Planet Fellowship (de)

Monday, 08 February 2016

Fellowshiptreffen Januar 2016

stehmann's blog | 20:38, Monday, 08 February 2016

Am 27.01.2016 war in Düsseldorf das erste Fellowshiptreffen im neuen Jahr. Eine gute Gelegenheit, sich untereinander ein “gutes Neues” zu wünschen.

Das Treffen im Januar ist unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen. In diesem Jahr war die Diversität der Teilnehmer auffällig. Vierzig Prozent waren weiblich und sechzig Prozent über fünfzig.

Ob es an der leider nur einstelligen Zahl der Teilnehmer lag, dass sich dieses Treffen als besonders produktiv herausstellte? Nach einem gemeinsamen Rückblick auf das Jahr 2015, welches bemerkenswerte Vorträge aufwies, sprudelten geradezu die Vorschläge für zukünftige Vorträge.

Zunächst sollen im Folgenden die Vorschläge genannt werden, für die es schon Referenten gibt oder zumindest schon ins Auge gefasst wurden.

Die Informatioen zur bevorstehenden Wahl eine Fellowshipvertreters als zeitweiliges Mitglied der FSFE warf die Frage auf: “Wie funktioniert die FSFE?” Hierzu können neben dem Chronisten Werner als Mitgründer der FSFE und Rainer Auskunft geben.

Statistik ohne Blackbox” könnte ein Vortrag lauten, den Frank und m.eik bestreiten können. Dabei geht es einerseits um die Kriterien, die für die Beurteilung statistischer Auswertungen relevant sind, und zum anderen natürlich darum, dass die Algorithmen und der Quellcode der Auswertungsprogramme studierbar sind.

Zu “Diaspora, GNU social, MediaGoblin” wird Wolfgang einen Vortrag halten, vor allem für alle, die “ihre Seele nicht an proprietäre, us-amerikanische Datenkraken verkaufen”, sich aber der Teilnahme an soziialen Netzwerken nicht gänzlich entziehen wollen.

Eine Teilnehmerin hatte die Vorbereitungen der Chaosdörfler auf den letzten “Congress” erlebt. Dabei war immer wieder die Rede davon, mache mache in Vorbereitung auf dieses Ereignis seine “Kiste zu”. “Wie mache ich meine Kiste zu?” könnte daher der Titel eines Vortrages lauten, für den ein Referent aus dem Chaosdorf bereits ins Auge gefasst wurde.

Emailverschlüsselung (mit GnuPG) bedeutet lediglich, aber immerhin, die Verschüsselung des Inhalts der Mail. Unverschlüsselt und damit erfassbar bleiben die sogenannten Metadaten. Den Betreff kann man nichtssagend gestalten, aber Absender und Empfänger können zur Ermittlung von Beziehungsnetzen dienen. Metadaten sollen auch schon dazu gedient haben, Menschen zwecks Tötung zu selektieren und zu identifizieren.

Werner arbeitet, wie WDR5 berichtete, seit einiger Zeit mit den Programmierern des TOR-Netzwerkes zusammen. Er will dem Bericht nach GnuPG und TOR kombinieren. Nutzer könnten dann im Internet miteinander kommunizieren, ohne dass Geheimdienste sie identifizieren können. Hierüber würden die Teilnehmer von Werner gerne mehr erfahren.

Unvergessen ist natürlich, dass auch Neal einen Vortrag zu GnuPG halten will und soll.

Debian-Pakete regelgerecht packen ist keine Haeckserei” sagt Mechtilde und will hierüber auch einen Vortrag halten.

Auf die “Wishlist”, da noch ohne Referent in spe, worden folgende Themen gesetzt: Internet of things, FreedomBox, Freie Hardware und FGPA. Wer zu einem dieser Themen einen Vortrag halten kann und will, möge sich bitte bei mir melden!

Am 14.02.2016 feiern wir den “I love Free Software Day 2016″. Eine gute Gelegenheit, einmal unsere Liebe zu Freier Software zu zeigen und beispielsweise eine Entwicklerin oder einen Entwickler zu umarmen (Bitte vorher um Erlaubnis fragen!).

Auch im Jahre 2016 fährt wieder unser Bus zu den Chemnitzer Linux-Tagen, die heuer am 19. und 20. März sind. Jeder sollte einmal in Chemnitz zu den Linux-Tagen gewesen sein und der beste Weg dorthin ist der Freedom-Tours-Bus, der auch dieses Jahr wieder mit der freundlichen Empfehlung der Düsseldorfer Fellowship-Gruppe der FSFE auf die Reise geht.

Auch für dieses Jahr wurde wieder eine sonntagvormittägliche Veranstaltung mit Familien (“Brunch”) ins Auge gefasst.

Nächstes Treffen:

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 24.02.2016 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Frank wird einen Vortrag mit dem Titel “Debian ‘mal anders installiert” halten. Programme, aber auch Verfahren an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und mit ihnen anders umzugehen, als es sich der Entwickler oder die Entwicklerin vorgestellt hat, ist eine der Freiheiten, die Lizenzen Freier Software uns gewähren.

Der offizielle Teil wird um 23:00 Uhr enden.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Ein Neujahrsempfang der FDP auf kommunaler Ebene

stehmann's blog | 20:31, Monday, 08 February 2016

Am 26.01.2016 fand der Neujahrsempfang des FDP-Ortsverbandes und der Ratsfraktion in der Stadt Langenfeld/Rheinland statt. Auch hierzu konnte eine Einladung im Kanzleibriefksten vorgefunden werden.

Mechtilde und ich gingen hin und trafen dort einige Bekannte, beispielsweise ein Mitglied der Landtagsfraktion.

Nachdem die Ehrengäste des Abends, darunter auch der Bürgermeister der Stadt Langenfeld/Rheinland (CDU) begrüßt worden waren, nahm der Bürgermeister der Stadt Langenfeld/Rheinland die ihm gebotene Gelegenheit war, eine kurze Rede zu halten, in deren Mittelpunkt die Herausforderungen der Stadt und ihrer Bürger durch den Zuzug von Flüchtlingen standen.

Hauptreferentin des Abends war Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese ist nicht nur stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, sondern auch Bürgermeisterin unserer Heimatstadt Düsseldorf. Auch im Mittelpunkt ihrer Rede standen die Flüchtlinge. Dabei stellte sie deren Situation mit viel menschlichem Einfühlungsvermögen dar und konnte auch aus eigenem Erleben von den gewaltigen Anstrengungen der wenigen Bewohner einer kleinen griechischen Insel in der Nähe des kleinasischen Festlandes bei der Bergung und Erstversorgung von Flüchtlingen berichten. Insgesamt stellte sie die Situation und die sich hieraus ergebenden Probleme in den verschiedenen Bereichen sehr differenziert dar. Im persönlichen Gespräch mit dem Chronisten rügte einer der Zuhörer, sie habe in ihre Rede keine Lösungen dargelegt, was im Chronisten die Frage aufwarf, welche Erwartungen wir eigentlich an unsere Politiker stellen.

Interessant war auch ein Gespräch, welches wir mit den “Senior” eines örtlichen Unternehmens führten. Sein Sohn schilderte einige Tage später in einer Email durchaus detailreich, dass dieses Unternehmen nicht nur in vielen Bereichen Freie Software produktiv einsetzt, sondern auch die Entwicklung Offener Standards in seiner Banche initiiert hat und sich an der Weiterentwicklung derselben aktiv beteiligt.

Insgesamt konnten auch bei dieser Veranstaltung neue Kontakte geknüpft und Bekanntschaften vertieft werden.

Friday, 05 February 2016

Open Data: hier Stadtpläne und Übersichtskarten

stehmann's blog | 10:05, Friday, 05 February 2016

Landkarten und Stadtpläne unter einer Freien Lizenz sind doch ein alter Hut, werden manche sagen, gibt es doch schon lange: OpenStreetMap.

Die Rheinische Post, ein in der hiesigen Gegend weit verbreitetes Medium, berichtet nun aber von einer Aktion kommunaler Gebietskörperschaften. Berichtet wird, dass unter dem Titel “Offenes Stadtplanwerk” 71 Städte, Kreise und Verbände an Rhein und Ruhr ab sofort ihre Stadtpläne kostenfrei online bereitstellen.

Die Karten decken immerhin die Rhein-Ruhr-Schiene, das Bergische Land und Teile des Münsterlandes ab. Die Kartenkollektion reicht von Köln im Südwesten bis Hamm im Nordosten, vom Kreis Wesel im Nordwesten bis zum Oberbergischen Kreis im Südosten. In dieser Region wohnen etwa neun Millionen Menschen.

Die Daten liegen als Raster- und Vektordaten in unterschiedlichen Datenformaten vor.

Zu finden sind die Karten und Daten unter “Regionalverband Ruhr – Geodatenshop” und unter “auf Karte”. Letzteres ist ebenfalls ein Angebot des genannten Regionalverbandes.

Interessant an diesem Vorgang ist zweierlei: Zum einen, dass die beteiligten kommunalen Gebietskörperschaften auch ihre Geodaten als “Open Data” veröffentlichen, und zum anderen die Lizenz, unter der dies geschieht: CC BY 4.0 – verwendet wurde also eine international bekannte, permissive Lizenz und nicht das Ergebnis eines deutschen “Sonderweges”.

Insgesamt ein weiterer Fortschritt für Open Data in NRW.

Tuesday, 26 January 2016

Bericht vom FSFE Rhein/Main Treffen im Januar

Being Fellow #952 of FSFE » German | 22:16, Tuesday, 26 January 2016

Am 6. Januar trafen wir uns zum ersten mal in diesem Jahr im Café Albatros und haben ordentlich unsere Agenda abgearbeitet. Mit dabei waren
Dirk, Andreas, Christian, Ferdinand, Thomas und ich. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde ging es weiter mit

1 Planung der weiteren Treffen in 2016

Die Coworking-Zentrale in Frankfurt hat uns angeboten ihre Räumlichkeiten für unsere Treffen zu nutzen. Das stieß auf großen Zuspruch und wir werden es zunächst so planen, dass wir unseren früheren Zwei-Monats-Wechsel wieder aufnehmen werden. Das bedeutet, dass wir weiterhin versuchen werden andere Gruppen und Organisationen zu besuchen um auch Menschen außerhalb unserer Filterblase zu erreichen. Die übrigen Treffen stehen natürlich auch allen an Freier Software Interessierten offen. Es werden dann eher “Arbeits-Treffen” in denen ein bestimmtes Projekt oder ein Vortrag oder ähnliches im Vordergrund steht. Danach wird es natürlich wie immer einen gemütlichen Teil geben :)

Zwischenzeitlich hat sich bereits geklärt, dass unser erstes Treffen in der Coworking Zentrale im März stattfinden kann. Näheres dazu in Kürze.

