu verstehen (den Quellcode einzusehen um das Programm untersuchen zu können)
  3. zu verbreiten (das Programm beliebig oft zu kopieren und zu teilen)
  4. zu verbessern (das Programm zu verändern und die neue Version selbst zu veröffentlichen)

Diese Nutzungsrechte werden gegeben und garantiert durch Lizenzen. Die Lizenz der Software beschreibt, was Nutzende unter welchen Umständen mit der Software machen dürfen. Im Gegensatz zu proprietärer Software räumen die Lizenzen Freier Software explizit das Recht ein die Software zu verstehen und zu teilen. Lizenzen dieser Art gibt es viele. Die Free Software Foundation (FSF) führt dazu eine Liste von anerkannten Freie Software Lizenzen [10]. Die am häufigsten verwendeten Lizenzen [11] sind in Reihenfolge ihrer Häufigkeit GPLv2, MIT , Apache, GPLv3 und BSD. Grob lassen sich diese Lizenzen in zwei „Familien“ einteilen, die sich durch unterschiedliche Formen der „Weitervererbung“ unterscheiden: Manche Lizenzen fordern, dass im Falle einer Veränderung oder Wiederveröffentlichung des Quellcodes der abgewandelte Code unter derselben Lizenz veröffentlicht werden muss. Damit wird erreicht, dass eine einmal als Freie Software veröffentlichte Software sowie alle Ableitungen und Weiterentwicklungen frei bleiben. Dieses weitervererbende Prinzip wird als Copyleft bezeichnet.
Andere Lizenzen hingegen fordern nicht ihre eigene Weitervererbung. Diese gelten als nicht-schützend. Zur Abgrenzung von Copyleft-Lizenzen werden diese als nicht-schützend oder auch permissiv bezeichnet. Wer den Quellcode einer Freien Software verändert, die unter nicht-schützender Lizenz veröffentlicht wurde, kann diese Abwandlung entweder unter der gleichen Lizenz veröffentlichen, unter einer Copyleft-Lizenz oder gar unter einer proprietären Lizenz. Beide Lizenz-Familien finden in der Praxis etwa gleich häufig Verwendung [12].

1984 kündigt Richard Stallman seinen Job, um sich in Vollzeit der Entwicklung von GNU zu widmen. 1985 gründet er die Free Software Foundation und entwickelt 1989 mit der Veröffentlichung der ersten GNU General Public License (GPL) [13] das Prinzip des Copyleft. Stallmans ursprüngliche Ankündigung der Entwicklung des GNU-Projektes gilt heute als Geburtsstunde Freier Software und der Freien Software Bewegung. Anfang 2000 entwickelt Lawrence Lessig aus den Prinzipien Freier Software und deren Lizenzen die Creative Commons Lizenzen, die eine Adoption der Ideen Freier Software auf die Verbreitung freier Wissens- und Kulturgüter darstellt. Zur selben Zeit und in den Folgejahren berufen sich weltweit immer mehr Bewegungen auf die Prinzipien Freier Software und Freien Wissens, darunter Open Access, Open Data, Open Source, Open Knowledge und Open Educational Resources.

Freie Software finden wir heutzutage in unzähligen digitalen Geräten, die uns umgeben. Darunter eingebettete Systeme (zum Beispiel Internet-Router), digitalisierte Geräte (zum Beispiel Fernseher, Kühlschrank, Mikrowelle), Taschencomputer (zum Beispiel sogenannte „Smartphones“ [14]), Supercomputer [15], der größte Teil der Internet-Hardware (zum Beispiel Server [16]) und mit GNU/Linux [17] auch der Laptop und Desktop. Unter Endanwendern bekannte Software ist zum Beispiel Linux, Firefox, Wikipedia, Android, Open/Libre Office, Apache, WordPress und viele mehr.

3. Freie Software und ökologische Nachhaltigkeit

Die Veröffentlichung des Quellcodes, dessen Teil- und Wiederverwendbarkeit sind maßgebende Eigenschaften Freier Software. Freie Software kann durch diese Charakteristika als gemeinsame Ressource verwendet werden, wie beispielsweise das Wissen in der Bibliothek. Offenheit und Verfügbarkeit des Quellcodes bergen zudem zahlreiche positive Auswirkungen auf unsere sozialen und wirtschaftlichen Organisationsformen. Diese können hier jedoch nicht weiter ausgeführt werden; dieses Kapitel widmet sich ausschließlich den möglichen ökologischen Gewinnen Freier Software.

3.1 Modularität, Freie Software und Effizienz

Freie Software und Betriebssysteme bestehen üblicherweise aus einer Kombination einzelner Module, die mit Hilfe offener Schnittstellen miteinander kommunizieren und so zu einer Gesamtkomposition zusammengestellt werden. Diese Modularität kann dazu dienen, das verwendete Betriebssystem so schlank und effizient wie möglich den Betriebsanforderungen anzupassen. Viele Computer und Computerarbeitsplätze werden schließlich nur dazu verwendet, Texte zu schreiben und zu verarbeiten, sowie diese über das Internet auszutauschen (im Folgenden „Textverarbeitungsplatz“). Wird für einen solchen Textverarbeitungsplatz ein proprietäres System „von der Stange“ erworben, dann ist dieses System üblicherweise dazu ausgelegt viele weitere Aufgaben erledigen zu können und erfordert und verwendet dazu zahlreiche Hardwarekomponenten sowie erhöhte Mindestanforderungen an die Hardware. Meist bieten die Vertreiber keine Anpassungen oder bedarfsorientierte Abstufungen ihrer Systeme an. Weil es sich um proprietäre Software handelt, haben Nutzende zudem keine Möglichkeit, das System selbst zu verschlanken oder gewisse Funktionen auszulassen. Bei Verwendung derartiger Systeme entsteht eine Herstellerabhängigkeit, in welcher der Software-Hersteller allen Nutzenden die zur Anwendung benötigte Hardware vorschreiben kann.
Bei der Verwendung eines Freien Software Betriebssystems hingegen besteht prinzipiell die Möglichkeit, jedes Modul und Programm manuell zu konfigurieren, zu entfernen, auszutauschen oder auch einzubauen. Da Freie Software geteilt werden darf, können eigens konfigurierte Systeme verbreitet werden und alle Nutzenden von dieser Konfiguration profitieren. Das führt zu Interessensgruppen – sogenannte communitys – die spezielle GNU/Linux-Software Konfigurationen – sogenannte Distributionen – pflegen und veröffentlichen. Darunter gibt es auch Distributionen, die sich als besonders Hardware- und Ressourcenschonend hervortun [18]. Für den oben angeführten Textverarbeitungsplatz sind solche Distributionen im Sinne der Effizienz bestens geeignet. Ganz generell ermöglicht die Modularität Freier Software ein für die jeweiligen Aufgabenbereiche zugeschnittenes System zu erstellen, ohne unnötigen Ballast. Oder, wie es Antoine de Saint-Exupéry einst ausdrückte: “Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn es nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.” [19]

3.2 Hardware als Ressource verstehen

Die Produktion von Hardware erfordert jede Menge Ressourcen, sowohl seltene Rohstoffe als auch Energie. Jede Möglichkeit, unseren Hardwareverbrauch zu senken, kann als ein Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit betrachtet werden. Darunter wäre eine bedarfsorientierte Neuanschaffung von Hardware zu verstehen sowie eine möglichst lange Verwendung alter Hardware. Wie soeben ausgeführt, bietet Freie Software, insbesondere GNU/Linux-Systeme, dafür speziell zugeschnittene Distributionen, die möglichst wenige Anforderungen an die Hardware stellen. Hinzu kommt, dass der offene Quellcode eigene Anpassungen sowie die Übertragbarkeit der Software auf verschiedene Endgeräte ermöglicht. Das heißt, für unser Beispiel des Textverarbeitungsplatzes benötige ich mit der Verwendung Freier Software nicht länger einen Laptop oder Desktop-Computer. Durch die Verwendung eines schlanken GNU/Linux-Systems mit grafischer Oberfläche und einer Libre Office-Suite [20] ist ein komfortabler Textverarbeitungsplatz bereits mit viel geringerem Hardwareaufwand möglich, beispielsweise mit dem Mini-Computer RaspberryPi [21]. Anstatt sich also vom Hersteller diktieren zu lassen, welche Hardwareanforderungen dessen multifunktionales Betriebssystem benötigt, kann durch die Verwendung Freier Software ein möglichst schlankes System verwendet werden und in Folge dessen eine bedarfsorientierte Neuanschaffung von Hardware erfolgen.

Die Unabhängigkeit der Software und ihrer Anwendung wirkt sich zudem positiv auf den Lebenszyklus und die Langlebigkeit von Hardware aus. Mit Freier Software kann ökologisch problematischen Geschäftsmodellen entgegengewirkt werden, welche vorsehen die Halbwertszeit von Hardware gering zu halten oder den Wert alter Hardware zu senken, indem neue Softwareentwicklungen nicht länger den Einsatz alter Hardware unterstützen. Denn selbst viele Jahre alte Rechner sind meist vollkommen ausreichend um mit Hilfe schlanker Distributionen einen stabilen, schnellen und effizienten Textverarbeitungsplatz zu ermöglichen. Die Unabhängigkeit und Anpassungsfähigkeit Freier Software bietet dadurch die Freiheit, selbst zu entscheiden, ab wann eine Hardware zu alt für den eigenen Einsatz geworden ist.
Um den Vertrieb neuer Hardware zu fördern, wird teilweise versucht zu argumentieren, dass neue Hardware doch viel Energie sparsamer sei als alte Hardware. Das ist allerdings Augenwischerei, denn die Herstellung neuer Hardware zehrt in der Energiebilanz jeden Effizienzgewinn auf. Ökologisch schneidet jede Wieder- oder Weiterverwendung von Hardware besser ab als Elektroschrott, selbst mit Recycling. Auch birgt die Verwendung alter Hardware eine soziale Komponente. Wer für den eigenen Betrieb neue Hardware benötigt, kann die ausrangierte Hardware beispielsweise noch sinnvoll als Arbeitsplatz in anderen Abteilungen, in Bildungseinrichtungen oder in der Entwicklungshilfe einsetzen.