1.1 Jugendhäuser besuchen

Dieses Projekt ist ja nach ein paar zaghaften Emails, die leider unbeantwortet blieben, etwas eingeschlafen. Ich kam noch immer nicht dazu bei den bereits angeschriebenen Einrichtungen mal nachzuhaken, hoffe dass aber irgendwann mal tun zu können.

Der erste Entwurf für die Anschreiben und eine Liste der Einrichtungen, die auch Öffnungszeiten haben, die für uns relevant sind gibt es im EtherPad.

1.2 weitere Gruppen

So lange wir keine Jugendeinrichtungen an der Hand haben, sind unsere nächsten anvisierten Ziele:

  • erneut Darmstadt
  • CCC Wiesbaden
  • Freifunk Ffm
  • CCC Ffm

sofern sie denn mögen.

1.3 Rotlintstraßenfest

Wir werden uns wohl auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf dem Rotlintstraßenfest beteiligen.

Kennt noch jemand andere Straßenfeste an denen ein solcher Stand sinnvoll wäre?

1.4 MakersFair am 30./31. Januar

Eine Möglichkeit wie wir Freie Software auf dieser Messe hätten präsentieren können wäre ein Beispiel-Rechner gewesen auf dem die Programme, die wir auf den FS-Hand-outs vorstellen installiert wären.

Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit haben wir uns dagegen entschieden dort einen Stand anzumelden. Vielleicht werde ich es aber schaffen wenigstens am Sonntag mal dort vorbeizuschauen. Hätte sonst noch jemand Interesse?

1.5 Linux Presentation Day im April

Leider habe ich mir hierzu keine Notizen gemacht. Ich kann mich nur schwach daran erinnern, dass zu dem Thema kaum etwas gesagt wurde. Wenn sich etwas in dem Bereich im Rhein/Main Gebiet ergibt, würde ich vorschlagen wir hängen uns da dran statt das Rad neu zu erfinden.

1.6 Programme auf den Handouts prüfen

Eines der angesprochenen “Arbeitstreffen” in der Zentrale wird wohl den Handouts gewidmet werden. Wir haben die ja blind von den Münchnern übernommen. Da ich einige Programme nicht kenne, würde ich mich persönlich wohler fühlen, sie wenigstens mal selbst ausprobiert zu haben. Außerdem kann man bei der Gelegenheit herausfinden, ob die URLs noch korrekt sind und ob sich nicht vielleicht bessere Alternativen finden lassen.

1.7 Mutterware Party

Auch wenn wir mit der Zentrale dafür einen geeigneten Ort haben würden, denke ich passt so ein Thema eher in die Räume des CCC.
Dirk hat sich bereit erklärt zu demonstrieren wie er Kalender-Einträge/Einladungen mit mutt verwaltet und ich würde die Kombination von mutt mit org-mode und notmuch zeigen. Wäre nicht schlecht, wenn sich noch jemand findet, der ein paar Mutt-Rezepte vorkochen kann.

Addressverwaltung und GnuPG-Einbindung würden mir noch spontan als Themen einfallen.

1.8 Vortrag über Lizenzen

Auf der fsfe-de Mailingliste hatte sich Michael Stehmann angeboten einen Vortrag über Freie Software Lizenzen bei uns zu halten. Dazu besteht Interesse. Hier warten wir mal ab, da er sich möglicherweise sowieso mal in Wiesbaden aufhalten könnte. Wenn sich da näheres ergibt, werden wir berichten.

2 Weitere Themen

2.1 XMPP

Im Zusammenhang einer Diskussion auf der Free-Your-Android Mailingliste, unterhielten wir uns über mögliche WhatsApp/Signal/Telegram Alternativen. Stärken und Schwächen bestimmter XMPP Clients (Resourcen und Prioritäten, OTR und OMEMO) und irssi und bitlbee.

2.2 Keysigning fand sogar mal wieder statt :)

2.3 Zustände und Gepflogenheiten bei Firmen-IT

2.4 ELSTAR und Freie Software

2.5 Status München

2.6 Great Firewall of China

Hierzu gab es vor Jahren auch mal ein Post von Hannes Hauswedel.

2.7 Kommunal”politik” in Eltville

2.8 mögliche Cryptoparty an Ferdinands Schule

2.10 Natürlich der 33C3

Wir wollen versuchen in 2016 mal ein paar Gesandte dorthin zu schicken. Die Vorträge des 32C3 schaut man sich am besten ohne Youtube direkt vom Media Server des CCC an und am allerbesten via BitTorrent.

Und das wars auch schon. Das nächste Treffen findet wieder im Café Albatros am 3. Februar 2016 statt und beginnt um 19:00 Uhr. Details dazu, wie immer im Wiki. Den Tisch werde ich wohl diese Woche buchen. Wer kommt noch?

flattr this!

Wednesday, 20 January 2016

Besuch beim FDP-Neujahrsempfang

stehmann's blog | 21:04, Wednesday, 20 January 2016

Dem Chronisten flatterte vor einiger Zeit eine Einladung zum Neujahrsempfang des Landesverbandes und der Landtagsfraktion der nordrhein-westfälischen Freien Demokraten in den Kanzleibriefkasten. Als Mitglied des Teams NRW der FSFE mit den Aufgaben eines Lobbyisten für Freie Software und Offene Standards betraut, meldete er Mechtilde und sich dann auch rechtzeitig zu dieser Veranstaltung an.

Zu seiner Arbeitskleidung zählt auch ein dunkler dreiteiliger Anzug, den er aus gegebenem Anlass angezogen hatte. Damit war er dann auch keineswegs “overdressed”. Zum Ambiente dieser Veranstaltung ist auch zu vermerken, dass die Hintergrundmusik nicht aus der “Konserve” kam, sondern von einer Gruppe von Musizierenden live dargeboten wurde.

Nach Veranstalterangaben nahmen an diesem Empfang etwa 1300 Personen teil. Dies erwies sich für ein gezieltes Ansprechen interessanter Gesprächspartner als eher ungünstig, weil es an einer Übersicht etwas fehlte. Glücklicherweise kamen wir zunächst neben einem freundlichen Düsseldorfer zu sitzen, der uns hilfreich erklärte, wer in der FDP für unser Anliegen aufgeschlossen sein könnte.

Nach einem einleitenden Moderation, in welcher die prominenten Teilnehmer aus Partei, Staat und Gesellschaft begrüßt wurden, einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Udo di Fabio, einem Filmchen, in dem die Gefahren des Internets etwas einseitig und reisserisch dargestellt wurden, der Vorstellung einer bildungspolitischen Initiative und einer engagierten Rede des Parteivorsitzenden und nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christian Lindner konnten wir beim anschließenden Suppeessen mit unserer Lobbyarbeit beginnen. Ich habe mich und die FSFE sowohl beim Leiter der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung als auch bei Vertretern des Parteinachwuchses vorstellen können. Auch mit dem Sprecher für Medien der Landtagsfraktion konnten wir ein kurzes Gespräch führen und ihm mein Kärtchen überreichen.

Zum Schluss trafen wir dann noch eine Person, die mir bekannt vorkam. Es stellte sich dann heraus, dass dies der Vorsitzende der German Unix User Group (guug) war, der allerdings in anderer Mission unterwegs war.

Beim Hinausgehen bekamen wir jeder eine Stofftasche in die Hand gedrückt, die für eine Kampagne “NRW Bildungssprung” werben soll. Für die FDP im Lande Nordrhein-Westfalen scheint also derzeit Bildung ein zentrales Thema zu sein. Das passt. Auf diesem Gebiet ist das Team NRW nämlich erfreulicherweise gut aufgestellt.

T-Shirts falten für die FOSDEM

stehmann's blog | 20:07, Wednesday, 20 January 2016

Die FOSDEM ist das Event für die Freie-Software-Community zu Beginn jeden Jahres. Das Free and Open Source Developers European Meeting (FOSDEM) in Brüssel ist nämlich nicht nur das erste, sondern auch das europaweit größte Event in jedem Jahr.

Rainer ist es gelungen, dort nicht nur jedes Jahr einen eindrucksvollen Stand aufzubauen, sondern auch ein eingespieltes und hochengagiertes Standteam zu formen. Aber ein möglichst reibungsloser Ablauf setzt eben auch eine gute Vorbereitung voraus. Damit das Standteam zügig die Interessenten bedienen kann, sind vorab viele T-Shirts gekonnt zu falten, penibel zu zählen und sinnvoll zu packen.

Dies geschah in diesem Jahr am 16. und 17.01.2016 in der Düsseldorfer Geschäftstelle der FSFE, wo schon große Kartons mit frisch bedruckten T-Shirts auf die Helfer warteten. Fellows kamen also in die Geschäftsstelle, um in geselliger Runde die notwendigen Arbeiten gemeinschaftlich zu erledigen, wobei der Chronist nur am Samstag teilnahm.

Gestärkt durch Getränke und Gebäck ging die Arbeit zügig von der Hand, sodass man sich am Abend noch gemeinsam “ein Bierchen” gönnen durfte. Begleitet war die Arbeit von einem lebhaften Meinungsaustausch über Freie Software, die Community und die FSFE. Rainer berichtete von seinem Besuch einer Werbemittelmesse. Mitgebrachte Muster wurde hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für das Merchandising der FSFE einer kritischen Prüfung unterzogen.

Auch von der sonntäglichen Aktion wurde berichtet, dass fleißige Hände in enormer Geschwindigkeit T-Shirts gefalten haben.

Da es ein nicht nur produktives, sondern auch ein nettes geselliges Treffen gewesen ist, wurde überlegt, diese Aktion zu einer jährlichen Einrichtung zu machen, nachdem ja das vorweihnachtliche Briefefalten und -kuvertieren obsolet geworden ist.

Alle Teilnehmenden hoffen, dass ihr Einsatz dem Standteam die Arbeit etwas erleichern kann.

Friday, 15 January 2016

Freie Software muss Privatheit unterstützen!

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 17:11, Friday, 15 January 2016

In seinem Blog hat Sebastian Kügler, ein wichtiger KDE-Hacker, ein sehr lesenswertes Interview gegeben, das sich hier findet:

http://vizzzion.org/blog/2016/01/is-privacy-free-softwares-next-milestone/

Zwei Punkte sind für mich heraus zu heben:

When I started using computers, Free software was sub-par to proprietary solutions, that is largely not the case anymore. In many cases, Free software surpasses what proprietary alternatives offer. In a lot of areas, Free software has come to dominate the market.
This is not surprising, given the economic model behind Free software. In the long run, building on the shoulder of giants, sharing the work across more stakeholders, open code and processes are more economical, scale better and tend to be more sustainable.

Das ist auch meine Überzeugung: Freie Software kann die bessere Software werden, weil kein kommerzielles Interesse die Fortentwicklung stört. Auf die Ergebnisse anderer aufbauen und die erreichten Ergebnisse ungehindert teilen, ist der Weg dahin.

Is it not our responsibility as Free software community (or even just as citizens) to provide the tools that maximize privacy for the users? If the answer is yes, then I suppose the measurement for success is how much can we make possible while maximizing privacy? How attractive can we make the tools in terms of functionality, effectiveness and availability?

A happy user is one who finds that a useful and fun-to-use tool also protects him from threats that he often may not fully appreciate until it’s too late.

Die Antwort ist ja. Wenn das gelingt, wird man politisch denkende Menschen vom Wert Freier Software noch besser überzeugen können.

Friday, 08 January 2016

Die Freie Software Gemeinschaft muß einladender werden!

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 08:51, Friday, 08 January 2016

John Sullivan, seit 2011 Executive Director der FSF,  hat dem Linux Magazine ein Interview zur Zukunft Freier Software gegeben. Zwei Punkte erscheinen mir besonders wichtig:

We need to do a better job making the free software movement a place that is welcoming to people from all backgrounds and all interests, and we need to do better at providing opportunities for people with skills other than programming to both contribute lead.

Ich habe den Eindruck, daß dies auch eine Aufgabe für die FSFE ist. Auch wir müssen eine “Willkommenskultur” (ich verwende mal den mißbrauchten Begriff) für Leute schaffen, die keine Techniker sind. Das beginnt schon bei der Sprache: Möglichst kein Technik-Sprech oder Denglisch. Wir sollten auch darüber nachdenken, wann es sinnvoll ist, die Landessprache und wann Englisch zu verwenden. Muß es wirklich auch im Deutsch sprachigen Raum “Linux-Presentation-Day” heißen? Warum nicht “Linux-Präsentations-Tag” oder noch besser “Linux im Alltag”?

On our campaigns and communication team, the recent hires have been from the labor movement, the environmental movement, arts + theater, community radio, and media reform. They were all familiar with free software but came to us from careers at nonprofits in those other areas.

Das finde ich sehr ermutigend. Ich vermute (und hoffe), daß der Gedanke Freier Software in den Bereichen leichter Fuß fassen kann, wo er in Übereinstimmung mit den Werten und Zielen von Organisationen steht. Die Deutsche Bank werden wir z.B. nicht so schnell vom Wert Freier Software und der damit verbundenen Selbstbestimmung überzeugen können.

Das Interview enthält noch weitere interssante Aussagen. Aber lest selbst. Es lohnt sich.

Thursday, 31 December 2015

2015 – Jahreszurückblick

André on Free Software » Deutsch | 14:12, Thursday, 31 December 2015

Höhepunkte:

  • FSF30 Satellit-fest in Berlin
  • Migration nach Trisquel Thinkpad T60p und T500
  • Durch dass Jahr: Übersetzungen von FSFE Newsletter, Meldungen, Veranstaltungen und sonstige PR auf Niederländisch

Jahreszurückblick

  • Januar
    • Guckte 31C3 über SS7, lernte dass mein Mobiltelefon nicht sicher gemacht werden kann.
    • Förderte ein VOIP linie.
  • Februar
    • Beendete meine Mobiltelefon-Abonnement.
    • Recycelte meine Mobiltelefon.
  • Mai
    • Förderte eine Trisquel Thinkpad T60p bei Kevin Keijzer in Ridderkerk, Niederlanden.
  • September
  • Oktober
  • November
    • OpenRheinRuhr in Oberhausen. Geholfen im FSFE Stand. Am Vortrag über Zeit- und Selbstmanagement durch Dirk Deimeke und teilgenommen am OpenPGP Keysigning-Fest.
    • T-Dose in Eindhoven, Niederlanden. Geholfen im FSFE Stand. Bei die Vorträge von Maurice Verheesen und Kevin Keijzer, und das jährliches FSFE Fellowship Niederlanden-Treffen.
  • Dezember
    • Ridderkerk, Niederlanden. Ein Trisquel Thinkpad T500 aufgeholt.

Ian Murdock ist tot

stehmann's blog | 07:56, Thursday, 31 December 2015

Am 28.12.2015 starb im Alter von nur 42 Jahren Ian Murdock.

Er ist das “ian” in Debian. “Sein” Projekt hat ihm einen lesenswerten Nachruf gewidmet.

Über die Gründung dieser nicht nur “GNU/Linux”-Distribution hinaus hat er sich im Laufe seines allzu kurzen Lebens weitere Verdienste um Freie Software erworben.

Sein wichtigstes und bleibendes Vermächnis ist jedoch das quicklebendige Debian-Projekt, in dem es tausende Menschen aus allen Kontinenten unternehmen, nicht nur in technischer Hinsicht (“Debian wird releast, wenn es fertig ist.”), sondern auch in ethischer Hinsicht (“Debian wird zu 100% frei bleiben.”) das Richtige zu tun.

Tuesday, 22 December 2015

Digitaltechnik, die Seuche des 21. Jahrhunderts?

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 13:57, Tuesday, 22 December 2015

Es ist wie eine neue Seuche: Ca. 1,5 Milliarden Smartphones wurden 2015 verkauft!  Ihre Herstellung verbraucht eine Unmenge von Ressourcen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen werden. Die Bedingungen bei der Fertigung sind unwesentlich besser. Eigentlich sollte daraus folgen, daß die digitalen Geräte möglichst lang genutzt werden. Bei Smartphones und Tablets ist aber das Gegenteil der Fall. Sie sind so konstruiert, daß eine Reparatur nicht oder nur sehr schwer möglich ist, was auch Verschleißteile wie Akku oder das Glas des Bildschirms betrifft . Die Verträge der Telefonanbieter fördern das: Im Extrem kann man jedes Jahr ein neues Smartphone haben. Da diese Geräte auch Moden unterliegen, wird der schnelle Austausch, in der Regel alle zwei Jahre, sehr breit genutzt. Die fachgerechte Entsorgung oder eine Wiederverwendung der Geräte oder der Rohstoffe finden in der Regel nicht statt. Ich kann mir kaum vorstellen, wie der Schaden für die Umwelt, der durch diese Geräte angerichtet wird, noch vergrößert werden kann.

Auch der bejammernswerte Zustand der Software verhindert keine Infektion.. Sind die Geräte wenige Jahre alt, erhält man keine Updates des Betriebssystems mehr, Sicherheitslücken bleiben offen. Nur durch neue Hardware sind die Sicherheitslücken eine zeitlang zu stopfen. Der normale Nutzer hat sich damit abzufinden, denn das, was bei Desktop-PCs oder Laptops selbstverständlich ist, daß man verschiedene Betriebssysteme installieren kann, ist schlicht nicht vorgesehen und  wird aktiv behindert. Die Entmündigung der Nutzer geht aber noch weiter. Insbesondere Smartphones sind so konstruiert, daß sie den Nutzer in umfassender Weise ausspionieren. Vergleichsweise harmlos sind dabei noch das Abgreifen der Standort-Daten durch die Telefonanbieter oder durch Anwendungen (Apps). Daß Google darüber hinaus umfassend alle Daten abgreift, an die es heran kommt, ist auch bekannt. Weniger im Blick ist aber, daß Kamera und Mikrophon der Geräte verdeckt eingeschaltet werden können; selbst die Geräte selbst können verdeckt eingeschaltet werden. Will man wirklich sicher sein, daß man nicht ausgeforscht wird, wie das z.B. bei Edward Snowden sein mußte, hilft nur Ausschalten des Gerätes, Entfernen der Batterie, Wegsperren des Gerätes in eine elektromagnetisch sichere Umgebung, Verwendung einer Einmal-Sim-Karte und Krytographie.

Die Selbstbestimmung der Nutzer wird aber noch weiter eingeschränkt, im Vergleich zum bisher Geschriebenen aber eher harmlos. Die Geräte sind fast ausschließlich mit vorinstallierter Software zu haben, von der ein Teil nicht entfernt werden kann. Bei Android-Geräten sind das in der Regel die Google-Dienste, die so ein Einfallstor für die Datensammler bieten. Will der Nutzer seine Software ergänzen, ist er in der Regel auf ein Nutzer-Konto bei Google oder Apple angewiesen. Nutzt er ein Gerät von Apple, ist der Nutzer auf Gedeih und Verderb der Zensur von Apple ausgliefert. Apple entscheidet, welche Software oder Medien überhaupt zugänglich sind. Ein besonders makaberes Beispiele ist, daß Apple z.B. die Reparatur-Anleitungen von ifixit aus seinem App-Store entfernt hat.. Daß es daran liegen könnte, daß iPhone und iTab dort immer verheerende Bewertungen in Bezug auf die Reparierbarkeit bekommen haben, ist natürlich Verschwörungstheorie.

Will der Nutzer nun Software nachinstallieren, muß er genau darauf achten, welche Rechte die App sich einräumen lassen will. Da ist dann schon mal die Taschenlampen-App, die Zugriff auf die Kontakte, Mikrofon, Kamera, GPS-Signal, … haben will. Zudem sollte er prüfen, unter welcher Lizenz die Software steht, und welche Rechte sich der Software-Anbieter sich für u.U. mit der App erzeugte Inhalte einräumen läßt. Es ist durchaus nicht die Ausnahme, daß der Anbieter sich umfassende Nutzungs- und Verwertungsrechte einräumen läßt. Ist die Software keine Freie Software, ist der Nutzer darauf angewiesen, daß die Entwickler-Firma die Software weiter pflegt und vor Allem Sicherheitslücken schließt. Speichert der Nutzer Daten auf den Servern dieser Firma, kann es sein, daß die Daten von einem Tag auf den anderen nicht mehr zugänglich sind; allerdings sind sie vorher in der Regel umfassend ausgeforscht worden.

Trotz allem gieren die Menschen nach dieser Infektion.

Aber es soll noch schlimmer kommen: Alles wird smart. 2020 soll smarte Technik schon in 50 Milliarden, 2030 in 100 Milliarden Geräten sein  (Quelle: sehr lesenswerter Artikel von Rainer Fischbach: Viel zu smart ). Damit potenzieren sich die Umweltschäden. Da diese Geräte umfassend Daten aus dem Leben der Nutzer erfassen, erwächst da eine Technik zur umfassenden Überwachung der Nutzer, die die schon vorhandene Überwachung durch Smartphones weit in den Schatten stellt. Ergänzt wird das Ganze durch neu entstehende Steuerungs- und Betrugsmöglichkeiten. Mal eben aus der Ferne die Kühltruhe ausschalten, den Verbrauch von Geräten verfälschen oder, wie bei VW, den Schadstoffausstoß manipulieren. Daß das Ganze unter Sicherheitsaspekten eine Katastrophe zu werden verspricht, paßt dazu.