3.3 Gemeinsame Lösungen für eine gemeinsame Ressource

Freie Software gibt jeder und jedem das Recht, die Software frei zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Dadurch entsteht ein Entwicklungsmodell, welches es uns ermöglicht, Software als eine gemeinsame Ressource zu verstehen und zu verwenden. Einzelne Lösungen können so für gemeinsame Lösungen sorgen, Effizienzgewinne sich dadurch potenzieren.
Ein Beispiel: Der Stadt Berlin gelingt es, eine äußerst effiziente und maßgeschneiderte Software für ihre Verwaltung zu schreiben. Sie beschließt, diese Software per Lizenz als Freie Software zu veröffentlichen. Die Stadt Konstanz bedient sich nun dieser Freien Software und verwendet sie für ihre eigene Verwaltung. Weil die Stadt Konstanz jedoch viel kleiner ist, werden bestimmte Module nicht benötigt, zum Beispiel die Erfassung des Straßenbahnnetzes. Die entsprechenden Module werden entfernt und in Konstanz wird nun eine schlankere Version der Software zum Einsatz gebracht. Nachdem Konstanz ihre selbst angepasste Version wiederveröffentlicht, können andere Kleinstädte davon ebenso profitieren ohne dazu erst eigene Personalressourcen einsetzen zu müssen. Schließlich fällt einem pfiffigen Mitarbeiter in Neubrandenburg beim Betrachten des Codes eine Möglichkeit auf, verschiedene Rechenprozesse zusammenzuführen und die Software damit noch effizienter zu gestalten. Nach erfolgreicher Implementierung und Wiederveröffentlichung durch die Stadt Neubrandenburg können nun auch Konstanz und Berlin die verbesserte Version des Codes in ihren eigenen Anwendungsumgebungen implementieren und somit profitieren am Ende alle Anwender von der gleichen Lösung. Schließlich entsteht so eine gemeinsame Ressource und im Falle von nur einer nachhaltigen Lösung kann sich zugleich die Ökobilanz aller Anwendenden erhöhen.
Dieses Prinzip, das hier als theoretisches Beispiel angeführt wurde, finden wir in der Praxis in vielen Freie Software-Projekten [22]. Als herausragendes Beispiel sei der Linux-Kernel angeführt. Der Linux-Kernel ist eine Schnittstelle, welche die Anweisungen der Software in maschinenlesbare Anweisungen an die Hardware übersetzt. 1991 begann Linus Torvalds als einzelne Person den Linux-Kernel zu entwickeln und als Freie Software unter der GPLv2-Lizenz [23] zu veröffentlichen. Schnell haben sich über das Internet weitere Entwickler eingefunden um gemeinsam den Linux-Kernel zu programmieren. Heute ist der Linux-Kernel wohl der meistverwendete Kernel weltweit. Wir finden dessen Anwendung in nahezu allen Formen digitaler Geräte, vom Router zum Kühlschrank über das Smartphone und den Laptop hin zu Supercomputern [24]. Ermöglicht wird dies durch inzwischen hunderte, tausende Programmierer weltweit, die jeder für sich immer weiter zur gemeinsamen Ressource des Linux-Kernels beitragen und diesen verbessern. Darunter sind Studierende und Freiwillige, aber vor allem auch Angestellte globaler IT-Firmen wie Intel, Red Hat, Samsung, IBM oder Google [25]. Firmen, die auf dem freien Markt in Konkurrenz zueinander stehen, erschaffen hier eine gemeinsame Ressource, die wiederum alle – inklusive der Konkurrenz – ausschöpfen können um Kapital zu generieren. Das ist kein Widerspruch sondern kalkuliertes Geschäft. Durch die gemeinsame Ressource vermeiden sie die Gefahr, dass Eigenentwicklungen scheitern oder obsolet werden, sie profitieren zudem von den Entwicklungen anderer und müssen nicht jeden Gedanken aufs neue Erfinden oder imitieren.
Ob gewollt oder nicht, alle Beitragenden erzeugen mit der Entwicklung des Linux-Kernels eine digitale Nachhaltigkeit der gemeinsamen Ressource „Software Kernel“. Diese zeichnet sich durch stetige Effizienzsteigerung sowie Anpassungsfähigkeit aus. Die Möglichkeit, diese Entwicklungen auf unzählige Endgeräte zu adaptieren, hat nachhaltige Auswirkungen auf die gesamte Sphäre digital-technischer Hardware. Positive und nachhaltige Aspekte für die Umwelt ergeben sich aus gemeinsamen Möglichkeiten der Energiesparsamkeit sowie dem Erhalt von Hardware beziehungsweise der bedarfsorientierten Neuanschaffung von Hardware.

4. Ausblick

Für die Beantwortung der Forschungsfrage „Was ist Nachhaltige Software?“ beziehungsweise der Kategorisierung der Nachhaltigkeitskriterien von Software spielt Freie Software und dessen Entwicklungsmodell zweifelsfrei eine wichtige Rolle. Wie gezeigt, fördert Freie Software eine digitale Nachhaltigkeit in der digitalen Gesellschaft und ist die Grundvoraussetzung dafür, Software als gemeinsame Ressource zu verstehen und zu erhalten. Ökologisch können durch Modularität und Anpassungsmöglichkeiten sowohl Energie als auch Hardware als Ressourcen geschont werden. Schließlich sorgen selbst einzelne Lösungen für gemeinsame Effizienzsteigerungen und eine gemeinsame Nachhaltigkeit. In Bezug auf die in Frage stehende Analogie zu dem „Blauen Engel“ empfehle ich deshalb eine Nachhaltigkeitskategorie „Freie Software“.

Fussnoten

[1] Der Autor empfiehlt dazu die satirische Visualisierung der zunehmenden Verwendung des Begriffes “Sustainable” durch den Webcomic “xkcd”
[2] Brundtland 1987, Absatz 49; Der sogenannte “Brundtland-Bericht” ist der Abschlussbericht der von den Vereinten Nationen eingesetzten Brundtland-Kommission. Seine Veröffentlichung hat maßgebend zu einem gemeinsamen globalen Verständnis einer nachhaltigen Entwicklung beigetragen.
[3] Für eine Einführung in Freie Software, siehe Kapitel 2: „Freie Software – Definition, Entstehung und heutige Bedeutung“
[4] Unter dem Begriff „Offene Standards“ werden Dateiformate oder Protokolle verstanden, deren Dokumentation, Verwendung und Implementation frei, offen und für alle zugänglich ist. Für eine genaue Definition siehe die „Genfer Erklärung zu Standards und der Zukunft des Internets“ (Genf 2008)
[5] Brundtland 1987, Absatz 15
[6] “Digitale Nachhaltigkeit” ist ein noch junger Begriff ohne allgemeingültige Definition. In der Wissenschaft (vgl. Busch 2008, Grassmuck 2004, Stürmer 2009) hat sich jedoch eine weitgehend einheitliche Verwendung des Begriffes etabliert (vgl. Martens 2013). Demnach wird unter Digitaler Nachhaltigkeit mindestens verstanden: die Verwendung Freier Software und Offener Standards, der offene Zugang zu Daten und die Freie Zirkulation von Daten.
[7] Zur Erläuterung dieses Arguments siehe Abschnitt “3.3 „Gemeinsame Lösungen für eine gemeinsame Ressource“
[8] In Anlehnung an das damals weit verbreitete Betriebssystem Unix ergibt sich das Akronym „GNU“, das bedeutet „Gnu’s Not Unix“.
[9] Die Anwendung und Garantie dieser vier Freiheiten für alle Nutzenden hat bedeutende Auswirkungen auf die Software selbst, deren Entstehungsprozess sowie deren Verwendung und Bedeutung. Diese Aspekte können hier allerdings nicht diskutiert werden. Für mehr Hintergrund siehe FSFEs “Introduction to Free Software”
[10] Siehe https://www.gnu.org/licenses/license-list.html
[11] Siehe Black Duck 2014
[12] ebd.
[13] Inzwischen gibt es eine ganze „GPL-Lizenzfamilie“. Dazu gehören Versionsnachfolger (GPLv2, GPLv3) sowie Abwandlungen (LGPL, AGPL) und deren Nachfolger.
[14] Das Freie Software Betriebssystem Android hat einen Marktanteil auf europäischen Mobilgeräten von 73,9%. (vgl. ZDNet 2014a)
[15] 97% der Top 500 schnellsten Supercomputer laufen unter Linux (vgl. ZDNet 2014b)
[16] 58% aller Webserver laufen mit der Freien Software Apache (vgl. W3Techs 2014)
[17] Als GNU/Linux werden Betriebssysteme bezeichnet, die eine Kombination aus GNU Software und dem Linux-Kernel sind. Diese werden klassischerweise auf dem Desktop und Laptop eingesetzt.
[18] thinkwiki.de listet unter „Ressourcenschonende Linux Distributionen“ (thinkwiki 2014) beispielsweise Debian (eine Distribution) für den Einsatz mit einer i486-CPU-Architektur. Das ist Hardware, die in Desktops zwischen Anfang und Mitte der 90er Jahre eingebaut wurde. In Kombination mit einer ressourcenschonenden Desktopumgebung, beispielsweise LXDE oder Xfce (siehe thinkwiki 2014), kann damit auf bereits 20 Jahre alter Hardware eine aktuelles Betriebssystem mit grafischer Oberfläche effizient betrieben werden.
[19] Saint-Exupéry 1939: S. 61
[20] Libre Office wird hier nur als ein Beispiel für eine komplette Büroanwendungsumgebung auf Basis Freier Software verwendet. Dieselbe Aussage gilt auch für andere Büroanwendungssoftware, die als Freie Software lizenziert ist.
[21] „RaspberryPi“ bezeichnet einen preisgekrönten Einplatinencomputer, der besonders günstig (derzeit in etwa 40 Euro) und zudem energiesparsam ist. Seit 2012 kann dort ein komplettes Libre Office-Systen zum Laufen gebracht werden (siehe TDF 2012)
[22] Genau genommen finden wir das Prinzip überall. Allerdings sind in der Praxis manche der Projekte so klein, dass es nur eine Person ist, die tatsächlich Codezeilen beiträgt und die Software somit verbessert.
[23] Die 1991 veröffentlichte Folgeversion der ursprünglichen Gnu General Public License
[24] Siehe dazu auch Ende des Kapitel 2: „Freie Software – Definition, Entstehung und heutige Bedeutung“
[25] Für die Version 3.18 des Linux Kernel haben allein die oben gelisteten Firmen zusammen 29% aller Code-Änderungen beigetragen (LWN 2014)

Quellenverzeichnis:

Saturday, 24 January 2015

Fellowshiptreffen am 26.11.2014

stehmann's blog | 19:25, Saturday, 24 January 2015

Beim Fellowshiptreffen am 26.11.2014, also dem letzten Treffen in diesem Jahr stand das Thema Gesundheitskarte auf der Agenda. Der Bonner Neurologe und Freund Freier Software Walther Koehler diskutierte mit uns seine kritischen Gedanken hierzu.

Bereits die Historie, die uns der Referent erläuterte, vermag kaum Anlass zum Optimismus hinsichtlich eines Gelingens dieses Projektes geben. Ankündigungen und Resultate stehen in einem Missverhältnis, welches aber für viele EDV-”Groß-”Projekte typisch ist.

Erläutert wurde auch die derzeitige Auslegung dieses Projektes, wie sie sich aus der Sicht eines zwangsläufigen Anwenders darstellt. Vieles erscheint derart unpraktikabel und fehlgeplant, dass ernste Sorgen um den Datenschutz in den Arztpraxen angezeigt erscheinen. Vom versprochenen Nutzen für den Patienten ist praktisch nichts übriggeblieben. Für den Arzt und die anderen Angehörigen der Heilberufe ist die Gesundheitskarte keine Hilfe, sondern nur eine zusätzliche Last, wofür die fehlende Begeisterung der Ärzteschaft für dieses Projekt deutlicher Ausdruck ist.

Beispielsweise wird das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient dadurch belastet, dass dem Arzt die Prüfung der Identität seines Patienten auferlegt wird.

Dass auch hinsichtlich Freier Software nichts Positives berichtet werden konnte, erschien daher kaum überraschend.

Mit den Vortrag von Walther hat der “rheinische Referentenaustausch” eine schöne Fortsetzung erfahren. Die Kontakte zwischen der Bonner und der Düsseldorfer Fellowshipgruppe erweisen sich als fruchtbringend und hoffnungsvoll für die Zukunft.

Nächste Treffen:

Im Januar, am 28.01.2015, ist ab 19:30 Uhr im Chaosdorf unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen.

Referenten für Februar und März 2015 konnten bereits gewonnen werden.

OpenRheinRuhr 2014

stehmann's blog | 19:22, Saturday, 24 January 2015

In diesem Jahr fand die OpenRheinRuhr am 08. und 09. November wieder an gewohnter Stelle in den Räumen des Rheinischen Industriemuseums in Oberhausen statt. Auf diesem Event sind die Fellows der FSFE mit Vorträgen und Workshops, in der Organisation, an vielen anderen Ständen als Standpersonal – also praktisch überall – aktiv.

Nur wenige Meter vom Trubel des Events entfernt hielt auch die FSFE ihre jährliche Mitgliederversammlung ab, sodass die Teilnehmer derselben Gelegenheit hatten, in den Pausen kurze Gespräche mit der Basis führten. Auch während des Social-Event am Samstagabend standen hierfür zahlreiche Fellows und andere Freie-Software-Aktivisten zur Verfügung.

Der Stand der FSFE war nicht nur gut platziert, sondern fiel auch dadurch auf, dass er vom neuen sechs mal drei Meter großen Pavillon überdacht war. Dies ermöglichte es Rainer, ihn sehr ansprechend zu gestalten, sodass er viele Besucher anzog.

Neben dem Apache-OpenOffice-Stande befand sich wieder der LibreOffice-Stand. Auf der anderen Seite war der Stand des sidux e.V., der bekanntlich die PrOOo-Box unterstützt. Wir waren somit von Freunden umgeben.

Wir, Mechtilde und ich, wurden wieder von Michaela und marudor unterstützt.

Erfreulich war, dass Thomas Krumbein, der langjährige Vorsitzende des OOoDeV und späteren FrODeV, auch unserem Stand einen Besuch abstattete.

Auf den Seiten des sidux e.V. befindet sich auch ein längere Bericht über diese Veranstaltung mit Lichtbildern. Auf zumindest einem ist auch unser Stand gut zu sehen.

Fellowshiptreffen im Oktober 2014

stehmann's blog | 19:19, Saturday, 24 January 2015

Der Landtagsabgeordnete Matthi Bolte sprach mit uns am 29.10.2014 über das Thema Open.NRW.

Über das Projekt Open.NRW ist in diesem Blog schon mehrfach berichtet worden. Am 27.05.2014 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Open.NRW-Strategie verabschiedet.

Es war daher sehr interessant, von einem Landtagsabgeordneten einer die Landesregierung tragenden Fraktion über den Stand dieses Projektes informiert zu werden und mit ihm die Zukunft von Offenheit, Transparenz und Bürgerbeteiligung zu diskutieren.

Schließlich sind die Verwendung Offener Standards und bewährter und allgemein bekannter Lizenzen uns ein Anliegen.

Es gab daher einen regen Gedankenaustausch. Danke an Matthi Bolte für diesen interessanten Abend.

T-Dose 2014

stehmann's blog | 19:15, Saturday, 24 January 2015

Die T-DOSE ist ein kostenloses und jährliches Treffen in Eindhoven zur Förderung der Nutzung und Entwicklung Freier Software. Dieses Jahr fand sie am 25. und 26. Oktober wieder in Eindhoven statt. In diesem Jahr hatte auch Apache OpenOffice einen Stand angemeldet und erhalten.

Selbstverständlich war auf dem Standrechner die neuste Apache-OpenOffice-Version mit niederländischer Lokalisierung installiert. Nur niederländische Flyer hatten wir leider nicht. Aber die englischen oder die deutschen Flyer taten es in Regel auch.

Benachbart war der Stand der Free Software Foundation Europe, der sich wieder an seinem “angestammten” Platz befand. Der niederländische Fellowship-Koordinator Maurice hatte ein großes, fast zweistelliges Team von Fellows gewinnen können, diesen zu betreuen. Diese gestalteten den Stand sehr ansehnlich.

Die T-Dose war also auch in diesem Jahr wieder ein niederlänisch-rheinisches Fellowshiptreffen und Eindhoven auch dieses Jahr wieder eine Reise wert.

Außerordentliches Fellowshiptreffen am 12.10.2014 und LINUXCON EUROPE in Düsseldorf

stehmann's blog | 19:12, Saturday, 24 January 2015

Vom 13. bis 15.10.2014 fand die LINUXCON EUROPE im Congress Centre in Düsseldorf statt. Hierzu fanden sich viele Freunde Freier Software im Rheinland ein.

Dies war der Anlass für ein außerordentliches Fellowshiptreffen am Vormittage des 12.10.2014 im Schwesterherz. Freunde Freier Software von Bilk bis Japan trafen sich dort zum Brunch und hatten teilweise ihre Familien mitgebracht. Es war ein lockeres und fröhliches Treffen, das sich bis in den Nachmittag hinzog.

Die meisten ortansässigen Teilnehmer waren sich einig, dass eine solche sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien kein einmaliges Ereignis bleiben darf.

Den FSFE-Stand auf der LINUXCON EUROPE hatten Rainer und Reiner wieder sehr ansprechend gestaltet. Der Chronist hatte neben seinem Standdienst die Gelegenheit, Mitglieder des Legal Network (auch aus Nordamerika) und einige hochrangige “Apachen” zu treffen.

Am Stand ergaben sich interessante Gespräche. Denen, die die FSFE noch nicht kannten oder mit der FSF verwechselten, konnten wir unsere Ziele, Arbeitweisen, Kampagnen und Projekte erklären. Auch der Präsident der FSFE ließ es sich nicht nehmen, den Stand zu besuchen.

Eine bemerkenswerte Beobachtung ergab sich noch am Ende der Veranstaltung. Wir am FSFE-Stand hatten “tapfer durchgehalten”, weil wir aufgrund unserer Erfahrung erwarteten, dass sich Teilnehmer die Gelegenheit nicht entgehen lassen würden, sich für die Heimreise mit Textilien und anderen Dingen “einzudecken”. Doch diese Erwartung erwies sich als abgrundtief irrig; LINUXCON-Teilnehmer ticken offenbar ganz anders.

Achja – dass Deutschland nicht gänzlich und ausschließlich von Bayern besiedelt ist, gehört, wie das Logo auf den Event-T-Shirts belegte, in Nordamerika wohl nicht zum Allgemeinwissen, aber für manche hier sind ja auch alle Niederländer “Holländer”.

Barcamp der Evangelischen Kirchen im Rheinland, Westfalen und Lippe

stehmann's blog | 19:09, Saturday, 24 January 2015

Von 26. bis 28. September 2014 fand im Haus der Kirche in Essen ein gemeinsames Barcamp der Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe statt. Kooperationspartner waren der Kirchenkreis Essen und das (katholische) Bistum Essen.

Hieran nahmen auf Einladung auch der Chronist und seine Ehefrau teil.

Bereits am Freitagabend trafen wir uns zu einem ersten Kennenlernen und zur Ausgabe der Barcamp-T-Shirts.

Am Samstagmorgen ging es dann “richtig” los. Ein Barcamp ist das, was die Teilnehmer daraus machen. Auch der Chronist hatte zwei Sessionvorschläge mitgebracht.

Erstaunlich war die Aufgeschlossenheit der Teilnehmer gegenüber Freier Software, die viele selber (zumindest privat) nutzten. Wir trafen auch einige “alte Bekannte” aus der “Freien-Software-Szene”.

Nicht nur bei den Sessions war somit unser Anliegen gut vertreten; es konnten auch einige gute Gespräche “am Rande” mit Interessierten geführt werden.

Am Sonntagmorgen bot ich mich dann spontan an, eine Session zum Thema “SEO” zu leiten, die sehr gut besucht war.

Eigentlich konnte ich nur “Binsenwahrheiten” darbieten, die gleichwohl manchem noch etwas Neues boten. Bemerkenswert war die Erleichertung der Teilnehmer, als ich erklärte, dass die marktführende Suchmaschine für Menschen geschriebene Seiten “liebt”.

Die Nachlese befindet sich sowohl hier, als auch dort.

Im Jahre 2015 findet ein zweites Barcamp statt. Leider kann der Chronist wegen einer Terminkollision nicht daran teilnehmen, was er sehr schade findet, denn er kann sich der Meinung eines Teilnehmer nur anschließen, der erkärte, was Offenheit und Neugier aufeinander angehe, könne sich dieses Barcamp durchaus mit klassischen Nerdveranstaltungen messen.

Was der Chronist noch gelernt hat: Aktuelle Bibelübersetzungen sind leider proprietär – aber es gibt Menschen, die das ändern.

Fellowshiptreffen im September 2014

stehmann's blog | 19:03, Saturday, 24 January 2015

“Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.”; (deutsch: “Denn jede Sache, die durch Mitteilung an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange man sie nur selber besitzt, ohne sie wieder an andere weiterzugeben”) ist ein Motto der FSFE aus ihrer frühen Zeit. Diese Erkenntnis ist jedoch etwa 1600 Jahre alt und stammte von einem in der ganzen Christenheit angesehenen Heiligen.

Ralf Peter Reimann, Diplom-Informatiker und Pastor, führte uns auf dem Fellowshiptreffen am 24.09.2014 durch die Kirchengeschichte unter dem Aspekt des Gedankens des Teilens.

Er diskutierte dann aber auch mit uns eine Herausforderung heutiger Zeit, nämlich die Einführung Freier Software im kirchlichen Bereich.

Ralf Peter konfrontierte uns mit häufigen Einwänden und Fragen, deren Widerlegung und Beantwortung uns nicht schwer fiel.

So wurde das Teilen von Wissen ein gegenseitiges.

Sunday, 11 January 2015

Bericht vom Fellowship-Treffen Rhein/Main am 7. Januar

Being Fellow #952 of FSFE » German | 23:11, Sunday, 11 January 2015

Am 7. Januar trafen wir uns also wieder im Café Albatros in Frankfurt. Aus spärlichen Notizen und einem löchrigen Gedächtnis, entstand folgendes Protokoll:

Begrüßung, Small Talk

Planung künftiger Treffen

Hauptthema des Abends war die Planung künftiger Treffen, da die noch überhaupt nicht fest standen. Am liebsten hätte ich das ganze Jahr durchgeplant, aber so einfach geht es ja nicht :)

Hier das vorläufige Ergebnis:

  • 4. Februar wieder Café Albatros
  • im März am liebsten Vortag im CCC und zwar über FS in der Bildung im europäischem Ausland (quasi als Generalprobe für mich zum CLT, falls mein Talk angenommen wird). Oder je nach Nachfrage ein anderes Thema. Zwischenzeitlich sind wir wieder beim CCC vorbei gegangen und haben mal nachgefragt. auch wegen SmartCard Workshops oder der MutterwareParty. Alles gut soweit, nur dass die genau im März umziehen werden.Wir werden berichten…
  • 1. April wieder Café Albatros
  • im Mai zu Gast bei den Mobile Users
    Wir verlassen hier den 1. Mittwoch im Monat und verschieben auf den 2. um uns mal bei den Mobile Users (ehemals Palm User Group) blicken zu lassen
  • 3. Juni wieder Café Albatros
  • Night of Science
    daneben werden wir versuchen am 19.6. zur Night of Science einen Info-Stand auf die Beine zu stellen.
  • Cryptoparties
    Ein neues Datum wird bald bekannt gegeben. Daneben zeichnen sich ein paar interessante neue Veranstaltungsorte ab.  Ich finde es nach wie vor schade, dass Twitter derzeit der einzige Kommunikationskanal mit der cpffm-Gruppe ist.
  • Software Freedom Day am 19.09.
    Wurde angesprochen, aber nichts konkretes beschlossen. Sollen wir da etwas unternehmen?
  • Vortrag bei der LUG
    da müssten wir mal nachhören ob Bedarf besteht.