Dennoch gieren die Menschen auch nach dieser Infektion.

 

Was tun? Man sollte möglichst wenig dieser Technik nutzen. Und das, was man nutzt, möglichst lang. Man muß darauf bestehen, daß die verwendete Software Freie Software ist. Nur so lassen sich das Sicherheits- und das Überwachungsdesaster eingrenzen. Notwendig dazu ist aber auch Freie Hardware, die fair und nachhaltig produziert wird. Glücklicherweise gibt es da die ersten schwachen Silberstreifen am Horizont. Wer ein Vertreter Freier Software ist, sollte sich energisch (und finanziell) auch für Freie Hardware einsetzen.

Monday, 21 December 2015

Linux Presentation Day – Zum Artikel in der linuxuser 01.2016

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 16:52, Monday, 21 December 2015

Der Linux Presentation Day (LPD) ist gedacht als Veranstaltung, mit der Linux Leuten bekannt gemacht werden soll, die damit bisher noch nichts zu tun hatten. Der LPD November 2015 liegt kurz zurück. Es lohnt sich also zu schauen, was man daraus lernen kann. Das Editrorial der linuxuser 01.2016 ist dazu nur bedingt geeignet.

Am LPD 2015 wurden ca. 80 Veranstaltungen mit in der Summe ca. 1500 Besuchern durchgeführt, im Schnitt also knapp 20. Zur Veanstaltung in Mülheim an der Ruhr, deren Hauptorganisator Wolf-Dieter Zimmermann war, kamen aber ca. 90 Personen, von denen 10 in weiteren Terminen ihren Rechner auf Linux umgestellt haben.

In der linuxuser wird der Eindruck erzeugt, dieser Erfolg sei wesentlich darauf zurück zu führen, dass es Wolf-Dieter gelungen ist, einen Artikel im Vorfeld in der Lokalpresse zu platzieren. Das ist aber nur einer der Gründe, vielleicht noch nicht einmal der wichtigste. Aus meiner Sicht als Mitorganisator gibt es weitere wesentliche Gründe. Wolf-Dieter Zimmermann ist in Mülheim an der Ruhr sehr gut vernetzt, u.A. in der Generationen-Arbeit und mit der evangelischen Kirche. Er hat Kontakte zur Volkshochschule und zum Medienkompetenzzentrum Mülheim an der Ruhr. Es ist ihm gelungen, beide als Mitveranstalter zu gewinnen. Im Medienkompetenzzentrum konnten wir im Vorfeld 15 Laptops für den LPD auf Linux umstellen, die nun mit Linux für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern und Lehrern bereit stehen.

Volkshochschule und Medienkompetenzzentrum beteiligten sich an der Werbung, ergänzend informierte Wolf-Dieter über seinen E-Mail Verteiler ca. 200 Personen, die überwiegend bisher mit Linux noch keinen Kontakt hatten.

Ich sehe aber auch wichtige inhaltliche Gründe für den Erfolg. Der LPD in Mülheim wurde unter die Überschrift “Linux im Alltag” gestellt und konsequent darauf ausgerichtet. Es wurde eine Reihe von Materialien erarbeitet, die auf Linux-Anfänger ausgerichtet sind, dabei wurde konsequent auf Denglisch verzichtet. Es scheint mir bei vielen Anhängern Freier Software nicht klar zu sein, wie wichtig es ist, in einer Sprache zu Reden und zu Schreiben, die keine unnötigen Hürden für Linux-Anfänger aufbaut. Die Informations- und Werbematerialien  der FSFE sollten dringend darauf überprüft werden. Die erste sprachliche Hürde beim Linux Presentation Day ist übrigens schon die Englische Bezeichnung.

Am Tag selbst waren ca. 15 Laptops vorhanden, auf denen auf der Basis von Xubuntu Software für Alltagsaufgaben erprobt werden konnte. Xubuntu wurde ausgewählt, weil es  besonders einfach zu installieren ist, die einheitliche Ausstattung ist für die Vermittlung bei einer derartigen Veranstaltung sehr wichtig. Dazu waren entsprechendes Informationsmaterial und auch Materialien der FSFE ausgelegt. Das Medienkompetenzzentrum hatte einen Büchertisch organisiert.

Was also daraus lernen? Es sollte eigentlich überall möglich sein, das Konzept strikt auf Linux-Anfänger und -Neulinge auszurichten. Die können z.B. kaum etwas mit der Tatsache anfangen, daß es eine Fülle von Distributionen gibt, das verunsichert die Leute eher.

Schwieriger ist der zweite Aspekt. Vernetzung kann man nicht kurzfristig aufbauen. Wo sie schon vorhanden ist, sollte sie natürlich intensiv genutzt werden. Es sollte aber möglich sein, im Laufe der Zeit Kontakte zu den Volkshochschulen, den Medienkompetenzzentren, wie immer die in der jeweiligen Kommune heißen mögen, und ähnlichen Einrichtungen auf zu bauen. Die haben dann auch oftmals Kontakte zur Lokalpresse, die man für die Information nutzen kann.

 

Sunday, 06 December 2015

Fellowshiptreffen am 25.11.2015

stehmann's blog | 12:08, Sunday, 06 December 2015

Das Referat auf dem letzten regulären Fellowshiptreffen dieses Jahres in Düsseldorf am 25.11.2015 hielt dictvm vom Chaosdorf.

Die Teilnehmer des Planungstreffens im Januar hatten den Wunsch nach mehr technischen Themen geäußert. Diesem Wunsch wurde das Referat von dictvm gerecht. Er stellte uns nämlich ansible vor. Diese Freie Software kombiniert Softwareverteilung, Ad-hoc-Kommando-Ausführung und Konfigurationsmanagement und dient zur Konfiguration und Administration von Servern. Sie kommt ohne Agenten (zusätzliche Software auf dem zu verwaltenden System) aus und benötigt auf den zu verwaltenden Systemen lediglich einen SSH-Server und eine aktuelle Python-Installation.

dictvm machte uns u.a. “Playbooks” bekannt und schilderte an einfachen Beispielen, wie mit ansible gearbeitet wird. Dass nach diesem Vortrag niemand in der Lage sein wird, mit ansible sofort seine Systeme zu installieren, konfigurieren und administrieren, dürfte sich von selbst verstehen. Aber für alle, die sich ernsthaft für ansible interessieren, gibt es “Ansible Meetups” in Düsseldorf.

Im Dezember gibt es traditionsgemäß kein Fellowshiptreffen in Düsseldorf. Dafür wünschen wir allen Teilnehmenden einen schönen Congress.

Das nächste reguläre Treffen findet erst im Neuen Jahr, nämlich am 27.01.2016 ab 19:30 Uhr im “Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt. Es ist unser “traditionelles” Rückblicks- und Planungstreffen.

Gäste sind auch bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Monday, 23 November 2015

Team NRW gegründet

stehmann's blog | 10:08, Monday, 23 November 2015

Am Sonntag, den 22.11.2015 hat sich in der Düsseldorfer Geschäftsstelle der FSFE das Team NRW konstituiert.

Erfreulicherweise waren zur “Gründungsversammlung” sechs Fellows erschienen; mehrere fehlten, zum Teil krankheitsbedingt, entschuldigt. Leider waren nur Fellows erschienen, die üblicherweise am Düsseldorfer Fellowshiptreffen teilnehmen.

Nach einer Vorstellungsrunde, bei der die Teilnehmer auch ihre Erwartungen an das Treffen und ihre Ideen und Vorstellungen für das Team formulieren sollten, wurde zunächst noch einmal die Situation beleuchtet.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat 17.638.098 Einwohner (Stand: 31.12.2014). Es ist in fünf Regierungsbezirke (Köln, Düsseldorf, Münster, Arnsberg, Detmold) untergliedert, deren Bezirksregierungen erhebliche Kompetenzen beispielsweise bei der Lehrerfortbildung haben. Der Ballungsraum Rhein-Ruhr im Zentrum des Landes ist mit rund zehn Millionen Bewohnern eine der 30 größten Metropolregionen der Welt und zentraler Teil eines europäischen Verdichtungsraumes. Gleichwohl gibt es “im Herzen des Landes”, nämlich im Ruhrgebiet, keine Fellowshipgruppe. Insgesamt hat das Land (Stand 2015) inklusive der Fachhochschulen 30 öffentliche Hochschulen. Die Universitäten Bochum, Duisburg-Essen, Hagen, Köln und Münster gehören zu den zehn größten Universitäten in Deutschland. Ebenso föderal wie der Staatsaufbau ist beispielsweise die kirchliche Gliederung: Es gibt drei evangelische Landeskirchen (Rheinland, Westfalen und Lippe), wobei der Bezirk der Evangelischen Kirche im Rheinland weit über den nordrheinischen Teil des Bundeslandes hinausgeht. Es gibt die katholischen Diözesen und Erzdiözesen Aachen, Köln, Essen, Münster und Paderborn, deren Sprengel ebenfalls teilweise über das Bundesland hinausgehen. Kirchliche Bildungs- und Jugendarbeit folgt meist diesen Gliederungen.

Es gibt drei sich regelmäßig treffende Fellowshipgruppen, die aber ausschließlich im Rheinland angesiedelt sind. Die Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen diesen Gruppen sind gut, aber ausbaufähig.

Schon bisher wurden einzelne Aufgaben, die über den Wirkungskreis einer Fellowshipgruppen hinausgehen, von einzelnen Personen, oft in einer kleinen, spontan gebildeten Gruppe, wahrgenommen.

Da unter den Teilnehmern zwei Personen aus dem Bildungsbereich waren, die noch über vielfältige Kontakte in diesem Bereich verfügen, wurden beschlossen, zunächst diese Kontakte für die Anliegen der FSFE zu aktivieren.

Außerdem wurde beschlossen, nochmals eine Bestandsaufnahme der in Nordrhein-Westfalen aktiven Usergruppen, Hack(er)spaces , CCC-Erfa-Kreise etc. zu erstellen, um diese dann zu kontaktieren. Dabei soll in Erfahrung gebracht werden, ob diese Gruppen an Kontakten mit der FSFE interessiert sind. Es soll dann versucht werden, eine Zusammenarbeit mit diesen Gruppen aufzubauen, wobei die Bedürfnisse derselben im Vordergrund stehen sollen. In der Diskussion dieses Punktes konnten auch die Erfahrungen eingebracht werden, die einige Teilnehmer bereits in der Vergangenheit bei entsprechenden Besuchen gemacht haben.