Kommunalwahlen in Hessen 2016

Es wurde darauf hingewiesen, dass 2016 Kommunalwahlen in Hessen anstehen. Da sollten wir uns überlegen wann wir mit den Vorbereitungen beginnen wollen und was genau umsetzbar wäre. Fragenkatalog an Parteien schicken?

Aktionen in Schulen?

Wieder mal vorgeschlagen (und nicht mal von mir!) Da gibt es einige Schulen bei denen wir mal anfragen könnten. Hat da jemand besondere Kontakte oder weiß, welche Schulen dem Thema offen gegenüber stehen?

FSFE Jahresbericht

wurde angesprochen und zur Kenntnis genommen

Sticker verteilt

Diesmal habe ich endlich mal wieder dran gedacht und ordentlich Sticker und Flyer mitgebracht. Leider haben wir keine GPG-Flyer mehr, sind aber bestellt!

Es wollte noch jemand explizit daran erinnert werden sich doch an fsfe-web zu beteiligen :)

flattr this!

Sunday, 04 January 2015

Nächste Station: Tansania

Max's weblog » Deutsch | 17:03, Sunday, 04 January 2015

This post is also available in English / Diesen Beitrag gibt es auch auf Englisch

Wie einige von Euch vielleicht schon wissen, werde ich ab März diesen Jahres nach Tansania gehen. In der Stadt Moshi werde ich als ehrenamtlicher Computer-Lehrer in einem örtlichen Institut für IT-Ausbildung arbeiten.
In den nächsten Wochen und Monaten wird es in diesem Blog hoffentlich einige Neuigkeiten und Bilder zu sehen geben. Bis dahin im Folgenden einige sehr häufig gestellte Fragen und deren Antworten:

Wo zum Teufel liegt Tansania oder Moshi?

tanzania-mapTansania liegt an der Ostküste Afrikas mit Kenia im Norden und Mosambik im Süden. Einige wichtige Örtlichkeiten in Tansania sind der Viktoriasee, der Kilimanjaro oder die Insel Sansibar.
Die Hauptstadt ist Dodoma, wobei die größte und wichtigste Stadt aber Dar es Salaam ist. Moshi, wo ich wohnen werden, ist eine der größten Städte mit etwa 140.000 Einwohnern. Sie ist nahe des Kilimanjaro.

Was genau machst Du dort?

Ich werde als Computer- und Englischlehrer im Moshi Institute for Technology (MIT) arbeiten. Sie bieten verschiedene Kurse für Kinder und Erwachsene an, um IT-Kenntnisse in der Stadt und dem umliegenden Land zu verbreiten. Ich bin ziemlich frei in der Auswahl der Kurse, die ich anbieten kann. So habe ich beispielsweise geplant, Kurse in Computerreperaturen, Webseitenerstellung, Office-Software oder der allgemeinen Bedienung von Betriebssystemen anzubieten. Da ich ein Verfechter Freier Software bin, möchte ich sie so viel wie möglich einsetzen. Die Wiederverwendung alter Hardware und die Arbeit in einer ziemlich armen Umgebung machen Freie Software zur einzig sinnvollen Wahl.

Haben die überhaupt Technologie da unten?

Ja, durchaus. Mobiltelefone sind ziemlich weitverbreitet und die Institut, an dem ich arbeiten werde, hat Breitband-Internetanbindungen. Aber okay, sie haben auch wirklich alte gespendete Rechner auf Pentium I bis Pentium III-Basis und ich bezweifle, dass ich mit Beamern arbeiten kann.
Neben dem Mangel an modernen IT-Geräten gibt es auch wenige moderne Autos oder Haushaltsgeräte. Die meisten Häuser haben nicht einmal eine eigene Postadresse oder Festnetzanbindung. Die Elektrizitätsversorgung ist weit von einem stabilen Zustand entfernt, von Gesundheitsversorgung und Hygiene ganz zu schweigen.

Warum tust Du das?

Es gibt viele Gründe, aber der wichtigste ist, dass ich etwas für mich komplett neues erleben möchte. Man mag es Ausreißen oder Abenteuer nennen, aber ich bin wirklich gespannt darauf, von einer für mich noch unbekannten Kultur lernen zu können.
Ein anderer Grund ist der Austausch von Wissen und Know-How. In unserer westlichen Kultur können wir alles haben, was wir wollen. In Tansania ist das nicht der Fall, weswegen ich für meine Lehrangebote sehr viel improvisieren muss. Von der anderen Seite betrachtet habe ich hoffentlich genug IT-Kenntnisse, um den Teilnehmenden meines Kurses etwas nützliches beizubringen.

Hast Du keine Angst vor Ebola?

Ja, ich habe Sorgen, dass noch mehr Menschen durch diese Krankheit sterben werden. Aber um es deutlich zu machen: Die von Ebola betroffene Region ist so weit von Tansania entfernt wie Südeuropa. Viele innerafrikanischen Flüge wurden abgesetzt um die Verbreitung von Ebola innerhalb Afrikas zu unterbinden. Das Urteil über diese Isolationspolitik überlasse ich jedem selbst, aberzumindest jetzt ist es in Tansania recht sicher.

Wenn Du noch Fragen hast, zögere nicht mich anzuschreiben!

Quellen:
Tansania-Karte von TUBS (CC BY-SA 3.0 License)

Saturday, 20 December 2014

10 EUR im Monat für die Zukunft des Internets

softmetzbetrieb » fsfe | 13:15, Saturday, 20 December 2014

Wenn ich eine Seite nennen müsste, auf der ich im letzten Jahr die meiste Lesezeit verbracht habe, dann wäre das ganz klar netzpolitik.org.

netzpolitik.org berichtet mit großem Engagement und Kontinuität über aktuelle Entwicklungen in der (Netz)politik und Massenüberwachung, zeigt Zusammenhänge auf und, das ist für mich einer der Hauptgründe zu spenden, berichtet live aus dem NSA-Untersuchungsausschuss.

Daher möchte ich mit 10 EUR monatlicher Spende an netzpolitik.org ganz freiwillig diese tolle Arbeit unterstützen.

Sunday, 14 December 2014

Bericht vom Treffen der Münchner FSFE Lokalgruppe

softmetzbetrieb » fsfe | 17:14, Sunday, 14 December 2014

Planmäßig hatte die Münchner FSFE Lokalgruppe ihr letztes Treffen für 2014. Nachdem die letzten paar Treffen, zumeist krankheitsbedingt, etwas kleiner ausfielen, waren es dieses Mal wieder richtig viele Teilnehmer. Überraschungsgast war jemand aus der Red Matrix, der in meinem Profil über das Treffen gelesen hatte und vorbei kam um Gleichgesinnte zu treffen. Ich betrachte diesen Moment als den, an dem die “nutzlosen” und “benutzerlosen” alternativen sozialen Netzwerke beginnen, mit der physischen Welt zu kollidieren. :)

Unsere Agenda war recht umfangreich, aber wir haben alles besprechen können.

Zuerst hatte ich das Vergnügen, der Gruppe mitteilen zu dürfen, dass beim Rhein/Main-Treffen jemand teilgenommen hat, der von der FSFE bei einem unserer Corso Leopold-Stände erfahren hatte. Das waren großartige Neuigkeiten und alle waren glücklich davon zu hören.

Anschließend sprachen wir über die bevorstehenden Wahlen für den Fellowship-Sitz in der General Assembly (GA). Ich bat alle Gruppenmitglieder darüber nachzudenken, ob sie nicht für den Sitz kandidieren wollen und gab ein paar Informationen weiter, was die Arbeit dieses Sitzes ausmacht, usw. Außerdem berichtete ich vom bevorstehenden Wechsel im Exekutivrat der FSFE.

Kürzlich gab es ein paar Gespräche mit unserem Gastgeber, dem CCC. Es kann sein, dass der CCC an jedem Freitag eine interne Veranstaltung in seinen Räumen machen will. In diesem Fall müssten wir uns nach einem anderen Ort oder Zeitpunkt für unsere Treffen umschauen. Damit wir nicht kalt erwischt werden, haben wir die Optionen sondiert und sind zu der Entscheidung gelangt, dass für uns die Zeit wichtiger ist als der Ort.

Nach all den internen Themen widmeten wir uns unserer aktuellen Hauptaufgabe, nämlich die Stadt München von einer Rückmigration zu Windows abzuhalten. In vorherigen Treffen beschlossen wir, eine Website zu erstellen, in der die Öffentlichkeit über die Fakten informiert und die von den Bürgermeistern gestreuten Vorwürfe widerlegt werden. Nachdem sich die Situation zuletzt etwas entspannt hatte, war dieses Projekt etwas eingeschlafen. Da es aber inzwischen verdächtig ruhig geworden ist, haben wir beschlossen, dass Projekt schnellstmöglich an den Start zu bringen. Die zu erstellde Seite soll im Kenn ein LiMux-Watchblog werden. Wir versuchen in der kommenden Woche noch ein Treffen zu organisieren, um die ersten Texte zu verfassen.

März und damit der Document Freedom Day, stehen vor der Tür. Daher besprachen wir die Änderungen, die wir an unseren Freie Software Handouts vornehmen wollen. Wir haben entschieden, dass jede Serie auf anderfarbiges Papier gedruckt werden soll, damit auf den ersten Blick klar wird, dass es sich um 6 verschiedene Serien handelt und nicht um 6 Stapel des selben. Außerdem soll ein Veröffentlichungsdatum hinzugefügt und der einführende Text überarbeitet werden. Während des letzten Corso Leopold hatten wir ein paar Hardware-Probleme mit unserem Standmaterial. Wir werden daher, sobald der Schnee (nachdem er endlich mal gefallen ist ;)) geschmolzen ist, einen Probeaufbau machen und nötige Reperatur- und Pflegearbeiten vornehmen oder defekte Teile austauschen. Abschließend diskutierten wir die Idee, einen eigenen DFD-Preis auszuloben. Leider hatte niemand eine konkrete Idee für eine Nominierung, aber alle werden nochmal drüber nachdenken.

Zuguterletzt haben wir eine Diskussion über die Qualität unserer Arbeit vom vorherigen Treffen aufgegriffen. Damals sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere Arbeit insbesondere hinsichtlich der Langzeit-Planung und Verfügbarkeit verbessern sollten. Daher haben wir dieses Mal über sinnvolle Tools diskutiert, die uns dabei unterstützen können. Für unser Januar-Treffen haben wir uns vorgenommen, einge Bug-/Aufgaben-Tracker anzuschauen. Redmine, Trac und Owncloud wurden bereits genannt, wenn jemand noch andere Vorschläge hat bitten wir um einen Kommentar.

Nachdem der offizielle Teil des Abends beendete war, entspann sich noch eine Diskussion über Red Matrix, kritische Masse und verteilte soziale Netzwerke.

Unser nächstes Treffen wird am 9. Januar 2015 ab 18:30h beim muCCC stattfinden. Außerdem werden wir uns im Rahmen der OSS-Treffen-Weihnachtsfeier zum Jahresausklang am 19. Dezember 2014 treffen.

Dieser Post erschien zuerst in englischer Sprache auf softmetz’ anglophone Free Software blog.

Saturday, 13 December 2014

Neuen Blog gestartet

softmetzbetrieb » fsfe | 13:04, Saturday, 13 December 2014

Ich habe heute mit einem neuen Blog begonnen. Wenn du dies list, dann liest du die deutsche Übersetzung des ersten Posts da.

Obwohl ich bereits diesen Blog hier schreibe, hatte ich immer das Gefühl, dass das Vermischen verschiedener Sprachen auf einer Blog-Site keinen Spaß macht. Allerdings gibt es für mich die Notwendigkeit, einige Posts auf Englisch zu veröffentlichen, weil die Freie Software Bewegung international ist und Englisch die einzige mir bekannte Sprache ist, um dieses Publikum zu erreichen.

Gemälde "The Tower of Babel" by Pieter Brueghel the Elder (1526/1530–1569)Ein naheliegender Ansatz, um dieses Problem anzugehen, wäre die Veröffentlichung aller Artikel in Englisch. Allerdings ist Deutsch meine Muttersprache und ich möchte meine Inhalte auch in den deutschen Sprachraum bringen. Ich will einfach nich von anderen deutsch sprechenden Menschen verlangen, Texte von mir auf Englisch zu lesen.
Nach etwas Grübelei kam ich zu den Schluss, dass es vorteilhaft wäre, einen englischsprachigen Blog über Freie Software zu haben. Ich werde versuchen, alle Veröffentlichungen von dort in der deutschen Übersetzung auch hier einzustellen.

Am Ende ist dieser Blog also mein deutschsprachiger Aggregator und gleichzeitig mein persönlicher Blog.

Dieser Post erschien zuerst in englischer Sprache auf softmetz’ anglophone Free Software blog.

Thursday, 04 December 2014

Reguläres Treffen der Community “FreieSoftwareOG”

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 14:22, Thursday, 04 December 2014

Am gestrigen Mittwoch trafen sich wieder einige Interessenten an Linux und Freier Software.

Das Thema dieses mal war: “Spiele unter Linux”

Ich habe aufgezeigt, daß es mittlerweile im Bereich der Spiele-Unterhaltung nicht mehr so schlimm aussieht, wie noch vor ein paar Jahren.

Hauptsächlich wegen Projekten wie “PlayOnLinux” und “Steam”.

Ja, Steam ist proprietäre Software, meines Erachtens aber der bisher einzige erfolgreiche Ansatz, professionelle Spiele auch an die Linux-User zu bringen.

Da es das Dezember-Treffen war, gab es traditionsgemäß auch wieder einen “NikoTux” für jeden…

Wednesday, 26 November 2014

Vortrag zu Freier Software und freien Lizenzen

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 22:09, Wednesday, 26 November 2014

Am gestrigen Dienstag hatte ich die Gelegenheit, einen kleinen 1-stündigen Vortrag zu Freier Software, freien Lizenzen und den Offenburger Communities zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

Das 11-köpfige Publikum hatte einige Fragen (hauptsächlich zu Linux und Sicherheit), welche im Anschluss an den Vortrag noch länger diskutiert wurden.

 

Monday, 10 November 2014

Freie Kommunikation ist die Essenz des Menschseins

Max's weblog » Deutsch | 13:15, Monday, 10 November 2014

Im Folgenden werde ich – durch meinen Gemütszustand etwas angefeuert – darlegen, wieso digitale Kommunikationsüberwachung Gift für unsere Gesellschaft ist, weil sie nichts anderes als Millionen Abhörwanzen und Kameras in unseren privatesten Räumen ist.

Seit einigen Monaten hat sich ein Grundkonflikt in den politischen Debatten verstärkt: Welche Kommunikation sollte überwacht werden dürfen und welche nicht? Ausschließlich inländische Kommunikation? Geschäftliche E-Mails? Telefongespräche über 20 Sekunden Dauer?
Und parallel dazu bekomme ich seit mehreren Monaten regelmäßig Wutanfälle, nämlich wenn ich Kommentare von “Experten” und Laien lese, die solche künstliche Trennungen von Kommunikation und deren unterschiedliche Bewertung immer noch ernsthaft in Erwägung ziehen.

Wieso ist Kommunikation = Kommunikation?

Weil Kommunikation – in welcher Form auch immer – schützenswert ist und privat bleiben muss, weil wir uns sonst als Gesellschaft aufgeben. Es ist witzlos, gesetzlich eine künstliche Trennung zwischen Kommunikationsarten ziehen zu wollen. Nur die Ewiggestrigen können ernsthaft vorhaben, analoge und digitale Unterhaltung, Schriftwechsel und Meinungsaustausch zu trennen und deren Inhalt unterschiedlich zu behandeln.

Ja, die technischen Wege der Kommunikationsformen sind unterschiedlich: Bei der einen rege ich durch Muskelbewegungen Vibrationen in der Luft an, die bei meinem Gegenüber im Ohr zu sinnvollen Informationen verarbeitet werden. Bei der anderen schicke ich (un)willkürlich Nullen und Einsen durch Netzwerke, die durch immer noch atemberaubende Technik an der anderen Seite wieder lesbar werden. Doch die Qualität ist dieselbe.

Stellen wir uns einmal vor…

Nehmen wir ein realitätsnahes Beispiel: Frau und Herr Schuster.
a) Es ist in unser aller Selbstverständnis, dass diese beiden Personen sich private, intime oder auch komplett irrelevante Nachrichten zukommen lassen dürfen, die keinen Staat und kein Unternehmen dieser Welt etwas angehen.
b) Dabei sollte es ebenso common sense sein, dass es auch gleich sein sollte, ob einer der beiden Ausländer ist, sich im Ausland befindet oder beide beim bei einem deutschen E-Mail-Provider sind.
c) Es sollte auch vollkommen egal sein, ob die beiden sich die Nachrichten sprachlich, per Telefon oder digital zukommen lassen.
d) Ein weiterer logischer Denkschritt ist, dass sich dieses Recht auf private, unüberwachte und sichere Kommunikation nicht nur auf Eheleute, sondern auf jede natürliche Person beziehen muss, egal in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.

Momentan ist in den meisten von uns der Gedanke verankert, dass das, was wir einer Person persönlich analog sagen, privat ist. Wir kommen nicht auf die Idee, dass sich zwischen dem einen und den anderen Ohr eine Abhörwanze befindet. Doch die Grenzen zwischen analoger und digitaler Kommunikation verschwimmen allmählich. Wenn ich heutzutage meine jugendlichen Gruppenkinder beobachte, wie sie ihre ersten Beziehungen pflegen, so wird klar, dass sie private und intime Informationen analog und digital gleich behandeln. WhatsApp und ähnliche Dienste ersetzen nicht persönliche Unterhaltungen, sondern nehmen einfach denselben Stellenrang ein. Deshalb schicken sie sich auch digital intime Bilder: Was für uns ältere Generationen nur im sprichwörtlichen Schlafzimmer möglich war, passiert nun in einem vermeintlich privaten digitalen Raum. Für die Jüngeren ergibt eine analoge Trennung in einem digitalen Raum keinen Sinn. Kommentare wie der unseres neuen EU-Digitalkommissars Oettinger über die Dummheit dieser Generation sind daher weitab der Realität.

Wanzen und Kameras verändern uns

Doch was meinen Gruppenkindern (zum Glück?) noch fehlt, ist der Sinn dafür, sein Verhalten zu verändern, wenn man sich überwacht fühlt. Wieder nehmen wir unser Beispiel der Familie Schuster. Würde der Mann der Frau noch schöne Worte ins Ohr flüstern, wenn er wüsste, dass seine Kommunikation möglicherweise von einem Geheimdienstler, Unternehmen oder einer Polizistin abgehört werden könnte? Ich glaube nicht.
Genauso wenig würde sie wahrscheinlich ihre möglicherweise sehr linke politische Denkweise in einem privaten Gespräch offenbaren. Wer weiß schon, welche politischen Kräfte in zehn oder zwanzig Jahren wirken und ob diese nicht auf Überwachungsmaterial von früher zugreifen, um die Bevölkerung “einschätzen” zu können?

Kurzum: Menschen ändern ihr Verhalten drastisch, wenn sie sich belauscht und beobachten fühlen. Und bei einem weiteren Blick in die Zukunft wird dieses Dilemma noch stärker: Heute schreiben wir zwar E-Mails und Kurznachrichten und die Trennung zwischen analoger und digitaler Kommunikation ist noch einigermaßen verständlich. Doch wie sieht das in zehn oder zwanzig Jahren aus? Möglicherweise können wir uns da schon Gedanken schicken, E-Mails könnten intuitiv verfasst und dann beim Empfänger direkt hörbar abgespielt werden. Durch Virtual Reality-Technik könnte man auch bei räumlicher Trennung beieinander sein, über digitale Kanäle vernetzt.

Und jetzt stellen wir uns mal vor, jegliche digitale Kommunikation könnte auch in Zukunft – so wie heute schon selbstverständlich – überwacht, angezapft, gespeichert und ausgewertet werden. Und meine Gruppenkinder würden dann anfangen zu verstehen, dass sie bei jeglichem Kontakt, der nicht komplett analog und geheim stattfindet, überwacht werden würden. Wären die kommenden Generationen noch freie Menschen oder schlicht Gefangene in gläsernen Zellen, umzingelt von Wanzen und Kameras?

Als Jugendlicher hatte ich unglaubliche Vorfreude auf eine digitale Zukunft mit tausenden neuen Möglichkeiten. Heute habe ich Angst davor, was für eine Macht dort staatlichen und privaten Interessen zugeschanzt werden könnte und wie ich meine Verhaltensweisen dementsprechend anpassen muss, um mich nicht selbst zu stark verändern zu müssen.

Übertreibe ich nur oder geht es anderen auch so?