Natürlich wurden auch die anderen in der Einladung genannten Aufgaben nicht außer acht gelassen:

* Organisation der Kontaktpflege der bestehenden Fellowshipgruppen,
einschließlich eines “Referentenaustauschs”
* Kontaktpflege mit den europäischen Nachbarn (Niederlande und Belgien)
* Kontaktpflege zu anderen Gruppen, die sich mit Freier Software und
Offenen Standards befassen [z.B. LUGs, sprachspezifische (Python, PERL
etc.) Gruppen, ORR, FrOSCon, FreedomTours, DO-FOSS, Hack(er)spaces,
Freifunk et al.]
* Unterstützung bei der Gründung neuer Fellowshipgruppen
* Lobbyarbeit auf Landes- und kommunaler Ebene
* Planung und Organisation von Aktionen und Kampagnen auf Landesebene
* landesweite Vermittlung von Referenten zu Themen, die Freie Software
und Offene Standards betreffen.

Hinzugefügt wurde noch die Pressearbeit, deren Nützlichkeit sich jüngst in Mülheim eindrucksvoll bestätigt hatte. Aber auch in einer größeren Gruppe kann man nicht alles auf einmal machen und muss irgendwo anfangen.

Wünschenswert wäre eine Fellowshipgruppe im und für das Ruhrgebiet. Allerdings reicht, trotz guter Verkehrsanbindungen, der mentale Aktionsradius der Ruhrgebietler zu oft nicht über die eigene Stadt hinaus. Es wird daher wohl besonderer Anstrengungen bedürfen, beispielsweise einen Essener oder eine Dortmunderin zum regelmäßigen Besuch eines Treffens beispielsweise in Bochum zu bewegen.

In organisatorischer Hinsicht wurde beschlossen, dass Düsseldorfer Büro der FSFE für die (nichtelekronische) Korrespondenz zu nutzen. Rainer stellte die diesbezüglichen Möglichkeiten auch kurz vor.

Ferner wurde beschlossen, zweimal jährlich, nämlich im Frühjahr und im Herbst, ein jeweils eintägiges Teamtreffen zu veranstalten.

Zum Austausch unter den Teilnehmern soll zunächst die Mailingliste rheinland@lists.fsfe.org genutzt werden. Allerdings wurde ins Auge gefasst, mittelfristig eine eigene Mailingliste einzurichten, um den Charakter der Rheinlandliste als “Low-Traffic-Liste” zu wahren.

Hinsichtlich sozialer Netzwerke sollen sowohl weiterhin proprietäre Kanäle, aber auch solche Netzwerke genutzt werden, die auf Freier Software und einer dezentralöen Architektur basieren. Dabei spielte insbesondere der Aspekt eine Rolle, dass in beiden Bereichen unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden können, was dann aber auch bei der Ansprache des Publikums zu beachten ist.

Weitere Teammitglieder sind willkommen.

Wolfgang hat auch von diesem Treffen berichtet.

Sunday, 22 November 2015

Gründungssitzung des NRW-Teams der Free Software Foundation Europe

Wolfgang Romeys FSFE-Blog | 17:10, Sunday, 22 November 2015

Am 22.11.2015 hat die Gründungssitzung des NRW-Teams der Free Software Foundation Europe stattgefunden.

Aufgabe des Teams soll es sein, die Aktivitäten der Fellows in NRW und zu koordinieren und u.A. Aktivitäten auf den Weg zu bringen, bei denen die Landesregierung oder die 5 Bezirksregierungen angesprochen werden.

Als wesentliche Arbeitsfelder wurden die Lehrerausbildung und die Lehrerfortbildung und offene Standards identifiziert.

Um den Gründungskreis zu verbreitern, soll in nächster Zeit Kontakt zu Gruppen aufgenommen werden, die im Bereich Freier Software arbeiten, um zu klären, ob es dort Personen gibt, die Interesse daran haben, Freie Software in eine größere Breite zu tragen, oder sich Unterstützung durch das NRW-Team wünschen. Insbesondere im ersten Bereich ist es notwendig, Themen zu finden, mit denen Leute wirksam angesprochen werden können, und dies in einer Sprache und Form zu machen, die verständlich und einladend sind.

Friday, 20 November 2015

Besuch bei Piratencafe in Düsseldorf

stehmann's blog | 08:47, Friday, 20 November 2015

Am Nachmittag des 14. November 2015 war ich eingeladen, beim Piratencafe in Düsseldorf über Freie Software, Offene Standards und die FSFE zu sprechen. Erfreulicherweise haben mich einige Fellows begleitet, darunter auch Frauen, was den Frauenanteil bei den Teilnehmern wesentlich erhöhte.

Ich habe die Form eines freien Vortrages ohne Folien mit eingebetteter und anschließender Diskussion gewählt.

Interessant war, dass mir von politischer Seite vermittelt wurde, dass derzeit Offene Standards eher durchsetzbar seien als Freie Software als solche.

Netterweise haben mir die Piraten auch das Schreiben eines ausführlicheren Berichtes abgenommen.

Danke für die freundliche Einladung! Der Kaffee war gut und der Kuchen lecker.

Thursday, 19 November 2015

European Data Portal

stehmann's blog | 18:28, Thursday, 19 November 2015

Open Data gibt es jetzt auch auf EU-Ebene.

Zur Zeit allerdings nur noch als Beta-Version. Aber da Open Data wirtschaftliche Prosperität befördern soll, wird die Entwicklung sicher schnell gehen. Das Entwicklerteam experimentiert zur Zeit bereits mit einer automatisierten Unterstützung bei Lizenzbedingungen, um es den Benutzern zu erleichtern, die Lizenzen der Daten zu verstehen und mögliche Lizenzkonflikte bei der Kombination verschiedener Daten zu vermeiden. Nunja, eine einheitliche, freie Lizenz für alle Offenen Daten in Europa wäre mir ehrlich gesagt lieber. Aber selbst sogenannte “Mustereuropäer” gehen da ja gerne eigene Wege.

Und wir können schon einmal etwas lernen. Sogar in deutscher Sprache.

Und das mit der Open Definition (Punkt 1.4: “The work must be provided in an open format. An open format is one which places no restrictions, monetary or otherwise, upon its use and can be fully processed with at least one free/libre/open-source software tool.”) und Offenen Standards (Freien Formaten) wird sicherlich auch noch werden. Immerhin gibt es ja Freie Software, die auch propritäre Format importiert und sogar exportiert.

Monday, 16 November 2015

Linux Presentation Day in Mülheim an der Ruhr

stehmann's blog | 18:17, Monday, 16 November 2015

Am 14.11.2015 wurde der Linux Presentation Day auch in Mülheim an der Ruhr begangen.

Unser Fellow Wolf-Dieter Zimmermann organisierte die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Medienkompetenzzentrum und der dortigen Volkshochschule. Sie fand von 10.00 Uhr bis 13.30 Uhr in der Stadtbibliothek im MedienHaus am Viktoriaplatz statt und war ein großer Erfolg. Im Vorfeld haben wir gerätselt, wieviele Interessierte denn kommen würden. Das es dann neunzig sein würden, hatten wir uns in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt (die kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr hat – Stand: 31.12.2014 – 167.108 Einwohner).

Der Bericht von Wolf-Dieter findet sich hier. Man sollte sich auch das Ergebnis der Evaluation des LPD anschauen.

Zwei Wünsche von Besuchern, die an mich herangetragen worden sind: Ein Besucher drückte – sicherlich für manchen anderen mit – den Wunsch nach einen regelmäßigen Treffen zum Lernen und zum Erfahrungsaustausch aus. Ein anderer wünschte sich eine CryptoParty.

Interessant war auch, dass die meisten Besucher der älteren Generation angehörten.

Auch Wolfgang Romey, der im Bereich “Sicherer Bewegen im Internet” Tipps zum anonymen und unbelästigten Browsen im WWW gab, hat sich hier und dort Gedanken zu den Gründen dieses Erfolges gemacht.

Nachtrag: Inzwischen ist bekannt geworden, dass Wolf-Dieter und Wolfgang versuchen werden, den Wünschen der Besucher gerecht zu werden. Bereits am 26.11. werden sie Interessierten Gelegenheit geben, in kleinen Gruppen mit sachkundiger Unterstützung GNU/Linux zu installieren. Und im nächsten Jahr werden regelmäßige monatliche Treffen stattfinden.

Dies wird also wohl nicht der letzte “Bericht aus Mülheim” sein.

OpenRheinRuhr 2015

stehmann's blog | 18:07, Monday, 16 November 2015

Auch in diesem Jahr fand die OpenRheinRuhr am gewohnten Ort, nämlich in den Räumen des Rheinischen Industriemuseums in Oberhausen, jedoch schon am 7. und 8. November statt.

Die OpenRheinRuhr hat sich zu einem der größten Fellowshiptreffen in Europa entwickelt, was aber nicht weiter auffällt, da die Fellows praktisch überall, an Ständen, in der Organisation, als Vortragende und auch als Gäste, und damit recht zerstreut zu finden sind.

Am letztjährigen Ort befand sich auch der FSFE-Stand, dessen Gestaltung wieder die Blicke der Besucher im Ausstellungsbereich auf sich zog. Die internationale Solidarität in der FSFE wurde dadurch deutlich, dass Rainer an beiden Tagen durch niederländische Standhelfer unterstützt wurde.

Rechtzeitig vor der diesjährigen OpenRheinRuhr war Apache OpenOffice 4.1.2 veröffentlicht worden. Diese Version war sowohl auf unseren Laptops als auch auf dem “Standrechner” installiert.

Apache-OpenOffice-Stand

Neben dem Apache-OpenOffice-Stande befand sich dieses Mal der ProOO-Box-Stand. Das gesamte kleine Team der ProOO-Box war zum Standdienst erschienen. Mechtilde und ich wurden am Apache-OpenOffice-Stand in bewährter Weise wieder von Michaela und marudor unterstützt.

Apache-OpenOffice-Stand

Die ProOO-Box-ler hatten einige interessante kleinere Plakate mitgebracht, die auch unseren Stand schmückten. Es war für uns sehr interessant, Jan-Christian und Detlef einmal im “richtigen Leben” kennenzulernen. Als Standnachbarn konnte wir auch ausführlichere Gespräche miteinander führen.

Neben dem ProOO-Box-Stand kam dann der LibreOffice-Stand, an dem Thomas Krumbein und Andreas Mantke, der dem Board of Directors der The Document Foundation angehört, den Standdienst versahen.

Beim Social Event am Samstagabend klappte die Speisung der Hungrigen wie am Schnürchen. Daher blieben viele Gelegenheiten für Gespräche.

Der sonntäglichen Verlosung gewann dann noch der Chronist einen Klassiker, nämlich den “Kofler”, ein dickes Buch.

Das Abbauen und Aufräumen ging wieder sehr flott. Hier zeigte sich die Routine der Standverantwortlichen.

Im nächsten Jahr wird die OpenRheinRuhr wohl nicht in gewohnter Weise untergebracht werden können. Aber es herrscht Zuversicht, dass uns noch ein ORR-loses Jahr erspart bleibt.

Niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunk nimmt Abstand von Offene Standards

André on Free Software » Deutsch | 06:30, Monday, 16 November 2015

Der Niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunk NOS hat das Redesign ihrer Website veröffentlicht. Die beta Site bietet nicht langer die Möglichkeit mit Offene Standards die Nachrichtensendungen zurück zu gucken.

Leute haben die Sendungen zurückgucken können in HTML5. Diese Möglichkeit ist jetzt verschwunden. Auf beta.nos.nl können Sie Feedback geben und dass ist was auch Ich gemacht habe.

Sunday, 15 November 2015

Freie Software für die Luft- und Raumfahrt

stehmann's blog | 14:22, Sunday, 15 November 2015

war das Thema der Fellowshiptreffens am 28.10.2015 in Düsseldorf. Konkret ging es um den Einsatz Freier Software beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR).

Als Referent kam Andreas Schreiber, der Leiter der Abteilung “Verteilte Systeme und Komponentensoftware” der Einrichtung “Simulations- und Softwaretechnik” der DLR in Köln-Porz, mit seinem Hund. Erster erwies sich als überzeugter und überzeugender Propagandist der Programmiersprache Python. Letzter wurde als regelmäßiger Teilnehmer von Python-Veranstaltungen vorgestellt und erwies sich als ruhiges und artiges Tier.

Das Treffen, zu dem erfreulich viele Teilnehmer trotz des gleichzeitig stattfindenden ORGA-Treffens der OpenRheinRuhr, einer Pflichtveranstaltung für einige regelmäßige Teilnehmer, erschienen waren, begann mit der Vorstellungsrunde.

Zu erwähnen ist, dass auch Max Mehl, der Koordinator des deutschen FSFE-Teams, zu den Teilnehmern zählte.

Nachdem Andreas sich und die Forschungsgebiete des DLR, beileibe nicht nur Luft- und Raumfahrt, vorgestellt hatte, ging es um die Softwareforschung und -entwicklung nicht nur in der Einrichtung “Simulations- und Softwaretechnik”, sondern in allen 33 DLR-Instituten. Die Einrichtung “Simulations- und Softwaretechnik” hat etwa 50 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland. Andreas stellte kurz die aktuellen (Software-)Forschungsgebiete vor und wartete dann mit beindruckenden Zahlen auf: Mehr als 1200 DLR-Mitarbeiter entwickeln Software, die Personalkosten für die Softwareentwicklung betragen mehr als 100 Mio. €. Damit kann man das DLR als eines der größten “Softwarehäuser” Deutschlands bezeichnen.

Die große Zahl an Softwareprojekten macht die Übersicht über die existierende Software schwierig. Es wird in zunehmendem Maße neben proprietärer Software Freie Software entwickelt und eingesetzt. Daher gibt es viele Fragen zu und Probleme mit Lizenzen Freier Software. Es werden daher eine Informationsbroschüre und Schulungen zu “Open-Source-Lizenzrecht” angeboten. Die Broschüre gelangte beim Fellowshiptreffen trotz des Aufdruckes “nur für den internen Gebrauch” zur Verteilung und soll in der nächsten Auflage unter einer freien Lizenz stehen. An ihrer Erstellung haben anerkannte Rechtsexperten für das Recht der Lizenzen Freier Software mitgewirkt.

Der Referent stellte uns auch die weiteren Arbeitsmittel für den Softwareeinsatz und die Softwareentwicklung vor.

Das DLR verfolgt eine “Open-Source-Strategie” und “-Agenda”, welche die Migration hin zu Freier Software und im speziellen nach Python, als einheitlicher Sprache für viele Anwendungen, vorsieht. Wer sich beim DLR bewerben will, kann daher mit Python-Kenntnissen Vorteile erlangen. Mit einer gewissen Verwunderung nahmen die Teilnehmer zur Kenntnis, dass derzeit Fortranprogramme noch unentbehrlich sind. Aber der Referent konnte dies nachvollziehbare mit dem technischen Stand der Compilerentwicklung für diese Sprache erklären. Gleichwohl konnte uns Andreas anhand hübsch bebilderter Beispiele den Einsatz von Python auch für anspruchsvolle Berechnungen zeigen. Allerdings fiel der Performancevergleich gegenüber einer hochoptimierten Fortranversion noch etwas ernüchternd aus.

Mit Beifall wurde die Erklärung, dass das DLR keine eigene Freie-Software-Lizenz entwickeln werde, aufgenommen.

Andreas brachte zum Schluss seines Referats Beispiele für veröffentlichte Freie Software, die vom DLR entwickelt und inzwischen von Dritten genutzt wird.

Interessant waren auch die Einblicke in die Arbeitskultur am DLR, die uns Andreas vor allem anekdotisch vermittelte.

Freundlicherweise hat er auch seine Folien veröffentlicht. Leider musste er uns nach seinem Vortag recht zügig wegen eines Termins in Norddeutschland am nächsten Morgen verlassen.

Einer der Teilnehmer merkte an, dass dieser Vortrag einer gewesen sei, bei dem jeder Satz Stoff für einen eigenen Vortrag geboten und das Interesse an einem solchen geweckt habe. Dies führt zu dem Wunsche, Andreas Schreiber zukünftig weitere Male in unserer Runde begrüßen zu dürfen. Vielen Dank daher für diesen hochinteressanten und in Bezug auf das Engagement für Freie Software ermunternden Vortrag!

Das Referat auf dem letzten regulären Fellowshiptreffen dieses Jahres in Düsseldorf wird dictvm vom Chaosdorf am 25.11.2015 halten. Er wird ansible vorstellen. Das Treffen beginnt wie immer um 19:30 Uhr. Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Nachtrag: Auch auf europäischer Ebene hat die Strategie des DLR Beachtung gefunden. Es freut den Chronisten, dass dort auch dieser Beitrag als Quelle zitiert wurde.

Saturday, 14 November 2015

Wieder wider Vorratsdatenspeicherung

Jens Lechtenbörger » Deutsch | 16:50, Saturday, 14 November 2015

Verfassungsbeschwerde bei Digitalcourage e.V. unterstützen (CC BY-SA 3.0 Digitalcourage e.V.)

Wir haben in Deutschland wieder die Vorratsdatenspeicherung (VDS), und das ist schlecht. VDS bedeutet flächendeckende, anlasslose Überwachung des Kommunikationsverhaltens der gesamten Bevölkerung, was gut zu totalitären Regimes passt, aber nicht zu demokratischen Gesellschaften.

Wer das nicht so verfolgt: Es gab in Europa schon mal die VDS, per EU-Richtlinie. Die entsprechende Umsetzung in Deutschland wurde 2010 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Die gesamte Richtlinie wurde 2014 vom Europäischen Gerichtshof für ungültig erklärt, weil sie unsere Grundrechte auf Achtung des Privatlebens und auf den Schutz personenbezogener Daten verletzt. Nichtsdestotrotz haben wir jetzt wieder eine per Gesetz verordnete VDS, im Oktober vom Bundestag beschlossen, am 6. November vom Bundesrat abgesegnet.

Der Verein Digitalcourage bereitet eine Verfassungsbeschwerde vor und bittet um Unterstützung. Macht mit!

Außerdem ist es natürlich notwendig, digitale Selbstverteidigung zu lernen. Wie das mit freier Software geht, stelle ich anderswo dar.

Thursday, 29 October 2015

Apache OpenOffice 4.1.2 ist verfügbar

stehmann's blog | 08:44, Thursday, 29 October 2015

“Was lange währt, wird endlich gut.” sagt der Volksmund. Das Sprichwort will sagen, dass endlich – nach längerer Zeit – ein vorzeigbares Ergebnis konstatiert werden kann.

Rechtzeitig zur OpenRheinRuhr und zur T-DOSE hat Apache OpenOffice die Version 4.1.2 seiner Freien Officesuite herausgebracht. Dies bedurfte großer Anstrengungen unter widrigen Umständen, zeigt aber: Apache OpenOffice lebt und ist produktiv!

Und es zeigt, welche Prioritäten die Gemeinschaft der Entwickler setzt, nämlich Bugfixing zuerst!

Jetzt sind noch einige Anpassungen an den Webseiten des Projektes vorzunehmen und auch sonst ist noch einiges zu tun, aber das Wichtigste ist geschafft.

Einmal kurz durchatmen und dann geht es wieder los: Nach dem Release ist vor dem Release!

Tuesday, 20 October 2015

Bericht vom FSFE Treffen in Frankfurt – 7. Oktober 2015

Being Fellow #952 of FSFE » German | 11:38, Tuesday, 20 October 2015

Am 7. Oktober trafen wir uns wieder im Café Albatros in Frankfurt zu unserem monatlichen FSFE-Treffen. Wir waren diesmal nur zu sechst. Nach der Vorstellungsrunde unterhielten wir uns über folgende Themen:

30 Jahre GNU

Das GNU-Projekt wurde 30! Das wurde weltweit groß gefeiert. Dazu gab es ein recht gelungenes Interview im Tagesanzeiger: Matthias Kirschner, der Präsident der Free Software Foundation Europe, über 30 Jahre freie Software «Politisch denkende Menschen verstehen das Anliegen der freien Software»

Daneben gab es die FSFE Meldung noch in anderen Medien.

RMS Vorträge im Juli

Die beiden Vorträge sind leider an jemanden vorrübergegangen, der unsere Treffen seit Februar nicht mehr besucht hatte. Das kommt davon, wenn man sich nicht auf die Mailingliste einschreibt oder sich sonst wie auf dem laufenden hält. :)

LPD 2015

Der Linux Presentation Day wird am 14. November begangen. Die LUG Hanau macht was und was ich am Treffen noch nicht wusste: Frankfurt auch!

Streit um Sprache: GNU/Linux, GenderInnen, etc.

Sprache schafft Realitäten. Aber ist ein Kreuzzug um die richtigen Begriffe hilfreich die eigentliche Nachricht an die Leute zu bringen?

Freifunk

Thomas beteiligte sich an einer Freifunkinstallation in einer Flüchtlingsunterkunft während wir sprachen und war damit entschuldigt. :)

Björn hatte sich darum gekümmert, dass der vergangene Landesparteitag der Grünen mit Freifunk ausgestattet wurde. Das Digitalforum Gallus im März zu dem Björn eingeladen hatte, soll dort auch erste Früchte getragen haben.

FSFE XMPP update

Es gab ein Update der XMPP Software auf fsfe.org. Danach gab es Probleme mit den Konferenzräumen, die aber mittlerweile behoben scheinen. Hat noch jemand Probleme?