Tuesday, 04 November 2014

Patent-Crosslizensierung und Open Source – Das Open Invention Network beim “meet & greet” mit open it berlin

Creative Destruction & Me » FLOSS | 10:30, Tuesday, 04 November 2014

Open IT Berlin, das Berliner Netzwerk für Freie IT, führt in Kooperation mit der OSB Alliance und der Landesinitiative ProjektZukunft und dem SIBB e.V. am 13. November 2014 das nächste Meet and Greet durch. Es gibt Vorträge über Netzwerkmonitoring, Open-Source-Web-Infrastruktur, Schutz vor Ausspähung, die Document Foundation und einen von mir über den Umgang mit und den Schutz vor Softwarepatenten im Open-Source-Umfeld.

open it berlin

Patent-Crosslizensierung und Open Source – Das Open Invention Network

Dem Management von Patentrisiken kommt vor dem Hintergrund der drastisch gestiegenen Anzahl von Patentstreitigkeiten und der Aktivitäten von “Patenttrollen” eine insbesondere für kleine und mittelständige Unternehmen regelrecht existentielle Bedeutung zu. Das Open Invention Network wurde 2005 gegründet, um durch den Aufbau eines defensiven Patentpools und dessen Crosslizensierung einen Schutz des Open-Source-Ökosystems vor Softwarepatenten aufzubauen. In Zusammenarbeit mit der Linux Foundation und den Gründern steht die freie Mitgliedschaft allen Unternehmen und Contributor offen, die bereit sind, ein gegenseitiges Non Aggression Agreement einzugehen. Der Vortrag beschreibt das Konzept des Open Invention Network, den Wirkungsbereich des Non-Aggression-Netzwerks und die Möglichkeiten zur Mitwirkung für Unternehmen.

http://openitberlin.de/veranstaltungen/meet-greet-mit-open-it-berlin
— Mirko Boehm

Wer also interessiert ist an den Fallstricken, die sich in Softwarepatenten verbergen und wie das Open Invention Network am Schutz vor diesen arbeitet, dem sei der Termin ans Herz gelegt.

Weitere Details zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite von Open IT Berlin. Die Veranstaltung ist findet in deutscher Sprache und ist kostenfrei. Um Anmeldung wird trotzdem gebeten, denn es gibt Catering! :-)


Filed under: Deutsch, FLOSS, Open Invention Network

Monday, 27 October 2014

Mein Talk beim GNU Hackers Meeting 2014 in München

softmetzbetrieb » fsfe | 20:54, Monday, 27 October 2014

GNU-HackerIch hatte beim diesjährigen GNU Hackers Meeting die Chance die Arbeit unserer Münchner FSFE-Fellowship-Gruppe vorzustellen.

Das Video vom Vortrag ist nun neben vielen anderen jetzt online abrufbar:

Saturday, 25 October 2014

Alive and kicking

softmetzbetrieb » fsfe | 21:49, Saturday, 25 October 2014

Möglicherweise erschien dir diese Seite in den letzten Monaten etwas eingeschlafen. Aber fürchte dich nicht, ich bin immer noch da. Leider war es mir schlicht zeitlich zuletzt nicht möglich hier zu schreiben und auch in den nächsten Wochen wird sich daran wohl nicht so viel ändern. Daher auf diese Weise ein Lebenszeichen und ein paar Updates.

Mein Blog war augenscheinlich in der heißen Phase des Müncher Oberbürgermeister_innenwahlkampfs eingeschlafen. Damals habe ich in meinem offenen Brief an Sabine Nallinger ihre Äußerungen zum angeblich gescheiterten LiMux-Projekt kritisiert. Hinter den Kulissen hatte ich mit ihr noch ein paar Mails ausgetauscht, herausgekommen ist aber nichts weiter. Letztendlich ist sie dann auch keine Bürgermeisterin geworden, sondern Dieter Reiter, Georg Schmid und Christine Strobl.

Die beiden Herren haben dann, kaum waren sie im Amt, mit der FUD-Keule auf den städtischen Pinguin eingeprügelt. Dieser, so beide in trauter Einigkeit, sei schließlich für alles Verantwortlich zu machen, was in der Stadt nicht rund läuft. Und dann musste Schmid auch noch mehrere Wochen auf sein neues Diensthandy warten, unerhört.

So dämlich, wie das jetzt klingt, der Schaden, den die Herren Reiter und Schmid angerichtet haben, ist beträchtlich. Menschen auf dem Corso Leopold haben sich an unserem Stand dahingehend geäußert, dass GNU/Linux schlecht wäre weil, ja weil der Oberbürgermeister das gesagt hat.

Inzwischen hat OB Reiter sehr leise zugegeben, dass Mux doch keine Schuld trifft, nicht einmal an der langen Wartezeit für das neue Daddel-Gerät vom Schmid. Bis es dahin war bei mir aber die Hölle los, weil ich (mit meinen Freunden von der FSFE, dem CCC, etc.) krampfhaft versucht habe auch nur ein stichhaltiges Argument gegen LiMux zu finden. Naja, wo es nichts gibt konnten wir auch nichts finden.

Leider hat auch niemand das Gefühl, dass die Sache jetzt ausgestanden ist. Daher wird dieses Whack-a-Mole-Spiel mich wohl auch in den kommenden Jahren immer wieder nerven.

Genug gejammert. Am kommenden Wochenende werde ich in Göteborg bei der FSCONS sein. Diese Veranstaltung ist die größte Konferenz für Freie Software in Skandinavien und weil ich inzwischen auch ein paar Brocken Schwedisch gelernt habe, wollte ich mal ins kalte Wasser (nur im übertragenen Sinne) springen. Dort werde ich am Stand der FSFE die Menschen über Freie Software und Offene Standards informieren und Merchandise-Artikel verkaufen.

Das soll als kurzes Update reichen.

Thursday, 02 October 2014

Reguläres Treffen der Community “FreieSoftwareOG”

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 09:27, Thursday, 02 October 2014

Am gestrigen Mittwoch traf sich wie immer die Community.

Das Thema war dieses mal “Das Leben nach TrueCrypt – Alternativen” und es zog den einen oder anderen interessierten Neuling bzw. Umsteiger an.

Ich berichtete in meinem Vortrag über den “Fall” TrueCrypt und zeigte einige Alternativen auf, welche zum Teil mit TrueCrypt kompatibel sind, oder sogar von dessen Sourcecode abstammen.

Ausserdem besteht ja die begründete Hoffnung, daß das schweizer Projekt “TCnext” die beliebte Verschlüsselungssoftware weiterführt.

Nach dem Vortrag gab es noch ein bischen was zu tun, denn einer der Besucher hatte einen Asus eee-PC dabei, welcher mit dem (etwas betagten) EasyPeasy nicht mehr so recht funktionierte.

Da ich darüber im Vorfeld informiert war, hatte ich einen Stick mit Linux Mint Mate vorbereitet, welcher für eine Neuinstallation des Gerätes verwendet werden konnte.

Als kleines Highlight hatte ich bei diesem Treffen erstmals einen TP-Link MR3020 mit PirateBox dabei, auf der ich (auch in Zukunft) diverse Freie Inhalte (Musik, Videos, ebooks) sowie die aktuellen Präsentationen der Treffen zum Download vorhalte.

Wednesday, 01 October 2014

Software Liberty is like Security in IT…

Mäh? | 09:52, Wednesday, 01 October 2014

… it's a progress, not a state. If you work on it, you have it. If you don't, you probably are going to lose it. Thus, sometimes it is necessary to do one step forward to feel complete and feel that you are someone doing at least something small for the development of free software.

One thing you can do is to be present on conferences with a booth for a project and probably also giving talks for the masses about topics people are most likely interested and concerned to.

Few days ago I was at the Kieler Linuxtage, a small but nice conference in Northern Germany. Result was a small booth for the Free Software Foundation Europe - as every year. What's new is, that I was giving a talk there. - I really didn't do that for almost four years now.

The talk is about free software on Android Phones - in special the alternative app store called F-Droid - and the FreeYourAndroid campaign which is powered by the FSFE.

If you are interested and understand the German language quite well, than you will find some stuff on the Youtube Channel of the Kieler Linuxtage, including a talk about FSFEs FreeYourAndroid campaign.

Thanks very much to Torsten to start the campaign and also for preparing the slides, of course. ;-)

Tuesday, 23 September 2014

Software Freedom Day 2014 in Köln

stehmann's blog | 19:10, Tuesday, 23 September 2014

Am Software Freedom Day werden seit 2004 jedes Jahr die Erfolge Freier Soft­ware gefeiert. Am Samstag, den 20. September 2014, geschah dies u.a. in der “Dingfabrik” in Köln. Diese war, seitdem wir das letzte Mal dort waren, von Deutz nach Nippes umgezogen.

Das engagierte Vorbereitungsteam hatte Referenten für ein interessantes Programm gewinnen können. An der Organisation und am Programm waren rheinische Fellows beteiligt.

Glücklicherweise hatten wir uns auf dem letzten Stück des Hinweges ein wenig verfahren. Als wir wendeten, sahen wir eine uns bekannte Person, die schwer zu tragen hatte. Es waren, wie sich dann heraussttellte, ein Teil der Bücher für die abendliche Verlosung. Wir nahmen ihn dann mit. Nachdem wir ihn abgestzt hatten, gestaltete sich die Parkplatzsuche eher schwierig. Nippes ist insoweit sicherlich nicht besser als Deutz.

Die neuen und geräumigen Räume der Dingfabrik boten uns in diesem Jahr viel Platz. Fünf Vorträge standen in heuer auf dem Programm.

Ein Kölner Rechtsanwalt behandelte die Probleme, die sich bei der Kombination verschiedener Lizenzen Freier Software ergeben können. Im Vordergrund stand dabei die “Reichweite” der GPL. Seine Ausführungen waren auch für das in der Regel nicht juristisch kundige Publikum verständlich

Harald Weidner, der bislang in jedem Jahr einen interessanten Vortrag gehalten hat, hielt einen Vortrag zu “Big Data”. Endlich erfuhr man einmal, was die anderen Apache-Projekte so machen.

Das Mittagessen wurde dieses Jahr in einem kölschen Restaurant eingenommen. Den Sponsoren, besonders dem für das Mittagessen, sei auch in diesem Jahr wieder ein herzlicher Dank gesagt.

Nach dem Mittagessen präsentierte ich die Folien, die ich für CryptoParties vorbereitet habe. Ich habe also erzählt, was ich den Menschen auf diesen Events erklären möchte. Es wurden allerdings dann doch noch kryptologische Fragen diskutiert.

Der nächste Vortrag handelte dann von den Mühen, die ein von Freier Software überzeugter, nicht ganz unerfahrerer Anwender bei der Erfüllung seiner steuerlichen Erklärungspflichten hat. Unsere Finanzverwaltung scheint ein “Herz für Microsoft” zu haben und lässt die Nutzer anderer Betriebssysteme ziemlich “im Regen stehen”.

Danach gab es einen interessanten Vortrag zum Thema, wie man mit Software preiswerte Kameras mit den Features hochpreisiger Kameras ausstattet. Auch einige Hardwarehacks wurden gezeigt

Den Abschluss bildet ein Vortrag eines Bonner Neurologen zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes Freier Software in seiner Praxis. Walther wird übrigens beim Düsseldorfer Felowshiptreffen im Oktober einen Vortrag zur “Gesundheiskarte” halten.

Zum Schluss der offiziellen Veranstaltung gab es die traditionelle Verlosung gesponserter Bücher und eines T-Shirts. Dieses Jahr hatten die Sponsoren so reichlich gespendet, dass jeder ein Buch gewann.

Während am Vormittage die Teilnehmerzahl sich im Rahmen hielt, hatten die Veranstaltung am Nachmittag eine beachtliche Zuhörerschaft. Aus den drei rheinischen Fellowshipgruppen waren Teinehmer erschienen. Auch die ausgelegten Flyer der FSFE fanden ihre Leser.

Nach dem offiziellen Teil stand man zunächst noch in der Dingfabrik zusammen, um danach den Tag noch bei einem Italiener ausklingen zu lassen.

Der abschließende Dank gilt auch in diesem Jahr wieder dem Orga-Team, das dieses Treffen der rheinischen Freunde Freier Software organisiert und jedes Jahr wieder ein interessantes Programm auf die Beine stellt.

E-Bücher downloaden mit Freie Software

André on Free Software » Deutsch | 17:31, Tuesday, 23 September 2014

Heute hat NRC die Nachricht gebracht: Bol.com und CPNB kommen mit einem E-Buchleser für jedem. Jeder der registriert für einem LeesID-account kann Bücher von mehrere Webshops lesen und administrieren in einem digitalen Buchkasten.

LeesID hat auch Nachteile:

  • LeesID administriert ihre Bücher in die eigene Rechner;
  • LeesID weiß was Sie lesen;
  • Sie sollen zuerst einloggen;
  • Keine Unterstützung für freie Betriebssystemen.

Freie Software bietet Ihnen E-Buchleser wie Calibre und FBReader.

  • Sie administrieren ihre E-Bücher selber;
  • Die Entwickler wissen nicht was sie lesen;
  • Einloggen ist nicht notwendig;
  • Unterstützung für freie Betriebssystemen;
  • Eine Sammlung DRM-freie E-Bücher.

Sie haben die Wahl.

Free your u:book

Hacking Linz » FSFE | 15:46, Tuesday, 23 September 2014

Seit einigen Jahren gibt es an den österreichischen (Hoch)schulen die so genannte u:book Aktion. Dabei können Schüler_innen, Studierende und auch andere Angehörige dieser Bildungseinrichtungen jeweils zu Semesterbeginn gute Mittelklasse-Laptops zu günstigen Preisen erwerben.

Was die u:book Aktion von anderen Verkaufsaktionen unterscheidet, sind die Auswahlkriterien der angebotenen Geräte: Linux-Kompatibilität ist eines dieser Kriterien. Außerdem ist es auch möglich, die meisten der Geräte ohne Windows-Zwangslizenz zu erwerben. Heuer ist auch erstmals ein Gerät mit vorinstalliertem Ubuntu Linux in der Angebotspalette.

Die Fellowship Gruppe Linz veranstaltet ergänzend zur u:book Aktion heuer Linux-Workshops unter dem Titel „Free your u:book“.

Ein guter Arbeitstag beginnt mit Zielen.

Erklärte Ziele der Aktion sind:

  • Die u:book-Aktion nutzen, um Bewusstsein für Freie Software zu erhöhen.
  • Einen einfachen Einstieg in GNU/Linux bieten.
  • Interessierte Personen für Aktivitäten in lokalen LUGs oder der Fellowship Gruppe finden.

Viele Personen sind sich, denke ich, der Möglichkeit, einen PC ohne vorinstalliertes Betriebssystem zu kaufen, gar nicht bewusst. Dass eine Linux-Installation heute nicht mehr schwieriger sein muss als eine Windows-Installation, hat sich im Allgemeinbewusstsein noch immer nicht durchgesetzt. Das wollen wir ändern.

Teach a man how to fish, and…

Wir wollen mit unseren Linux-Workshops eine „geschützte“ Umgebung bieten, in der Interessierte ohne Zwang und mit kompetenter Unterstützung Linux antesten können. Anstatt einer „schlüsselfertigen“ Linux-Installation wollen wir das Wissen vermitteln, eigenständig ein Linux-System zu installieren und aktuell zu halten.

Wir denken, dass moderne „Desktop-Linuxe“ in dieser Hinsicht reif für nicht-technische Nutzer_innen sind.

Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann?

Die Workshops werden Anfang bis Mitte November am jeweiligen Campus abgehalten. Davor werden wir auch schon zu den u:book Infoständen in Linz und Hagenberg präsent sein.

Für das aktuelle Verkaufsfenster beschränken wir die Kampagne auf die Johannes Kepler Universität Linz und die Fachhochschule Hagenberg. Wir hoffen, die Kampagne in Zukunft auch auf andere Universitäten und Fachhochschulen auszuweiten.

Änderungen:

  • 2014-09-23 19:45 – Tippfehler und kleinere Änderungen

Bericht zum Software Freedom Day in Offenburg

Infos der Community "FreieSoftwareOG" | 10:13, Tuesday, 23 September 2014

Am letzten Samstag war ja wieder mal Software Freedom Day, und die Offenburger Communities boten verschiedene Veranstaltungen.

Angefangen haben wir mit unserem traditionellen Informationsstand vor dem Rathaus, an dem wir Infomaterial aller Art (Flyer, Kurzinfos, Sticker, Buttons, etc.) anbieten.

Ausserdem natürlich die persönliche Information und Beratung für interessierte Passanten.

Und manchmal auch etwas “intensivere” Gespräche, um die für “normale” Menschen zugegebenermassen manchmal unverständliche Welt der Freien Software zu erklären.

Der Infostand war von 9:00 bis 14:00 Uhr präsent. Danach gab’s eine kleine “Mittagspause” bis um 18:00 Uhr die “Mini Community-Messe” im Stud anfing.

Neben einigen “Hands-On” PCs gab es auch einen kurzen Vortrag zur OwnCloud, mit dem Eugen bei den Zuhörern reges Interesse weckte.

Anschliessend war es möglich, eine laufende OwnCloud auf einem RaspberryPi auszuprobieren…

Zu guter Letzt gab’s noch eine Verlosung von diversen O’Reilly Büchern.

Dazu hatten die Anwesenden (und Interessierte am Infostand vom Morgen) das “Freie Software Quiz” auszufüllen.

Darin galt es Fragen zu Freier Software im Allgemeinen und zur Community im Besonderen zu beantworten.

Es handelte sich hierbei um eine der Community FSOG angepasste Version des Freie Software Quiz vom Linuxtag.

Wie man sieht, habe ich die Preise so schnell verteilt, daß ein Zeittunnel entstand und ich zeitweise unsichtbar wurde… ;-)

Alles in Allem bin ich dieses mal sehr zufrieden mit der Resonanz, was sicher auch dem schönen Standort und dem freundlichen Wetter geschuldet ist.

Und der tatkräftigen Mitarbeit der Community-Mitglieder hier in Offenburg.

Und natürlich konnte ich (wieder mal) nicht an mich halten…

Wednesday, 17 September 2014

Bericht vom 2. FSFE Fellowship-Treffen in Aschaffenburg

Being Fellow #952 of FSFE » German | 22:43, Wednesday, 17 September 2014

Am 3. September trafen wir uns also zum zweiten mal in Aschaffenburg. Hier das etwas verspätete Protokoll:

Freifunk in Schulen

Die Freifunker Ffm überlegen in die Schulen zu gehen. Da wäre ich gerne dabei. Für das nächste Freifunker-Treffen hatten sich einige angekündigt, die etwas in der Richtung machen wollen. Deswegen bin ich hin und traf dort auch auf Michael :) So waren gleich zwei von uns bei denen, ähnlich wie beim der Flashparty im April.

Leider hatte ich nicht mitbekommen, dass die Agenda geändert wurde. Dazu war die Person, die das mit den Schulen anstoßen wollte, auch noch verhindert. Stattdessen hat sich an diesem Abend der Verein Freifunk Frankfurt gegründet. Glückwunsch an die Freifunker an dieser Stelle! (Aber das gehört eigentlich gar nicht hierher, das das Freifunker-Treffen erst später stattfand.)

Freifunk FFm auf dem Leipziger Straßenfest

Zum mitlerweile vergangenen Leipziger Straßenfest wurden vom Freifunk Frankfurt eine Menge Router an Lokale und Geschäfte verteilt um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Der Ort ist strategisch geschickt gewählt wie wir fanden.

Vernetzung der Nutzergruppen in Rhein/Main

Wir unterhielten uns darüber ob und in welcher Weise wir dabei helfen könnten die Nutzergruppen im Rhein/Main Gebiet besser zu vernetzen. Unsere wechselnden Treffen tragen ja bereits ein bisschen dazu bei und künftig wollen wir ja auch verstärkt andere Gruppen “besuchen”.

Software Freedom Day

Am 20. September is SFD. Wir werden diesen Tag wohl leider so verstreichen lassen. Es sei denn wir treffen uns um am FSFE website Hackathon teilzunehmen. :)

geplante Vorträge

Hierüber hatten wir auch einige Zeit gesprochen, leider habe ich keine ordentlichen Notizen davon gemacht und mitlerweile vieles vergessen. Auf jeden Fall wollten wir auch mal gucken, ob bei der LUG Frankfurt Interesse an unserem Themenkatalog besteht.

Werbung für unsere Treffen

Ich arbeite ja bereits eine Weile an einer Skriptsammlung, die mir das bekanntmachen der Treffen erleichtert. Jezt wollen wir auch zusehen, dass wir automatisch Einträge auf UserGroupsRM bekommen. Eine ICAL Datei zum einbinden in den eigenen Kalender steht auch auf der Wunschliste.

Fellowship-Leaflets für Rhein/Main anpassen

Wir überlegen die bestehenden Vorlagen der Fellowship-Leaflets auf Rhein/Main anzupassen. Vieleicht mit Crypto-Bezug zum Auslegen bei den Cryptoparties.

Flyer bei der FSFE bestellen

Wir beschlossen eine Sammelbestellung für uns alle zu organisieren. Tom war so nett das zu übernehmen. Ich freue mich schon besonders auf die neuen GnuPG-Flyer (PDF, 12MB), die dann spätestens zur Glücklich-ohne-Überwachung-Demo und der anschließenden Cryptoparty zum Einsatz kommen werden.

Mutterware Party

Eine solche Veranstaltung fände ich immer noch gut. Es liegt da wohl an mir das auf die Beine zu stellen. Mal gucken…

kleine FS Werbetour durch Hessen

ähnlich wie es diese Gruppe in Norwegen gemacht hat. Dieses Thema stieß auf großes Interesse und Begeisterung. Allerdings erfordert dies auch eine Menge Zeit und jemanden, der es in die Hand nimmt.

Leidensgeschichten mit proprietärer Software

z.B. Sharepoint und einige Horrorgeschichten dazu. Es ging um die Problematik, dass so viele Dinge bei diesen “Lösungen” nicht oder nicht richtig funktionieren, sich aber kaum jemand darüber aufregt. Wenn aber auf Freie Software umgestellt wird, wird oft erwartet, dass alles reibungslos funktioniert.

Interaktion mit Behörden

Ein sehr interessantes und motivierendes Thema: Reden Hilft!