Suche nach neuem Treffpunkt

Wie schon öfters erwähnt, ich persönlich finde das Albatros sehr sympatisch und ich hatte in kleiner Runde nichts auszusetzen. Jedoch ist ein gemeinsames Gespräch aller nicht mehr möglich sobald ein zweiter Tisch angeschoben werden muss. Die Coworking Zentrale hat sich auf Twitter mal angeboten uns aufzunehmen. Getränke gibt es dort auch. Daneben Beamer und WLAN. Was haltet ihr davon? Ansonsten sind wir ja auch schon zwei mal ins Lilium ausgewichen.

Cryptoparties wiederbeleben?

Apropos Coworking-Zentrale. Dort haben ja auch immer die Cryptoparties stattgefunden. Besteht da Interesse diese wiederzubeleben?

Promo Skript zu issue #451

Das Oktober-Treffen war nicht so beworben und erinnert worden wie sonst, weil mir schon wieder der RSPI abgeraucht ist auf dem die Skripte laufen. So langsam wird mir das zu zeitaufwändig. Ich denke ich werde auf einen ordentlichen Server umziehen.

Hoster services

Bei der Gelegenheit tauschen wir uns noch über mögliche Anbieter aus:

  • Uberspace.de
  • Kartir hat von Proton Mail erzählt. Ich habe jetzt nur kurz drüber geschaut und es sieht wirklich interessant aus. Dass die Mails und Keys nicht von den Mitarbeitern eingesehen werden können, ist allerdings ohne die Möglichkeit den im Moment laufenden Quellcode zu inspizieren nur ein Versprechen, dass man glauben muss.
  • Schokokeks.org (disclaimer: da bin ich Kunde)

Bildung

Nach der Einschulung meiner Tochter komme ich so langsam in die heiße Phase dieses Problem “als Betroffener” anzugehen. Thomas bot an mir zur Seite zu stehen. :)

Open Source an Schulen Buch von Sebastian Seitz. Recommendation to use RTF

Bildungs-Team Mitglied Sebasstian Seitz hat vor kurzem ein Buch über Freie Software an Schulen herausgegeben. Ein Autor empfiehlt zum Dokumentenaustausch RTF. RTF ist allerdings proprietär und erlaubt auch nur rudimentäre Formatierung. Ich überlege ob MarkDown nicht besser geeignet wäre. Ob MD auf Akzemptanz stoßen würde, wird allerdings daran hängen wie komfortabel es sich nutzen lässt. Gibt es Editoren, die WYSIWYG für Markdown anbieten?

Daneben frage ich mich ob Hybrid PDFs nicht das Problem lösen könnten.

Da der Dokumentenaustausch sehr oft als problematisch gilt (auch außerhalb der Schule), blieben wir bei der Frage. Microsoft hat kein Interesse ODT ordentlich zu unterstützen. Ich erinnere hier an die Plamondon Files:
Seite 47:

“Work closely with the technology development team, to ensure that they are developing the right technology, the right way. The right technology is that which will make money for Microsoft”

Daneben redeten wir darüber wie Konzerne wie Microsoft und Google keine Mühen scheuen MS565 und GoogleDocs in die Bildungsinstitutionen zu tragen. Bei einem Vortrag von Sam Tuke erfuhr ich, dass die Cloud-Lösung von LibreOffice durchaus konkurenzfähig sein kann.

Pro-Tipp: LibreOffice ohne Java

mit der Option “withoutjava” kompiliert soll LibreOffice ausgesprochen stabil laufen.,

Rechtliches zu den SW Flyern – Impressumspflicht. Haftung bei links?

Wir fragten uns ob wir ohne ausdrücklichen Disclaimer für gegebenfalls geänderte Inhalte hinter den verwendeten Links auf unseren Freie Software Handouts dafür verantwortlich sind oder ob sich die Impressumspflicht auf Druckmedien von der im Internet unterscheidet.

Anyone?

Routerzwang.

Max ist nun teilzeit bei der FSFE beschäftigt um weiter am Thema Routerzwang zu arbeiten und hat schon einige Erfolge zu verbuchen wie Matthias an die Diskussions-Liste meldet unter anderem auch auf der Titelseite von Tagesschau.de

VW software Skandal

Dieses Thema durfte natürlich auch nicht fehlen. Siehe dazu auch die Diskussion auf der Mailingliste (ff) und hier besonders den Blog Post von Daniel Pocock.

 

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Tuesday, 06 October 2015

Der Gerichtshof der Europäischen Union stärkt den Datenschutz

stehmann's blog | 19:20, Tuesday, 06 October 2015

Nach Snowdens Enthüllungen glaubte wohl nur noch obrigkeitshörig jemand daran, die USA seien ein “sicherer Hafen” für unsere persönlichen Daten, der auch daran glaubt, dass der Klapperstorch die Babys bringt. Dies ließ die herrschenden Politiker jedoch unbeeindruckt. Daher musste der Gerichtshof der Europäischen Union die in der EU verbrieften Grundrechte zur Geltung bringen.

Durch sein Urteil vom 06.10.2015 in der Rechtssache C-362/14 hat der Gerichtshof der Europäischen Union den Datenschutz gestärkt.

Danach können die mit einer Beschwerde befassten nationalen Datenschutzbehörden, auch wenn es eine Entscheidung der Kommission gibt, in der festgestellt wird, dass ein Drittland ein angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten gewährleistet, prüfen, ob bei der Übermittlung der Daten einer Person in dieses Land die Anforderungen des Unionsrechts an den Schutz dieser Daten eingehalten werden, und sie können, ebenso wie die betroffene Person, die nationalen Gerichte anrufen, damit diese ein Ersuchen um Vorabentscheidung zur Prüfung der Gültigkeit der genannten Entscheidung stellen.

Der Gerichtshof führt hierzu aus, dass die Existenz einer Entscheidung der Kommission, in der festgestellt wird, dass ein Drittland ein angemessenes Schutzniveau für übermittelte personenbezogene Daten gewährleiste, die Befugnisse, über die die nationalen Datenschutzbehörden aufgrund der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und der entsprechenden Richtlinie verfügen, weder beseitigen noch auch nur beschränken kann.

Der Gerichtshof ist dann dafür zuständig, einen Rechtsakt der Union für ungültig zu erkären.

In Ausübung dieser Kompetenz hat der Gerichtshof die Entscheidung der Kommission, in der festgestellt wird, dass die Vereinigten Staaten von Amerika im Rahmen der sogenannten “Safe-Harbor-Regelung” ein angemessenes Schutzniveau übermittelter personenbezogener Daten gewährleisten, für ungültig erklärt.

Hierbei hat der Gerichtshof als relevant festgestellt, dass die amerikanische Safe-Harbor-Regelung nur für die amerikanischen Unternehmen gilt, die sich ihr unterwerfen, nicht aber für die Behörden der USA. Außerdem haben nach der Feststellung des Gerichtshofes die Erfordernisse der nationalen Sicherheit, des öffentlichen Interesses und der Durchführung von Gesetzen der Vereinigten Staaten Vorrang vor der Safe-Harbor-Regelung, so dass die amerikanischen Unternehmen ohne jede Einschränkung verpflichtet sind, die in dieser Regelung vorgesehenen Schutzregeln unangewandt zu lassen, wenn sie in Widerstreit zu solchen Erfordernissen stehen. Der erlaubte Zugriff von us-amerikanischen Behörden auf Daten in den USA verletze “den Wesensgehalt des Grundrechts auf Achtung des Privatlebens”. Die amerikanische Safe-Harbor-Regelung ermöglicht Eingriffe der amerikanischen Behörden in die Grundrechte der Personen, wobei in der Entscheidung der Kommission weder festgestellt werde, dass es in den USA Regeln gibt, die dazu dienen, etwaige Eingriffe zu begrenzen, noch, dass es einen wirksamen gerichtlichen Rechtsschutz gegen solche Eingriffe gibt, was wiederum “den Wesensgehalt des Grundrechts auf wirksamen Rechtsschutz”, das dem Wesen eines Rechtsstaats inhärent sei, verletze.

Zutreffenderweise hat der Gerichtshof damit den Feigenblattcharakter der sogenannten “Safe-Harbor-Regelung” entlarvt.

Ebenso erfreulich ist, dass er die Kompetenz, damit aber auch die Verantwortung der nationalen Datenschutzbehörden und Gerichte gestärkt hat, die nun nicht mehr unbesehen an Entscheidungen der Kommission gebunden sind, sondern diese kritisch prüfen können und müssen.

Heute ist ein guter Tag für den Datenschutz. Und über TTIP & Co. sollten unsere herrschenden Politiker vielleicht selbstkritisch auch noch einmal nachdenken.

Sunday, 04 October 2015

Ein Jubiläum

stehmann's blog | 18:33, Sunday, 04 October 2015

Heute vor dreißig Jahren, am 4. Oktober 1985, gründete Richard Matthew Stallman unsere Schwesterorganisation, die Free Software Foundation (FSF).

Zweck dieser Gründung war und ist es, Freie Software zu fördern und für diese Arbeit die notwendigen Ressourcen zusammenzutragen.

Wurden die Mittel der FSF zunächst im Wesentlichen dazu verwendet, Programmierer für die Entwicklung Freier Software anzustellen, konzentriert sich die Arbeit der FSF inzwischen zunehmend auf rechtliche und strukturelle Belange der Freie-Software-Gemeinschaft.

Die FSF wurde für ihre Arbeit mit dem Linus Torvalds Award for Open Source Computing (1999) und dem Prix Ars Electronica Award of Distinction in the category of Digital Communities (2004) ausgezeichnet. Die Aufzählungen der Auszeichnungen und Ehrungen, die ihr Gründer erhalten hat, würde über den Rahmen dieses kurzen Gratulationsbeitrags hinausgehen.

Herzlichen Glückwunsch an unsere Freunde und Mitaktivisten bei unserer älteren Schwester – auf viele weitere Jahre gemeinsamer Arbeit für Freie Software und Offene Standards um einer freien Gesellschaft im digitalen Zeitalter willen!

Nachhaltigkeit und Freie Software

stehmann's blog | 12:48, Sunday, 04 October 2015

war das Thema des Fellowshiptreffens am 30.09.2015 in Düsseldorf.

Wolf-Dieter Zimmermann, ein häufiger Teilnehmer unserer Treffen, sprach über die Aktivitäten zur Verbreitung Freier Software in Mülheim/Ruhr.

Zunächst gab es die inzwischen eingeführte Vorstellungsrunde.

Zur Einführung in das Thema Nachhaltigkeit erwähnte er, dass er in seiner Kindheit im Schwarzwald erlebt habe, dass krumme Nägel im Winter zur Wiederverwendung gerade gehämmert wurden.

Sodann stellte er die durchschnittliche Verwendungsdauer von Computern für Endanwender dem Energie- und Rohstoffaufwand gegenüber, den ihre Erzeugung verursacht. Sein Fazit war, dass es sich trotz eventuell höheren Energieverbrauchs lohne, die Nutzungsdauer dieser Geräte zu verlängern, was jedoch häufig an den Anforderungen aktueller proprietärer Software scheitere.