Einfach mal einer Behörde Feed-Back geben und sehr oft wird ein Mangel (etwa ein zum Download angebotenes Word-Dokument) schnell und tatsächlich behoben. Diese Erfahrung hatten ja auch viele Aktive gemacht, die sich bei der PDF-Readers Kampagne beteiligt hatten.

Und dann war da noch:

  • Der Rhein/Main Verkehrsverbund jetzt mit interaktiver OSM-Karte
  • Twitter- und IRC-Bots, künstliche Inteligenz, ELIZA, etc.
  • und einiges mehr, was ich mir nicht aufgeschrieben habe…

Dann also bis zum 1. Oktober wieder in Frankfurt!

flattr this!

Sunday, 14 September 2014

Außerordentliches Fellowshiptreffen am 10.09.2014

stehmann's blog | 13:01, Sunday, 14 September 2014

Am 10.09.2014 fand in Düsseldorf ein außerordentliches Fellowshiptreffen statt. Anlass war, dass Martin Gollowitzer aus Wien zusammen mit einem Kollegen Düsseldorf besuchte. Dies erschien eine gute Gelegenheit wienerisch-rheinischen Kultur- und Erfahrungsaustausches.

Zunächst trafen sich die meisten Teilnehmer des Treffens vorab im Restaurant des Floragartens, um noch ein wenig die frische Luft zu geniessen. Hier war neben einer persönlichen Begrüßung auch ein erstes Kennenlernen möglich.

Dann ging es zu Fuß pünktlich zum vereinbarten Ort des Fellowshiptreffens, dem Saal im Keller des Schwesterherz in Bilk. Leider stieß hier nur ein weiterer Teilnehmer hinzu. Ein gespendetes Faß Altbier wurde angeschlagen und die leider etwas wenigen Teilnehmer dieses Treffens mühten sich in der Folgezeit redlich, es zu leeren.

Gesprochen wurde über Freie Software im Allgemeinen, den Fortschritt der FSFE im Besonderen und über den alltäglichen Wahnsinn in der IT. Es ergaben sich angeregte und interessante Gespräche. Es ist eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass sich auch dieses Treffen wieder bis in die Nacht hineinzog.

Unseren Wiener Gästen hat es wohl gut bei uns gefallen. Martin kündigte an, baldmöglichst wieder nach Düsseldorf zu kommen.

Einladung zum Software Freedom Day 2014 in Köln
Am Software Freedom Day werden seit 2004 jedes Jahr die Erfolge Freier Soft­ware gefeiert. Am Samstag, den 20. September 2014, geschieht dies u.a. von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Dingfabrik Köln, Erzbergerplatz 9, 50733 Köln.

Das engagierte Vorbereitungsteam hat Referenten für ein interessantes Programm gewinnen können.

Am Abend wird auch Gelegenheit für einen persönlichen Austausch sein.

Aufgrund meiner Erfahrungen in den letzten Jahren kann ich diese Veranstaltung uneingeschränkt empfehlen.

Nächste Treffen in Düsseldorf

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 24.09.2014 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem “offiziellen” Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

“Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.” (deutsch: “Denn jede Sache, die durch Mitteilung an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange man sie nur selber besitzt, ohne sie wieder an andere weiterzugeben.”) ist ein Motto der FSFE aus ihrer frühen Zeit. Diese Erkenntnis ist jedoch etwa 1600 Jahre alt. Ralf Peter Reimann, Diplom-Informatiker und Pastor, wird uns in seinem Vortrag Sinn und Inhalt dieses Satzes erläutern und auch seinen Urheber vorstellen.

Sunday, 07 September 2014

zakk-Straßenfest 2014

stehmann's blog | 18:37, Sunday, 07 September 2014

Am Sonntag, den 31.08.2014 fand wieder ab 11 Uhr rund ums zakk in Düsseldorf-Flingern das zakk Straßenfest statt. Die Apache OpenOffice und die FSFE waren dort bereits im letzten Jahr vertreten.

Als wir in sonntagmorgendlicher Frühe dort ankamen, hatte Rainer bereits den sechs Meter langen und drei Meter tiefen Pavillion aufgestellt, sodass uns nur noch die Mithilfe bei der Einrichtung desselben und dessen Dekoration verblieb. Hier konnte Rainer erneut seine große Erfahrung ausspielen und einen ansehnlichen Stand schaffen, der Menschen anzog, was sogar zu angesichts des Trödelumfeldes respektablen Verkaufserfolgen bei Merchandiseartikeln führte.

Interessant war es wieder, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die man auf Freien-Software-Events nicht erreicht. Dabei wirkte es sich positiv aus, dass die Menschen, die auf der aus Gehrichtung rechten Fahrbahnseite am Stand vorbeiliefen, manchmal zuerst das Apache OpenOffice-Banner wahrnahmen, erklärten, dass sie OpenOffice kennten, und dann von uns auch über die Ziele und die Tätigkeit der FSFE informiert werden konnten.

Es konnten somit erstaunlich viele gute Gespräche sowohl über Freie Software, als auch über Apache OpenOffice geführt werden. Informationmaterial konnte Interessierten in die Hand gedrückt werden.

Neben der FSFE und Apache OpenOffice fanden ab dem späten Vormittag auch die Freifunker Platz unter dem Pavillondach. Dies erwies sich als nützlich, denn am Nachmittag und Abend regnete es mehrfach, sodass wir leider die Roll-ups und den Pavillon nass und ein wenig verdreckt einpacken mussten. Allerdings trieb der Regen auch Besucher in den Pavillion.

Wichtig war erneut, dass wir Freie Software wieder einmal “normalen” Menschen präsentieren konnten.

FLA – Tue Gutes und rede ‘mal drüber

stehmann's blog | 18:34, Sunday, 07 September 2014

Auf dem Düsseldorfer Fellowshiptreffen im August hielt der Chronist am 27.08.2014 einen Vortrag mit dem Titel “FLA – ein Angebot für Freie-Software-Projekte”. Leider waren weniger als zehn Interessierte erschienen, darunter aber erfreulicherweise zwei neue Gesichter. Auch aus dem rechtsrheinischen Süden von Köln hatte sich ein interessierter Fellow auf dem Weg ins Chaosdorf gemacht.

Die “Neulinge” erhielten vor Beginn des offiziellen Teils eine Führung durch den Hackspace. Nachdem die kommenden Events angekündigt worden waren, wurde die inzwischen traditionelle Vorstellungsrunde eingeschoben, die dieses Mal nicht mit dem Chronisten begann, sondern mit ihm als Referenten endete.

FLA bedeutet Fiduciary Licence Agreement, zu deutsch: Treuhänderische Lizenzvereinbarung. Dieses von der FSFE bereits im Jahr 2003 entwickelte Vereinbarungsmuster erlaubt es Projekten mittels einer Urheberrechtsabtretung an eine geeignete Rechtspersönlichkeit, den gesamten für ein Projekt erstellten Code zu schützen, entweder indem das Urheberrecht oder vor allem in Kontinentaleuropa indem das exklusive Verwertungsrecht zusammengeführt wird. Leider ist das FLA wenig bekannt, vor allem bei den Entwicklern junger Projekten, für die es in erster Linie relevant ist. Daher erschien es dem Chronisten an der Zeit, es wieder einmal in Erinnerung zu bringen.

Er erläuterte Sinn und Inhalt des FLA und konnte berichten, dass es sich bereits vor einem deutschen Gericht bewährt hat. Die anschließende Diskussion war lebhaft und interessant – auch als sie “off topic” wurde.

Die Folien zum Vortrag stehen zur Verfügung.

Einladung zum Software Freedom Day 2014 in Köln

Am Software Freedom Day werden seit 2004 jedes Jahr die Erfolge Freier Soft­ware gefeiert. Am Samstag, den 20. September 2014, geschieht dies u.a. von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Dingfabrik Köln, Erzbergerplatz 9, 50733 Köln.

Das engagierte Vorbereitungsteam hat Referenten für ein interessantes Programm gewinnen können.

Am Abend wird auch Gelegenheit für einen persönlichen Austausch sein.

Aufgrund meiner Erfahrungen in den letzten Jahren kann ich diese Veranstaltung uneingeschränkt empfehlen.

Nächste Treffen in Düsseldorf

Am 10.09.2014 findet im Saal im Keller des Schwesterherz in Bilk (Bilker Allee 66, 40219 Düsseldorf) ab 19:30 Uhr ein außerordentliches Fellowshiptreffen statt.

Anlass ist, dass Martin Gollowitzer aus Wien zusammen mit einem Kollegen Düsseldorf besucht. Dies ist eine gute Gelegenheit wienerisch-rheinischen Kultur- und Erfahrungsaustausches.

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 24.09.2014 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem “offiziellen” Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

“Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur, nondum habetur, quomodo habenda est.” (deutsch: “Denn jede Sache, die durch Mitteilung an andere nicht verliert, besitzt man nicht, wie man soll, solange man sie nur selber besitzt, ohne sie wieder an andere weiterzugeben.”) ist ein Motto der FSFE aus ihrer frühen Zeit. Diese Erkenntnis ist jedoch etwa 1600 Jahre alt. Ralf Peter Reimann, Diplom-Informatiker und Pastor, wird uns in seinem Vortrag Sinn und Inhalt dieses Satzes erläutern und auch seinen Urheber vorstellen.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Eine CryptoParty beim LDI

stehmann's blog | 18:24, Sunday, 07 September 2014

Auf Einladung des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (LDI) fand am 25.08.2014 in dessen Räumen eine CryptoParty statt.

Von den Mitgliedern des Chaosdorfes und ihren Freunden, darunter Fellows der FSFE, werden nahezu monatlich CryptoParties veranstaltet. Dabei waren schon Hochschulen, beispielsweise die Kunstakademie und die Fachhochschulen Dortmund und Düsseldorf, aber auch eine evangelische Kirchengemeinde am Niederrhein unsere Gastgeber.

Der stellvertretende Behördenleiter und ein juristischer Mitarbeiter, der bereits an früheren CryptoParties teilgenommen hatte, stellten zunächst kurz die Behörde vor und legten rechtliche Aspekte des Datenschutzes dar. Danach führte ein sehr gut moderiertes, aber vor allem auch hervorragend illustriertes Gespräch unter Mitgliedern des Chaosdorfes die Teilnehmer inhaltlich in die CryptoParty ein.

Der Saal war voll. Später konnten die erfahreneren Teilnehmer der “Masse” der Teilnehmer, die in der Installation und im praktischen Umgang mit Kryptografiewerkzeugen eine erste Unterweisung erhalten wollten, kaum “Herr werden”. Das Interesse war also groß.

Es fanden sich aber auch Teilnehmer ein, die nicht unbedingt einer praktischen Unterweisung bedurften, ein. Drei Abgeordnete des Landtages mit Mitarbeitern hatten erschienen ebenso wie der Entwickler von GnuPG, ein Mitglied der CryptoParty-Bewegung aus Bonn und ein hochrangiges Mitglied von CAcert. Auch eine hochrangige Mitarbeiterin der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei war gekommen. Dies gab eine gute Gelegenheit für interessante “Party-Gespräche”.

Insgesamt war diese CryptoParty – auch aufgrund der guten Beteiligung – sehr erfolgreich.