Unter anderem mit dieser Argumentation ist es ihm gelungen, in Mülheim gerade auch ältere Menschen zu überzeugen, es einmal mit Freier Software – konkret Xubuntu – zu versuchen.

Ein weiteres Argument ist der Datenschutz, auch wenn hier aus dem Publikum Einwände kamen. Auch Freie Software ist manchmal, wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen, erstaunlich “geschwätzig”. Als Beispiel wurde der “iceweasel” genannt, der für sein Suchfeld beim Start die unfreien Icons der Suchmaschinen nachlädt und so seinen Start diesen kund tut. Dadurch kann der “iceweasel” im “main”-Repository bleiben, aber schön ist das nicht.

Mit seiner Argumentation erreicht Wolf-Dieter Kreise der Bevölkerung, die anderen Aktivisten Freier Software und Offener Standards oft verschlossen bleiben.

Als Kundiger sparte Wolf-Dieter auch nicht mit nachdenkenswerter Kritik. Die Freie-Software-Community ist zwar freundlich und auf den Veranstaltungen, die sich an die Bevölkerung wenden, auch auskunftsfreudig. Aber diese hilfsbereiten Menschen beachten oft nicht den “Empfängerhorizont”. Englische Fachbegriffe, auch einfachste und “selbstverständlichste”, werden vom lebenserfahrerenen Publikum oft nicht verstanden. Die präzisen Auskünfte sind oftmals so inhaltsreich, dass sie die Aufnahmekapazitäten der Adressaten erheblich übersteigen. Auch werden, ohne dass dies dem Ratgeber gewusst ist, meist technische Vorkenntnisse zum Verstehen der Auskunft vorausgesetzt, über die der Empfänger nicht verfügt. So scheitert oft die Kommunikation trotz besten Willens aller Beteiligter.

“Look at the boy” hat der Chronist als Pfadfinderleiter gelernt. Diesen Grundsatz sollte man auch in der Kommunikation mit älteren an Freier Software Interessierten beachten. Einfach ist besser als kompliziert – auch wenn die Materie es ist. Kurz ist besser als vollständig, aber ausführlich. Fachausdrücke, vor allem angelsächsischer Herkunft, sind zu meiden. Lokalisation nicht nur der Software, sondern auch der Dokumentation ist notwendig, wenn das Programm allen und nicht nur Fachleuten dienen soll.

Ein Fazit des Abends war, Freiheit ist anstrengend und die Promotion derselben erst recht.

Zum Vormerken:

In Zusammenarbeit mit dem Medienkompetenzzentrum und der Volkshochschule wird sich Mülheim an der Ruhr, organisiert von Wolf-Dieter Zimmermann am nächsten Linux Presentation Day beteiligen. Die Veranstaltung wird am 14. November von 10.00 Uhr bis 13.30 Uhr in der Stadtbibliothek im MedienHaus, 3. Obergeschoß im Medienkompetenzzentrum (Viktoriaplatz 3) stattfinden.

Die Flyer, die Wolf-Dieter auch für diese Veranstaltung gefertigt und beim Treffen verteilt hat, finden sich auch im Netz.

Nächstes Fellowshiptreffen in Düsseldorf:

Das nächste reguläre Fellowshiptreffen in Düsseldorf findet am 28.10.2015 ab 19:30 Uhr im Chaosdorf, Hüttenstr. 25, 40215 Düsseldorf, statt.

Thema ist der Einsatz Freier Software beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR).

Um 20:00 Uhr beginnen wir mit dem „offiziellen“ Teil. Wer später kommt, verpasst also was.

Gäste sind bei diesem Treffen wie immer herzlich willkommen.

Saturday, 26 September 2015

Warum wir eine Agentur des niederländischen Staates zur Verwendung eines Open Dokumentformat überzeugt haben

André on Free Software » Deutsch | 20:50, Saturday, 26 September 2015

Wenn es um die Verwendung des Open Dokumentformate in der öffentlichen Verwaltung der Niederlandes geht gibt es kein Gesetz. Es ist die “anwenden oder erklären”-Regel, der unter anderem bedeutet, das eine öffentliche Verwaltung offener Standards zu verwenden hat, wenn sie nicht ausdrücklich erklärt hat, warum sie es nicht kann. Diese Regel hat keine Zähne, also alles was man tun kann, ist höflich einen Beamten fragen, ob man offener Standards gebrauchen will.

Und das haben wir gemacht. Das Antennenbüro, Teil des Telekommunikationsagenturs, veröffentlicht regelmäßig ein Dokument mit allen rechtlichen Antennensysteme im Land. Sie hat das gemacht in einem Tabelle in ein nicht-freies Dokumentformats. Nach einem Tipp von Kevin Keijzer, habe ich das Agentur höflich ersucht dies zu ändern. Ich bekam eine schnelle Reaktion: nach mehrere ähnliche Anträge, hat man beschlossen jetzt zu ändern, und .ods sofort mit der nächsten Veröffentlichung zu gebrauchen.

Weitere Informationen über Open Dokumentformaten gibt es auf die Document Freedom Day website.

Friday, 25 September 2015

Software Freedom Day 2015 in Köln

stehmann's blog | 18:08, Friday, 25 September 2015

Am Software Freedom Day (SFD) werden seit 2004 jedes Jahr weltweit die Erfolge Freier Software gefeiert. Seit 2009 gibt es auch in Köln jedes Jahr am SFD eine Vortragsveranstaltung. Über die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren wurde in diesem Blog berichtet. Der SFD in Köln ist traditionell auch ein “rheinisches Fellowshiptreffen”.

In diesem Jahr fand der SFD am 19. September ab 10:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Dingfabrik Köln e.V. in Köln-Nippes statt.

Nur unwesentlich aufgehalten durch Staus infolge wochenendlicher Baumaßnahmen erreichten wir Nippes. Dort allerdings gestaltete sich die Parkplatzsuche interessant. Wir lernten hierdurch einige Straßen dieses Stadtteils kennen, fanden dann aber doch noch ein freies Plätzchen, wo ganztägiges Parken zulässig war.

Aus allen der drei rheinischen Fellowshipgruppen waren Teilnehmer in die Dingfabrik gekommen. Auch andere Bekannte trafen wir wieder. Die Teilnehmerzahl erfreute die Veranstalter.

Thematisch drehen sich die Vorträge dieses Jahr um Softwareentwicklung und Dokumentation.

Nach der Begrüßung und der Übersicht über das Programm referierten Anja Kludszuweit und Felix Schüller über “LaTeX for Muggels and Wizards” (in deutscher Sprache). Sie demonstrierten, wie leicht sich mit Hilfe von LaTeX überzeugende Schriftstücke erstellen lassen, die im alltäglichen Gebrauch nützlich sind (Briefe, Lebenslauf, Vorträge, etc.). Dazu wurde zunächst das grundlegende Konzept von LaTeX vorgestellt. Dann wurden einige nützliche Standardpakete anhand lebensnaher Beispiele präsentiert. Selbstverständlich kam auch das Thema Formelsatz nicht zu kurz.

Das Rederecht blieb in der Familie, dann Daniela, Anja und Arne Kludszuweit sprachen über “Pure Perl Power ohne Packages”. Nach einer Vorstellung der Programmiersprache Perl wurden deren Möglichkeiten unter Verwendung regulärer Ausdrücke dargestellt.

Zum Mittagessen ging es diesesmal in den “Altenberger Hof”, einem Restaurant im Bürgerzentrum von Nippes, welches sich wiederum in einer ehemaligen Hofanlage befindet.

Zum Auftakt des Nachmittages erklärte Harald Weidner, wie man statische Websites mit Hugo erstellt. Hugo ist in Go geschrieben und verwendet als Vorlagen Markdown-Dateien.

Fellow Johannes Hubert von der Bonner Gruppe sprach dann zum Thema Unit Testing mit Python. Um den berechtigten Erwartungen an die Softwarequalität zu genügen, kommt man ums Testen nicht herum. Python bringt hierzu geeignete Tools von Hause aus mit. Johannes sprach zunächst über die Motivation, die Theorie und die Praxis des Testens. Es schafft Klarheit im Denken, zuerst den Test und dann erst den Code zu schreiben. Seine Folien, die natürlich den lebendigen Vortrag nicht zu ersetzen vermögen, aber interessante Informationen enthalten, hat Johannes als PDF veröffentlicht.

Den Abschluss bildete wieder de traditionelle Tombola, in welcher auch dieses Jahr wieder jeder der noch anwesenden Teilnehmer dank der Großzügigkeit der Sponsoren ein Buch gewann.

Der Tag klang dann für einige wieder beim Italiener aus.

Auch dieses Jahr gilt wieder der abschließende Dank dem Orga-Team, das dieses Treffen der rheinischen Freunde Freier Software organisiert und Jahr für Jahr ein interessantes Programm auf die Beine stellt.

Wednesday, 23 September 2015

How to travel the intergalactic way - a Free Software trip to Kiel

Mäh? | 20:39, Wednesday, 23 September 2015

As every year on the third Saturday in the month, the Software Freedom Day also took place this year of course. One of the places you can go on that day is the Kieler Linuxtage which took place on the 18th and 9th of September this year.

Since 2010 I'm having a small trip from Hamburg to Kiel to represent the Free Software Foundation Europe there with a small booth. In 2014 there was also a talk about the FreeYourAndroid campaign, this year I even extended this and, beneath the talk, introduced F-Droid to the visitors in a small workshop.

As you see, things are developing, even the Fellowship Meetings in Hamburg grow (our last meeting on the 14th of September hosted 9 people!). Lately in August we had a new guy around who moved from Darmstadt to Hamburg and he said he would join me for the trip to Kiel. So this year I wasn't travelling to Kiel alone for the first time. A big thanks to Pascal [2] for supporting me - and in special for supporting the FSFE and Free Software!

In fact, without Pascal I wouldn't have had that much to tell about the applications which you can get in F-Droid as he pointed out a lot of apps to get there and supported the workshop as well.

At such Free Software events you really learn what the term "Community" means, you even meet guys from the local Freifunk in Kiel where you find a place to stay for the night - well, in fact, this bed was reserved for Edward Snowden, but as he wasn't there that night… - you see…

The local hackers from Kiel called Toppoint are even great as well, they have the possibility to create intergalactic traveller's passports for you. As I already had one, I created an intergalactic diplomatic
passport this year, originally in blue and you can trust - this is a real document with security hints in it which you can only see in the black light! Here are some pictures of it:





All in all, we can say this was a small but nice successful free software event and I am sure I will go there for the next five years (at least) as well.

By the way, you are welcome to join us at one of our FSFE Fellowship Meetings in
Hamburg.